Bei klarer Sicht fliegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Kandel los. Sie blicken auf ein wolkenloses Panorama.

Internationale Deutsche Meisterschaft

80 Drachenflieger am Kandel: Abheben und schweben - so schnell wie möglich

Stand
AUTOR/IN
Sebastian Bargon
ONLINEFASSUNG
Paula Zeiler
Bild von Autorin Paula Zeiler aus der SWR Aktuell Redaktion in Freiburg

Hoch, höher, Drachenflieger! Am Kandel entscheidet sich in dieser Woche, wer am schnellsten fliegen kann. Mit dabei sind Größen aus Deutschland, der Schweiz und weiteren Nationen.

Auf dem 1.241 Meter hohen Berg Kandel (Landkreis Emmendingen) werden bis einschließlich Sonntag die Internationale Deutsche Meisterschaft und die Swiss Open im Drachenfliegen ausgetragen. 80 Pilotinnen und Piloten aus zehn Nationen sind angereist - einige von ihnen im Wohnmobil, um direkt am Ort des Geschehens zu übernachten. Für Organisator Klaus Kienzle vom Drachen- und Gleitschirmfliegerclub (DGFC) Südschwarzwald ist Drachenfliegen ein faszinierender Sport, der Freiheit, Weite und Abenteuer bietet.

Bei klarer Sicht fliegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Kandel los. Sie blicken auf ein wolkenloses Panorama.
Einer der wenigen Teilnehmer, die am Montagmorgen aufgrund des Wetters starten konnten.

Nebel und kaum Wind zu Beginn der Meisterschaft

Am Montag, dem ersten Wettkampftag, spielte das Wetter jedoch zunächst nicht mit: Zuerst war der Kandel nebelverhangen. Später herrschte dann Windstille. Aufgrund der Flaute konnten nur wenige Drachenflieger von der Rampe starten. Der Wettbewerbsleiter Dieter Münchmeyer will bis Sonntag aber jede Chance nutzen, um eine gültige Meisterschaft durchzuführen.

Die Internationale Deutsche und Schweizer Meisterschaft im Drachenfliegen fand 2024 auf dem Kandel statt.
Am Montagvormittag war die Sicht am Kandel noch schlecht.

Nur wer Glück hat, findet Sponsoren

Chancen auf einen Titel hat die gebürtige Bremerin Corinna Schwiegershausen, denn sie ist eine Koryphäe im Drachenfliegen. Obwohl sie schon fünf Einzel- und sieben Teamweltmeisterschaften gewonnen hat, ist sie nicht reich geworden. Im wahren Leben arbeitet sie als Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Immerhin hat sie einen Sponsor gefunden, der sie in Sachen Ausrüstung, Reisen und Startgeld (170 Euro) unterstützt. Da ihr in der Luft kaum jemand etwas vormachen kann, hofft sie am Sonntag einen weiteren Titel zu gewinnen.

Bei klarer Sicht fliegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Kandel los. Sie blicken auf ein wolkenloses Panorama.
Unter den Drachenfliegern ist auch Corinna Schwiegershausen. Sie gehört zu den erfolgreichsten Fliegerinnen der Welt.

Live-Tracker gibt GPS-Koordinaten der Drachenflieger durch

Die Pilotinnen und Piloten haben die Aufgabe, bestimmte Punkte anzusteuern. Derjenige, der am schnellsten ankommt, gewinnt, erklärt Dieter Münchmeyer. Früher mussten die Auswerter nachts Filme unter der Lupe betrachten, um zu überprüfen, ob alle Aufgaben erfüllt wurden. Heutzutage hat jedoch jeder Drachenflieger einen Live-GPS-Tracker dabei, der kontinuierlich seine Koordinaten über das Internet an den Web-Server sendet. So müssen Münchmeyer und seine Mitstreiter nur noch einen Knopf drücken, um zu erfahren, wann und wo der jeweilige Pilot geflogen ist, sofern es keine technischen Probleme gibt.

Schwerpunkt liegt auf Sicherheit der Drachenflieger

Das Allerwichtigste ist, dass die Piloten und Pilotinnen sicher starten und landen. Dafür sorgt ein Sicherheits-Komitee, das auch die Entscheidungen des Wettbewerbsleiters kontrolliert. Unfälle müssen unbedingt verhindert werden, sagt Dieter Münchmeyer.

Die Internationale Deutsche und Schweizer Meisterschaft im Drachenfliegen fand 2024 auf dem Kandel statt.
Dieter Münchmeyer, Wettbewerbsleiter bei den Meisterschaften.

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