Mit einer Demo kämpfen in Karlsruhe etwa 300 Beschäftigte von Michelin für den Erhalt des Standorts. (Foto: SWR, Katharina Raquet)

Konzept zur Erhaltung des Standorts vorgelegt

Beschäftigte von Michelin Karlsruhe wehren sich gegen Schließung des Werks

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Katharina Raquet
Bild von Katharina Raquet (Foto: SWR, Patricia Neligan)

Mit einer Demonstration haben etwa 300 Beschäftigte des Michelin-Werks Karlsruhe am Montag für den Erhalt des Standorts gekämpft. Der Reifenhersteller plant, die Werke Karlsruhe und Trier zu schließen.

Im November hatte die Konzernleitung von Michelin die Schließung der Werke in Karlsruhe und Trier bis Mitte 2025 angekündigt. Das wollen Beschäftigte und die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) nicht hinnehmen. Daher demonstrierten am Montagnachmittag rund 300 Menschen rund um das Michelin-Gelände in Karlsruhe.

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Die Demonstranten zogen mit Trillerpfeifen und T-Shirts, auf denen stand: wir kämpfen für unsere Arbeitsplätze, rund um das Michelin-Werk, um dann auf dem Betriebsgelände eine Betriebsversammlung abzuhalten. Die Hoffnung der Beschäftigten - viele kommen aus dem benachbarten Elsass - auf eine Erhaltung des Werks und damit ihrer Arbeitsplätze sei allerdings nicht groß, wie Demo-Teilnehmer berichteten:

Michelin prüft Konzept zur Erhaltung des Werks in Karlsruhe

Laut IGBCE sollte der Konzernleitung mit der Demo verdeutlicht werden, dass der Standort Karlsruhe auch unter wirtschaftlicher Betrachtung fortgeführt werden könne. Gewerkschaft und Betriebsrat hatten ein Konzept zur Erhaltung des Werks vorgelegt, das derzeit von Michelin geprüft wird. Das Konzept wurde am Montag in einer Betriebsversammlung erläutert. Nun gehe es für die insgesamt 600 Mitarbeitenden in die entscheidende Phase, so die IGBCE.

Der französische Reifenhersteller begründete die geplante Schließung mit wachsender ausländischer Billigkonkurrenz und stark gestiegenen Produktionskosten.

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