Dicker Baum (Foto: Privat -)

Der Wald im Dauerstress

Klima Arena in Sinsheim: Antworten zur Zukunft des Waldes gesucht

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Der Wald im Klimawandel: Wie ist der Zustand des Waldes? Wie sieht die Zukunft des Waldes aus? Auf diese Fragen hat die zweitägige Expertentagung versucht Antworten zu finden.

In der Klima Arena in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) haben sich am vergangenen Wochenende Experten und Interessierte getroffen, um sich über den Zustand und die Zukunft der Wälder in Deutschland auszutauschen.

Titel: "Waldwärts - Multitalent Wald im Dauerstress"

Was kann getan werden, um den Wald fit zu machen für den Klimawandel? Das war eine der Hauptfragen, mit denen sich die Fachleute des Symposiums beschäftigten, so die Klima Arena. Im Rahmen des zweitägigen Waldsymposiums erkundeten die Expertinnen und Experten, wie es dem Multitalent Wald und seinen vielfältigen Funktionen gehe. Gemeinsam mit Gästen aus Forschung und Praxis wurde auch den Fragen nachgegangen, was die Ursachen des schlechten Zustandes sein könnten. Und was die Fachleute unternehmen müssten, damit der Wald auch weiterhin mit seinen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen erhalten bleibt.

Der Wald im Klimawandel – Waldsterben 2.0

Dürre, Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten würden dem Wald inzwischen sichtbar zusetzen, so die Klima Arena. Waldbrände seien lange Zeit ein Phänomen in anderen Ländern gewesen. Jetzt wären sie in diesem Sommer endgültig auch bei uns in Deutschland angekommen. Nach dem Waldsterben in den 80-er Jahren, sei nun vom Waldsterben 2.0 die Rede.

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Im Kraichgau werde zum Beispiel schon länger darüber gestritten, welche Baumarten in Zukunft die besseren Chancen haben. So fordere eine Bürgerinitiative stärker auf bestehende Buchenwälder zu setzen. Vertreterinnen und Vertreten der Forstwirtschaft wollen dagegen die Buchenbestände nach und nach durch Eichen ersetzen. Letztere sind bereits gut an Wärme und Trockenheit angepasst, so die Klima Arena.

"Die Zukunft unserer Wälder ist nicht nur eine Frage unter Förster:innen und Wissenschaftler:innen, sondern liegt uns allen am Herzen."

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Als Chefin von drei Waldarbeitern kümmert sich Anne Merg in Himmighofen im Taunus um mehr als 1.200 Hektar Mischwald. Da ist sommers wie winters immer viel zu tun, und das ganz besonders für Waldhüterin Anne Merg. Sie ist eine Frau mit einer Mission und die nennt sich "naturgemäße Waldwirtschaft". Was so sperrig klingt, ist für sie schlicht die einzig denkbare Zukunft für eine vitale Zukunft der Wälder. "Naturgemäß" bedeutet dabei nicht Urwald, denn einfach der Natur ihren Lauf zu lassen, führt lediglich zu einer Verarmung der Arten, Anne Merg aber will die Balance zwischen Mensch, Tier und Pflanzen in ihrem Wald wiederherstellen.

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