Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger zu Besuch am KIT. Dort haben Forschende im Energy Lab 2.0 einen detaillierten digitalen Zwilling des deutschen Energiesystems aufgebaut. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uli Deck)

Deutsches Energiesystem der Zukunft

Thema Energie: Die Zeit drängt! Ministerin unterstützt Forscher vom KIT

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Daniel Günther

Die Energieversorgung wird immer wichtiger. Am KIT wurde das deutsche Energiesystem digital nachgebaut, um alle Energieflüsse zu testen. Ministerin Stark-Watzinger gab das Go der Politik.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) startete am Freitagvormittag eine Großsimulation zur Energie-Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das sogenannte Energy Lab 2.0 ist quasi der digitale Zwilling des deutschen Energiesystems – alles bis ins Detail nachgebaut.

Ministerin: Forschungsfragen bei Energie schnell klären

Bei ihrem Besuch in Karlsruhe sagte die Ministerin, die Politik setzte auf die Erkenntnisse aus der Wissenschaft. Es gehe um "große Fragen, mit denen wir uns ganz dringend beschäftigen müssen", wie beispielsweise erneuerbare Energien, Energiespeicherung, Vernetzung von Energiequellen und stabile Netze, so Stark-Watzinger.

"Energie ist die Grundlage für unseren Wohlstand."

Das große Ziel heiße Klimaneutralität. Die Forschung müsse helfen, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen, "um schnell die Energiewende umzusetzen, um schnell souverän im Bereich der Energie zu werden", machte die Ministerin Tempo.

Energy Lab 2.0 am KIT – ein digitaler Zwilling

Das Energy Lab 2.0 ist laut KIT Europas größte Forschungsinfrastruktur für erneuerbare Energien und Stromkopplungen. Alle Stromleitungen und -schalter sowie Koppelungen zu Nachbarländern seien in einer Detailtiefe erfasst, wie man sie sonst nirgends finde, so Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung am KIT. Das Ganze ist verknüpft mit einem Mini-Dorf, um die Stromversorgung von der Erzeugung bis zum Verbrauch zu simulieren.

Die Simulation basiert auf erneuerbaren Energien sowie einem geschlossenen Kohlenstoffkreislauf. Das derzeit noch digitale Modell soll nach Plänen der Bundesregierung im Jahr 2045 Wirklichkeit sein.

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