Um sich kennen und verstehen zu lernen

Deutsche aus Russland treffen SWR im Studio Freiburg

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AUTOR/IN
Ulf Seefeldt / Jasmin Bergmann

Der SWR hat am Dienstagabend in Freiburg zu einem Treffen eingeladen zwischen Deutschen aus Russland und Vertreterinnen und Vertretern des Südwestrundfunks. Das Ziel: Ins Gespräch kommen.

Sich gegenseitig besser kennen und verstehen lernen. Das war einer der Gründe, warum der SWR gemeinsam mit der Landesgruppe Baden-Württemberg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) zu diesem Treffen eingeladen hat. Der Austausch dauerte über zwei Stunden lang. Anschließend gab es noch Diskussionen im kleinen Kreis.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung "Deutsche aus Russland treffen SWR" im Studio Freiburg (Foto: SWR, Patricia Neligan)
Deutsche aus Russland treffen SWR im Studio Freiburg: (v.l.n.r.) Esther Saoub (SWR), Alina Braun (SWR), Olesja Romme (LmDR), Stefanie Schneider (SWR), Ernst Strohmaier (LmDR), Lilia Antipow (Haus des Deutschen Ostens), Waldemar Eisenbraun (Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland), Christoph Ebner (SWR), Anna Koksidou (SWR) Patricia Neligan

Der SWR hat sich vorgestellt

Die Vertreterinnen und Vertreter des Südwestrundfunks hatten die Öffentlich-Rechtliche Anstalt zu Beginn vorgestellt. Den Gästen sollte so gezeigt werden, wo überall die Standorte sind und wie der SWR arbeitet. Es wurden Filme, Berichte und Reportagen aus unterschiedlichen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg gezeigt, in denen Deutsche aus Russland vorkamen und interviewt wurden. Es wurde erklärt, wie die Redakteurinnen und Redakteure recherchieren, dass es oft schnell gehen muss, dass die Redaktionen aber auch auf gute Kontakte angewiesen sind.

Ein reger Austausch zwischen den Gästen

Im Laufe des Abends entstand ein reger Austausch. Die 60 geladenen Gäste übten unter anderem Kritik an der Berichterstattung über ihre Gruppe in allen Medien, aber auch im Südwestrundfunk. Sie würden oft falsch dargestellt. Es gebe zu wenig Wissen über ihre Geschichte. Beide Seiten vereinbarten, sich künftig mehr und besser auszutauschen.

SWR4-Reporter Ulf Seefeldt gibt Einblicke in unterschiedlichen Perspektiven:

SWR: "Mehr übereinander lernen, um Klischees zu vermeiden"

SWR-Landessenderdirektorin Stefanie Schneider zeigte sich zufrieden mit dem Treffen.

"Ich fande es sehr gut. Es war geprägt davon, dass beide Seiten spüren, dass man sich auch aufeinander zubewegen muss."

Sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, bringe nichts, sagte Stefanie Schneider. Man müsse wirklich ernsthaft mehr übereinander erfahren, mehr übereinander lernen, um dann auch schlimme Klischees zu vermeiden. "Das ist letztlich der Boden, auf dem man als Journalist besser arbeiten kann", so Schneider. Sie glaubt, dass beide Seiten deutlich signalisiert haben: Wir haben Interesse daran, uns gegenseitig besser zu verstehen. "Und das ist, glaube ich, ein guter erster Schritt."

LMDR: "Erfahren, wie der SWR arbeitet, und was uns wichtig ist"

Mit dabei war auch Olesja Romme, Bundesvorsitzende im Unternehmerverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR), die aus Lahr kommt. Sie hat den Abend als sehr informativ für sie als Vertreterin der Deutschen aus Russland empfunden.

"Einfach auch zu erfahren, wie die Arbeit intern beim SWR abläuft, wie die Berichterstattung geplant wird und wie das alles drum herum funktoniert."

Sie denkt aber auch, dass es für den SWR wichtig war zu wissen, was für die Deutschen aus Russland bei einer Berichterstattung wichtig ist.

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