Coronavirus unter dem Mikroskop  (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Mittwoch, 19. Mai 2021

STAND

Das war der Mittwoch in Baden-Württemberg

Kommentar: Darum sollte die Maskenpflicht bestehen bleiben

22:39 Uhr

Viele Menschen fordern eine Aufhebung der Maskenpflicht für vollständig gegen Covid-19 Geimpfte. Ihrer Meinung nach würde das Tragen einer Maske keinen Sinn machen. Wie SWR-Redakteurin Franziska Ehrenfeld in ihrem Kommentar erläutert, gebe es aus wissenschaftlicher Sicht aber einen Grund für die bestehende Maskenpflicht - auch für zweifach Geimpfte.

Maskenpflicht aufheben? Kommentar: Covid-19-Geimpfte müssen sich noch etwas zusammenreißen

Es gibt Forderungen, dass die Maskenpflicht für vollständig Geimpfte aufgehoben wird. Aus wissenschaftlicher Sicht sei das fragwürdig, sagt Franziska Ehrenfeld aus der SWR Wissenschaftsredaktion..  mehr...

Impfstoff-Bestellung für Betriebsärzte beginnt

22:08 Uhr

Betriebsärztinnen und -ärzte müssen schon Ende dieser Woche ihre Bestellungen für Corona-Impfstoffe abgeben, wenn sie sich gleich nach Öffnung der Kampagne im Juni daran beteiligen wollen. So sähen es die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums und des Arbeitgeberverbandes BDA vor, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in der Donnerstagsausgabe. Laut neuer Impfverordnung können Betriebsärztinnen und -ärzte vom 7. Juni an die Belegschaft ihres jeweiligen Unternehmens impfen. Zunächst stehen dafür nur die Impfstoffe des Herstellers Biontech/Pfizer zur Verfügung. Die Impfdosen sind auf 804 je Ärztin oder Arzt pro Woche begrenzt.

Schwangere und Stillende werden bei Impfungen abgewiesen

21:42 Uhr

Schwangeren wird eine Corona-Impfung von der Ständigen Impfkommission empfohlen, wenn sie einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Eine generelle Impf-Empfehlung für Schwangere ist das aber nicht. Auch stillenden Müttern wird eine Impfung bislang verwehrt.

Digitaler Impfpass bis Ende Juni geplant

21:14 Uhr

Bis spätestens Ende Juni soll es nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen digitalen Impfpass geben, der als Nachweis für die Corona-Impfung dient. Dieser soll fälschungssicher und EU-weit gültig sein. Millionen Impfungen müssten dann von den gelben Impfpässen auf den digitalen Pass übertragen werden.

Polizei löst Abifeier in Ravensburg auf

20:40 Uhr

Die Polizei hat eine Abiturfeier in Ravensburg aufgelöst. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, hatten Zeugen von 100 Teilnehmern gesprochen. Als mehrere Polizeistreifen in der Nähe einer Ravensburger Sporthalle eintrafen, um festzustellen, ob ein Verstoß gegen die Corona-Regeln vorlag, hätten die meisten Feiernden bereits das Weite gesucht. Um eine Fortsetzung der Party zu verhindern, hätten Beamte die Musikbox eines 18-Jährigen beschlagnahmt. Zurückgebliebene Gegenstände wie Rucksäcke und Kleidungsstücke seien von Polizisten sichergestellt und mehreren Partygästen zugeordnet worden. Außerdem seien mehrere Platzverweise ausgesprochen worden.

Hat der Landkreis Böblingen zu früh gelockert?

19:53 Uhr

In den baden-württembergischen Landkreisen herrscht Verwirrung um die Corona-Vorschriften. Der Kreis Böblingen hat die Corona-Regeln am Montag gelockert, der Rhein-Neckar-Kreis am Mittwoch. Beide lagen gleichzeitig unter der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Eine Stellungnahme des Landessozialministeriums ergibt, dass der Kreis Böblingen mit seiner Öffnung am Montag falsch lag.

