Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann

FDP-Verteidigungspolitikerin zu Gast am Bodensee

Strack-Zimmermann verteidigt in Friedrichshafen Ukraine-Unterstützung

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Thomas Wagner
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Moritz Kluthe
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Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich in der Zeppelin-Universität Friedrichshafen zur militärischen Unterstützung der Ukraine geäußert und über ihre Schulzeit im Kreis Sigmaringen gesprochen.

In der Zeppelin-Universität Friedrichshafen hat die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann die militärische Unterstützung der Ukraine durch die Bundesrepublik verteidigt. Gleich zu Beginn kam Marie-Agnes Strack-Zimmermann vor gut 400 Zuhörerinnen und Zuhörern darauf zu sprechen, wie sehr sie mit der Bodenseeregion vertraut ist. Ende der 1960er- bis Anfang der 1970er-Jahre habe sie die Internatsschule Kloster Wald bei Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) besucht.

Das war eine sehr glückliche Zeit. Ich habe viele Erinnerungen, wenn ich die Ortsschilder sehe. Ich habe auch viele Freundinnen hier.

Strack-Zimmermann fordert mehr Unterstützung für Ukraine

Veranstaltet wurde die Diskussion mit Strack-Zimmermann vom studentischen "Club of International Politics" an der Zeppelin-Universität. Der überwiegende Teil des Diskussionsabends war von der Politik geprägt: Strack-Zimmermann ist Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag. Sie machte sich für eine weitere militärische Unterstützung der Ukraine durch die Bundesrepublik stark und forderte auf ein Neues die Auslieferung der in Deutschland entwickelten Taurus-Marschflugkörper. Damit stellte sie sich bewusst gegen die Position des Bundeskanzlers.

Auf eine Publikumsfrage, wie sie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und seine Politik bewerte, gab sich Strack-Zimmermann allerdings zurückhaltend: Jeder potenzielle Bundeskanzler gehe in der derzeitigen Ausnahmesituation an sein Limit; ob die getroffenen Entscheidungen richtig oder falsch seien, werde die Zukunft zeigen.

Rund 30 Menschen demonstrierten in Friedrichshafen gegen die Militärhilfe für die Ukraine
Rund 30 Menschen demonstrierten in Friedrichshafen gegen die Militärhilfe für die Ukraine.

Proteste gegen Ukraine-Unterstützung

Gegen die Positionen der FDP-Politikerin protestierten etwa 30 Menschen mit Transparenten, auf denen Slogans wie "Rot, Gelb, Grün an die Ostfront" und "Wann sagst Du Nein zu dieser Regierung" zu lesen waren. Erkennbar sprachen sich die Demonstrierenden gegen eine militärische Unterstützung der Ukraine durch Deutschland aus. Einige von ihnen meldeten sich auch in der Diskussion zu Wort und forderten dort eine sofortige Verhandlungslösung des Krieges in der Ukraine.

Die FDP-Verteidigungspolitikerin betonte hingegen, dass der russische Präsident Wladimir Putin ein Kriegsverbrecher sei, mit dem man nur aus der Position der Stärke heraus Verhandlungen führen könne. Daher sei eine weitere Unterstützung der Ukraine bedeutsam. 

Marie-Agnes Strack Zimmermann steht in einem Saal an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen
Strack-Zimmermann ging auf Fragen des Publikums ein.

Bodensee-Technik rettet Leben in der Ukraine

Wichtig sei im übrigen für die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine auch die Militärtechnologie, die im Bodenseeraum entwickelt werde. Dabei kam Strack-Zimmermann auf das beim Diehl-Konzern in Überlingen entwickelte Flugabwehrsystem Iris T zu sprechen. "Diese Technologie vom Bodensee hat definitiv dazu beigetragen, in der Ukraine Leben zu retten", sagte die FDP-Politikerin im SWR-Interview, bevor sie zu einer weiteren Veranstaltung nach Konstanz aufbrach.

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