Auf der A6 bei Bad Rappenau ist ein Wagen verunglückt. Der Fahrer soll davor einen Geldautomaten gesprengt haben.

Nach schwerem Unfall auf A6 bei Heilbronn

Automatensprengung: Dritter Tatverdächtiger wieder bei Bewusstsein

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Jan Arnecke
Jan Arnecke

Nach einer Automatensprengung und einer Verfolgungsjagd auf der A6 bei Heilbronn ist jetzt auch der dritte Tatverdächtige identifiziert. Das LKA sucht weiter Zeugen.

Bisher konnte die Polizei zwei 21-jährige Tatverdächtige festnehmen. Der dritte mutmaßliche Automatensprenger war auf der Flucht bei einem Unfall schwer verletzt worden. Inzwischen ist er wieder bei Bewusstsein. Die drei Männer sollen einen Geldautomaten in Wiernsheim (Enzkreis) gesprengt haben.

Tatverdächtige schweigen zu Vorwürfen

Es handelt sich demnach um einen 30-Jährigen, der wie seine mutmaßlichen Mittäter eine niederländische Staatsangehörigkeit hat. Der Mann war als Falschfahrer auf die A6 bei Heilbronn gefahren und mit einem Transporter frontal zusammengestoßen. Bisher habe der Mann daher nicht vernommen werden können. Auch jetzt schweigt er zu den Tatvorwürfen, genauso wie seine beiden mutmaßlichen Komplizen.

Sobald es der Gesundheitszustand des 30-Jährigen zulasse, werde dieser in eine Justizvollzugsanstalt verlegt, so die Polizei. Denn inzwischen wurde gegen ihn auch Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen und in Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

LKA sucht Zeugen, die gefährdet wurden

Das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg sucht außerdem Zeugen, die von den flüchtenden Automatensprengern im Straßenverkehr gefährdet wurden, bevor diese auf die A6 bei Heilbronn gefahren waren.

Die Fluchtfahrt begann etwa gegen 2 Uhr in der Nacht auf Samstag in Wiernsheim und führte dann über Sachsenheim (Kreis Ludwigsburg) zuerst nach Kleingartach und dann durch die Ortschaften Eppingen, Gemmingen, Richen und Kirchhardt (alle Kreis Heilbronn), bis das Fluchtfahrzeug schließlich gegen 3 Uhr in entgegengesetzter Fahrtrichtung auf die A6 bei Heilbronn auffuhr.

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