Schwäbisch Hall: Gemeinsam gegen die Langzeitfolgen des Virus

19:31 Uhr

In Schwäbisch Hall wollen Long-Covid-Patientinnen und Patienten eine Selbsthilfegruppe gründen. Die Betroffenen sind zwar von der akuten Infektion genesen, leiden aber an den Langzeitfolgen des Virus.

Kultusministerin stellt schnellere Schulöffnungen in Aussicht

19:13 Uhr

Weiterführende Schulen in Baden-Württemberg könnten selbst bei einer Inzidenz über 50 bald wieder in den Regelbetrieb gehen. "Die sinkenden Inzidenzen, weitgehend geimpfte Lehrerinnen und Lehrer und das Testkonzept bieten uns jetzt eine echte Chance, dass wir auch an den Schulen zu mehr Normalität kommen", sagte die Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) den "Stuttgarter Nachrichten". Für weiterführende Schulen sei bis zum 11. Juni Wechselunterricht vorgesehen. Eine Rückkehr zum Präsenzunterricht könnte dann auch für Stadt- und Landkreise möglich sein, die stabil unter 100 liegen, auch wenn die Schwelle von 50 nicht unterschritten wird.

Gesundheitsminister Lucha hält Impfterminvergabe für einen großen Fehler

18:54 Uhr

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hat bei der Vergabe von Impfterminen Fehler eingeräumt. Man habe beim Vergabesystem auf das falsche Pferd gesetzt. Die Terminvergabe über die Telefonnummer 116117 zu regeln, sei im Nachhinein "ein großer Fehler", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Es funktioniere nicht, wenn regelmäßig weniger Impfstoff als angekündigt zur Verfügung stehe. "Da helfen dann auch 500 Callcenter-Mitarbeiter nicht viel."

Inzidenz fünf Tage unter 50: Weitere Lockerungen in Heidelberg

18:35 Uhr

In Heidelberg fallen immer mehr Corona-Einschränkungen weg: Nachdem dort fünf Tage lang die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 lag, ist es ab Donnerstag möglich, shoppen zu gehen - ohne Termin und ohne Nachweis eines negativen Corona-Tests, einer Impfung oder der Genesung. Im privaten und öffentlichen Raum sind laut Stadt dann Treffen mit bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten möglich. Außerdem gibt es Lockerungen bei Bibliotheken und Büchereien, Archiven, Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten. Heidelberg ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, die die Lockerungen für eine Inzidenz unter 50 umsetzen kann. Laut Robert Koch-Institut lag die Inzidenz dort am Mittwochnachmittag bei 33,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Neues EU-Siegel für Tourismus in Corona-Zeiten

18:09

Die EU-Kommission hat ein Sicherheitslabel für touristische Reisen angekündigt. Das freiwillige Siegel soll an touristische Einrichtungen vergeben werden, wenn diese die Vorgaben zu Gesundheit und Sicherheit einhalten. Das neue europäische Label für Hotels soll bei Touristen Vertrauen schaffen. Es wurde gemeinsam von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und dem Europäische Komitee für Normung (CEN) entwickelt. Im März hatte die Kommission das Komitee aufgefordert, diese Vorgaben zu entwickeln, um der Tourismusbranche vor dem Sommer eine konkrete Handreichung und den Touristen Sicherheit zu geben.

Immer mehr Kreise in BW unter 100er-Inzidenz

17:48 Uhr

Die aktuelle Infektionslage in Baden-Württemberg rund um das Coronavirus entspannt sich weiter. Laut aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamts (Stand: 16 Uhr) befinden sich mittlerweile 33 der 44 Stadt- und Landkreise unter der für Lockerungen ausschlaggebenden Sieben-Tage-Inzidenz von 100 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Nur noch eine Kreis (Zollernalbkreis mit einer Inzidenz von 189,6) befindet sich über der Marke von 165, die über die Ausgestaltung des Unterrichts an Schulen entscheidet. Auch die landesweite Inzidenz ist weiter rückläufig und wird aktuell mit 81,8 (Vortag: 87,7, vergangenen Mittwoch: 127,7) angegeben. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen beläuft sich heute auf 2.125 (gesamt: 483.214). 29 weitere Personen in Baden-Württemberg sind in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (gesamt: 9.780). 537 Covid-19-Patienten befinden sich aktuell in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 347 invasiv beatmet.

