Eine Hand hält ein Telefon. Symbolbild Trickbetrüger.

Thementag zu Betrug an Senioren

Wie schützt man sich vor Schockanrufen?

Stand
AUTOR/IN
Bettina Gungl
Wolfgang Wanner

Das SWR Studio Friedrichshafen hat am Mittwoch einen Thementag veranstaltet zu Betrugsversuchen, denen oft Seniorinnen und Senioren zum Opfer fallen. Dabei waren auch Polizei und Kreisseniorenrat.

Unter dem Motto "Achtung Schockanruf!" hat sich das SWR Studio Friedrichshafen am Mittwoch einen Tag lang Betrugsversuchen gewidmet, die vor allem auf ältere Menschen abzielen. Am Stand der Polizei auf der Verbrauchermesse IBO in Friedrichshafen sowie im Hörfunk informierte das SWR Studio Friedrichshafen über Betrugsmaschen, wie etwa den Enkeltrick oder sogenannte Schockanrufe.

Live-Sendung von der IBO-Messe in Friedrichshafen

Auch in einer Live-Sendung von der IBO-Messe Friedrichshafen im Rahmen des Regionalmagazins in SWR4 Baden-Württemberg wurde das Thema aufgegriffen. Experten gaben Tipps, wie Bürgerinnen und Bürger sich selbst vor Betrugsversuchen schützen können. Dabei schilderte auch eine Frau aus dem Raum Bodensee-Oberschwaben, wie sie selbst Opfer von Telefonbetrügern wurde.

Schockanrufe mittlerweile keine Seltenheit mehr

Sogenannte Schockanrufe sind mittlerweile eine verbreitete Betrugsmasche. Die Zahl solcher betrügerischer Anrufstraftaten ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Zudem gehen Expertinnen und Experten von einer hohen Dunkelziffer aus.

Hilfreiche Tipps dazu, wie Sie sich verhalten können, finden Sie auch in diesem Artikel:

Umgang von Bankangestellten mit dem Thema

Inzwischen beschäftigen sich auch Mitarbeitende in Banken mit dem Thema "Schutz vor Betrugsversuchen durch Schockanrufe". So hat beispielsweise das Polizeipräsidium Ravensburg im vergangenen Jahr beschlossen, Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Banken anzubieten, um diese für die Maschen der Telefonbetrüger zu sensibilisieren. Zudem sollen Warnschreiben per E-Mail an Geldinstitute verschickt werden. So könnten Auszahlungen von größeren Geldbeträgen hinterfragt und die Weitergabe an die Betrüger verhindert werden.

Betrugsversuch in Immenstaad aufgedeckt


Eine Bankangestellte in Immenstaad (Bodenseekreis) wurde misstrauisch, als zu Jahresbeginn ein ihr bekannter 80-jähriger Kunde 60.000 Euro von seinem Konto abheben wollte. Er erzählte von einem Anruf, wonach die Frau seines Enkels einen tödlichen Unfall verursacht habe und ihr eine Gefängnisstrafe drohe. Nur durch Zahlung der hohen Kaution könne die Verhaftung abgewendet werden. SWR-Reporter Wolfgang Wanner hat die Bankangestellte zunächst gefragt, wann ihr Verdacht eines Betruges gekommen sei.

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