Ein Krankenwagen in Frankreich eilt zu einem Einsatz.

Wagen stand in der Sonne

Elsass: Vater vergisst seinen kleinen Sohn im Auto - Kind stirbt

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Jessica Hans

Im Elsass ist ein 16 Monate alter Junge in einem aufgeheizten Auto gestorben. Der Vater hatte vergessen, seinen Sohn in der Krippe abzugeben. Sein Wagen stand auf einem Firmenparkplatz, niemand bemerkte das Kind.

Der Familienvater war am Dienstag in Sausheim im Elsass nahe der deutschen Grenze unterwegs. Statt seinen Sohn in die Krippe zu bringen, ließ er ihn versehentlich in seinem Wagen zurück, wie die Staatsanwaltschaft in Mulhouse am Mittwoch mitteilte. Das 16 Monate alte Kleinkind war stundenlang in dem aufgeheizten Auto eingeschlossen. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Kindes feststellen.

Tragödie erst am Abend bemerkt

Aufgefallen war die Abwesenheit des Kindes erst am Abend, als die Mutter den Sohn von der Krippe abholen wollte. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten nichts mehr für das Kind tun. Der Vater kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Eine Autopsie soll nun die genaue Todesursache klären.

Das Auto des Vaters stand offenbar in der prallen Sonne. Bei Außentemperaturen von bis zu 22 Grad am Dienstag habe es im Inneren des Wagens bis zu 47 Grad heiß werden können, berichtete die elsässische Zeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace" (DNA). Jede Hilfe für das Kind kam zu spät.

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Steckt das vergessene-Baby-Syndrom dahinter?

Laut DNA handelt es sich bei dem Fall vermutlich um das "Vergessene-Baby-Syndrom". Demnach passiere es 25 Prozent aller Eltern eines Babys oder Kleinkindes irgendwann einmal während einer Autofahrt, dass sie die Anwesenheit des Kindes vollkommen vergäßen - allerdings selten mit gravierenden Folgen. Wissenschaftlern zufolge seien Stress, Schlafmangel oder veränderte Routinen Auslöser für das Vergessen des Kindes. Im Gehirn entstehe eine falsche Erinnerung, weil Routinehandlungen - wie etwa die Fahrt zur Arbeit - quasi per Autopilot absolviert würden.

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