Corona-Pandemie: Lange Wartezeiten in den Kinder-und Jugendpsychatrien

17:36 Uhr

Die Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte schlagen Alarm. Mittlerweile seien die Kinder- und Jugendpsychatrien voll, psychiatrischen und psychologischen Erkrankungen hätten ein Ausmaß erreicht, wie sie es nie zuvor erlebt haben. Engpässe seien gerade in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bereits früher da gewesen und jetzt durch die Pandemie leider weiter verstärkt worden. Viele müssen so auf die Behandlung in der Hausarztpraxis ausweichen. Till Reckert vom Berufsverband der Kinder und Jugendärzte schildert, dass in seine Reutlinger Praxis während der Pandemie viele Kinder und Jugendliche kommen, die an psychischen Symptomen wie Motivationslosigkeit, Schlafstörungen oder Essstörungen litten. Unter den Betroffenen seien Kitakinder wie Schulkinder und Teenager.

Folgen der Corona-Pandemie Überlastete Psychiatrien: Werden kranke Kinder weggeschickt?

Vielen Kindern und Jugendlichen geht es aufgrund der Pandemie psychisch schlecht, viele brauchen akut Hilfe. Doch viele Psychiatrien sind derzeit sehr voll. Müssen sie aber wirklich auswählen, wen sie behandeln?   mehr...

Wie gut ist der russische Impfstoff Sputnik V?

17:20 Uhr

In Russland wird der Impfstoff Sputnik V schon seit letztem Jahr verimpft. In der EU ist er jedoch noch nicht zugelassen - obwohl er als sehr wirksam gilt. Zum Vergleich: beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna haben laut Studien eine Wirksamkeit von 95 Prozent. Die von Astrazeneca liegt bei 80 Prozent, Johnson und Johnson bei 70 Prozent. Beim russischen Impfstoff sind es knapp 92 Prozent. Dennoch scheint eine schnelle Zulassung in der EU nicht in Sicht. Ein Grund sind die Studien zum Impfstoff. Sie stehen immer wieder in der Kritik. Laut der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA fehlen genaue Daten. Mehr dazu im Faktencheck:

Baden-Baden

Faktencheck Ist der russische Impfstoff Sputnik V wirklich der beste?

Der russische Präsident Wladimir Putin hat behauptet, der russische Corona-Impfstoff sei der beste der Welt. Schützt er wirklich besser vor Corona und hat weniger Nebenwirkungen?  mehr...

Gastronomie im Rhein-Neckar-Kreis kann wieder öffnen

16:34 Uhr

Seit dem 11. Mai liegt der Inzidenzwert im Rhein-Neckar-Kreis konstant unter 100, so der Kreis. Daher gelten ab heute neue gelockerte Corona-Regeln. Wie auch schon beispielsweise in Heidelberg, dürfen ab jetzt Hotels, Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen auch im Rhein-Neckar-Kreis wieder öffnen.

Schockanrufe: Falsche Ärzte wollen Geld ergaunern

16:30 Uhr

Im Raum Baden-Baden machen Schockanrufe die Runde und sorgen für Aufregung. Betrüger geben sich am Telefon als Ärzte aus, um an Geld zu kommen. Die falschen Ärzte berichten ihren Opfern von einem nahen Verwandten, der angeblich mit Corona-Symptomen auf einer Intensivstation liege. Um überleben zu können brauche der Verwandte dringend teure Medikamente, berichtet die Polizei.

