Ein Mitarbeiter des Universitätsklinikums Tübingen geht während eines Warnstreiks an den Uni-Kliniken durch eine Tür mit einem Plakat, auf dem "Heute: Warnstreik!" steht. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow (Archivbild))

Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst

Warnstreiks an Kliniken auch in Südbaden

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Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst sollen weitergehen. Diese Woche sind unter anderem die Kliniken im Fokus. Auch in der Region sind Beschäftigte zum Ausstand aufgerufen.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft ver.di auch Beschäftigte an Krankenhäusern in Südbaden zum Warnstreik aufgerufen.

An diesem Dienstag soll das Klinikum Hochrhein in Waldshut-Tiengen (Landkreis Waldshut) bestreikt werden. Nach ver.di-Angaben soll es dort um 12:30 Uhr eine Kundgebung geben. Auch an den Ortenau-Kliniken in Lahr und Wolfach (Ortenaukreis) sollen Beschäftigte die Arbeit niederlegen. In Lahr wollen sich Streikende um 14 Uhr an der Klinik zu einer Kundgebung treffen. Danach ist ein Demonstrationszug zum Lahrer Rathaus geplant.

Am Mittwoch soll der Warnstreik zum Teil weitergehen. Dann sind auch in Emmendingen Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen und der öffentlichen Verwaltung dazu aufgerufen, in den Ausstand zu treten. Betroffen sind ver.di-Angaben zufolge unter anderem das Kreiskrankenhaus, die Arbeitsagentur und die Stadtverwaltung. Am Mittag wollen sich Beteiligte zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz versammeln.

ver.di erwartet Tausende Beteiligte

Bundesweit soll es in dieser Woche Warnstreiks an Kliniken geben. Bis zum Ende der Woche erwartet ver.di für Baden-Württemberg eine Beteiligung von Tausenden Beschäftigten. Vergangene Woche hatten sich laut der Gewerkschaft rund 14.000 Menschen an den Warnstreiks beteiligt.

Tarifstreit im öffentlichen Dienst Bundesweite Warnstreiks im Gesundheitswesen

Die Gewerkschaft ver.di hat im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes für heute zu Warnstreiks im Gesundheitswesen aufgerufen. Betroffen sind bundesweit Krankenhäuser, Psychiatrien…

Ver.di will mit den Arbeitsniederlegungen der Forderung Nachdruck verleihen, das Einkommen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen um 10,5 Prozent, mindestens aber um 500 Euro monatlich, zu erhöhen. Mit den Warnstreiks in Krankenhäusern will die Gewerkschaft auch gegen die Forderung von Arbeitgebern nach Absenkungstarifverträgen protestieren, die für Kliniken mit roten Zahlen im Rahmen der Tarifverhandlungen auf dem Tisch liegen. Ver.di wirft den Arbeitgebern vor, damit die Voraussetzung schaffen zu wollen, die Gehälter in Kliniken und Pflegeeinrichtungen kürzen zu können.

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SWR