DLRG schlägt Alarm: Immer mehr Nichtschwimmer

15:40 Uhr

Sind die Bäder in der Corona-Pandemie zu, steigt die Zahl der Nichtschwimmer, warnt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Das Risiko zu ertrinken steige, gleichzeitig nehme die Fähigkeit ab, sicher zu schwimmen, warnte DLRG-Präsident Achim Haag. "Hier sprechen wir mittlerweile von mindestens einem, wenn nicht sogar schon zwei verlorenen Jahrgängen in der Schwimmausbildung", betonte er. Das könnte sich angesichts der beginnenden Badesaison dramatisch auswirken. Denn die Menschen träumen vom Meer, von Stränden, von Urlaubsgefühlen, Sommer und Sonne - erst recht nach der langen Corona-Starre.

Internetnutzer brauchen deutlich mehr Datenvolumen

14:23 Uhr

Die Menschen in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr Datenvolumen gebraucht - sowohl über WLAN als auch am Handy. Das schreibt die Bundesnetzagentur in ihrem neuen Jahresbericht. Über das mobile Netz haben Nutzer im Schnitt 3,1 Gigabyte im Monat verbraucht. Über das WLAN zuhause waren es 175 Gigabyte. Zum Vergleich: Vor der Pandemie lag der Durchschnitt noch bei 142 Gigabyte monatlich.

Indische Corona-Variante erreicht Region Bodensee-Oberschwaben

14:08 Uhr

In der Region Bodensee-Oberschwaben ist die indische Variante des Coronavirus angekommen. So gab es im Bodenseekreis seit Ende April bereits fünf Fälle, bestätigte das Landratsamt. Alle Betroffenen seien aber wieder genesen. Der Kreis Ravensburg zählt eigenen Angaben zufolge aktuell einen. Auch im Kreis Konstanz gibt es einen Verdachtsfall, das Sequenzierungsergebnis stehe aber noch aus, so eine Sprecherin. Die indischen Mutante steht im Verdacht, um ein Vielfaches ansteckender als der ursprüngliche Corona-Typ zu sein. Erste Studien gehen davon aus, dass die aktuellen Impfstoffe auch vor der indischen Corona-Variante schützen.

Verband appelliert: "Nicht mehr bei Ärzten nach Impfterminen fragen"

13:26 Uhr

Die Kassenärztliche Vereinigung ruft in einem Appell dazu auf, zumindest in der laufenden Woche nicht mehr wegen Terminen beim Hausarzt anzurufen. "Die Haus- und Facharztpraxen in Baden-Württemberg werden von Telefonanrufen Impfwilliger überrannt", sagte der stellvertretende KV-Vorsitzende Johannes Fechner. Zwar lasse der Wegfall der Priorisierung Menschen auf einen rasche Corona-Impfung hoffen. "Aktuell sind aber keine Erstimpfungen möglich, weil kein Impfstoff zur Verfügung steht und die Kapazitäten für die Zweitimpfungen benötigt werden", sagte Fechner. "Rufen Sie daher bitte für Impftermine nicht in den Arztpraxen an, Sie blockieren die Telefonleitungen." Ab Juni sollen die Impfstoffmengen an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte steigen, dann sollen auch Betriebsärzte nach und nach in das Impfen einbezogen werden.

Lockerungen und Öffnungen auch im Elsass

13:10 Uhr

In Frankreich gelten ab heute landesweite Lockerungen für Gastronomie, Handel, Kultur und Sport. Auch im Elsass dürfen ab heute Restaurants, Cafés und Bars im Außenbereich wieder öffnen, teilte die deutsch- französische Verbraucherzentrale mit. Neben der Gastronomie dürfen im Elsass auch alle Geschäfte wieder öffnen. Die Zahl der zugelassenen Gäste und Kunden ist aber begrenzt. Das gilt auch für Sporteinrichtungen wie Schwimmbäder und Sporthallen. Erstmals sind auch wieder Sportveranstaltungen mit Zuschauern erlaubt. Außerdem öffnen Kultureinrichtungen, wie Kinos, Theater und Museen. Die Ausgangssperre wurde verkürzt und gilt nun von 21 bis 6 Uhr. Wer ins Elsass einreisen will, muss weiterhin einen PCR-Test vorlegen. Eine Ausnahme sind Tagestouristen aus der Südpfalz. Sie dürfen sich bis zu 30 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt maximal 24 Stunden lang ohne Coronatest- Nachweis im Elsass aufhalten.

Stadtmarketingverein startet Kampagne für Corona-Impfungen

12:48 Uhr

Trotz der derzeitigen Impfstoffknappheit hat der Stadtmarketingverein von Crailsheim (Kreis Schwäbisch-Hall) heute eine multimediale Impfkampagne gestartet. Persönlichkeiten der Stadt erklären, warum sie sich impfen lassen. Viele Menschen, die sich gerne impfen lassen würden, bekommen derzeit aber keinen Termin. Trotzdem hält Stadtmarketing Geschäftsführer Volker Stanoschek den Start heute für den richtigen Zeitpunkt.

Autozulieferer mit Millionenminus

12:35 Uhr

Der Autozulieferer Eberspächer hat angesichts der Krise auf dem weltweiten Automarkt im vergangenen Jahr ein Millionenminus angehäuft. Dem Esslinger Unternehmen setzten wie den meisten seiner Konkurrenten der globale Rückgang des Autoabsatzes und zwischenzeitliche Produktionsstopps in der Corona-Krise zu. Letztlich summierten sich die Verluste zum Jahresende auf 53,1 Millionen Euro, wie Eberspächer heute mitteilte. Im Jahr 2019 hatte die Firma noch einen Gewinn von 58,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

Impfpriorisierung: Mehrheit befürwortet Aufhebung

12:30 Uhr

Fast zwei Drittel der Deutschen findet die ab Anfang Juni geplante Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung einer Umfrage zufolge gut. 65 Prozent der Befragten befürworten den Schritt, 18 Prozent lehnen ihn ab, wie am Mittwoch aus einer Mitteilung des Meinungsforschungsinstitut YouGov hervorging. Besonders unter jungen Erwachsenen sei die Zahl der Befürworter groß. Ab 7. Juni soll es in Deutschland keine Priorisierungsgruppen für die Corona-Impfungen mehr geben, unabhängig von der Art des Impfstoffs. In einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern soll das schon früher gelten.

Optikkonzern Zeiss mit Umsatzplus

12:14 Uhr

Der Optikkonzern Zeiss hat nach der Delle infolge der Corona-Pandemie wieder Tritt gefasst. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 (bis 31. März) legte der Umsatz um sechs Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen heute in Oberkochen (Ostalbkreis) mitteilte. So florierte das Geschäft mit Halbleiterfertigungs-Optiken weiter, die Nachfrage im Bereich der Medizintechnik und bei den Brillengläsern zog deutlich an.

BW: Weniger Ausländer eingebürgert

11:21 Uhr

Die Zahl der Einbürgerungen in Baden-Württemberg ist 2020 stark zurückgegangen: Insgesamt nahmen 15.945 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft an - ein Rückgang um 17 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte. Die Zahlen sind aber nur eingeschränkt vergleichbar. Als Grund dafür wurde auch die Corona-Pandemie genannt, weil im Zuge der Kontaktbeschränkungen weniger Termine vergeben werden konnten. Außerdem mussten die Beschäftigten der Einbürgerungsbehörden andernorts aushelfen.

Impftruck im Rems-Murr-Kreis wird verlängert

11:06 Uhr

Das Impftruck-Projekt soll mindestens bis Ende Juni weiter laufen und die Menschen im Rems-Murr-Kreis impfen. Das sagte Rems-Murr-Landrat Richard Sigel (parteilos) am Mittwoch bei einem Bilanz-Termin zum Impftruck in Korb. Das größte Problem sei jedoch gerade, dass der Bund zu wenig Impfstoff liefere. Wenn genug Impfstoff da sei, könne der Truck auch noch weitere drei Monate im Einsatz sein.

EZB warnt vor Gefahren für Finanzstabilität

10:51 Uhr

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht auch für die Zeit nach der Corona-Krise erhöhte Risiken für die Finanzstabilität im Euroraum. Insbesondere in einigen Ländern des Währungsgebiets seien "deutlich höhere Insolvenzquoten als vor der Pandemie nicht auszuschließen", schreibt die EZB in ihrem Finanzstabilitätsbericht. Das könnte wiederum Staaten und Banken belasten, welche die Unternehmen während der Pandemie unterstützten. "Eine höhere Schuldenlast der Unternehmen in Ländern mit größeren Dienstleistungssektoren könnte den Druck auf Regierungen und Banken in diesen Ländern erhöhen", sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bei der Vorstellung des Berichts.

Einkaufen mit Termin in zwei weiteren Kreisen ab morgen möglich

10:10 Uhr

In den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe werden ab morgen die Corona-Maßnahmen gelockert. In beiden Kreisen lag die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter 150. Einkaufen mit Termin ist dann wieder erlaubt.

Karliczek: Impfung für Kinder wird noch dauern

9:45 Uhr

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Erwartungen an schnelle Impfungen von Kindern gedämpft. "Das wird noch etwas länger dauern, weil das eine Frage der Dosis ist. Kinder reagieren in der Regel stärker auf Impfstoffe als Erwachsene", sagte Karliczek den Sendern "RTL" und "n-tv". Deshalb sei sie auch vorsichtig beim Thema Präsenzunterricht in Schulen. "Wir werden die Teststrategie beibehalten müssen", sagte die CDU-Politikerin. Auch Masken müssten weiter getragen werden. "Je mehr Menschen geimpft sind, umso sicherer ist das Schulgeschehen für die Kleineren."

Von Corona betroffene Firmen können Härtefallhilfe beantragen

9:20 Uhr

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen in Baden-Württemberg, die bei allen Hilfsprogrammen bisher leer ausgegangen sind, können nun eine sogenannte Härtefallhilfe beantragen. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, "damit können wir nun auch Unternehmen und Selbstständigen helfen, die in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, aber trotz aller Verbesserungen und Ausweitungen keinen Zugang zu einem bestehenden Hilfsprogramm haben." Demnach wird eine unabhängige Kommission über jeden Antrag entscheiden. Die Höhe orientiere sich grundsätzlich an den förderfähigen Fixkosten der Überbrückungshilfe III des Bundes, so das Ministerium.

Terrorprozess in Stuttgart nach Corona-Fall wieder verschoben

9:04 Uhr

In Stuttgart ist der Terrorprozess gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." wegen eines Corona-Falls erneut verschoben worden. In einer Justizvollzugsanstalt habe sich ein weiteres Mal ein Bediensteter oder Häftling mit dem Coronavirus angesteckt, teilte das Oberlandesgericht mit. Der heutige Verhandlungstermin wird deshalb verschoben. Zuvor hatten Fälle in der JVA Schwäbisch Hall und in der JVA Stuttgart den Justizbetrieb teilweise lahmgelegt und Verhandlungstermine platzen lassen. Angeklagt sind zwölf Männer, die laut Staatsanwaltschaft Moscheen überfallen und Muslime töten wollten, um bürgerkriegsähnliche Zustände auszulösen.

Betriebsärztinnen und Betriebsärzte impfen am Flughafen Stuttgart

8:18 Uhr

In einem Modellprojekt impfen Betriebsärzte und Betriebsärztinnen des Flughafens Stuttgart die Beschäftigten. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) informiert sich heute vor Ort. Die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte betreuen nicht nur Mitarbeitende des Flughafens, sondern auch die von Tochtergesellschaften und anderen Betrieben auf den Fildern. Sie alle sollen diese Woche am Flughafen geimpft werden. Da aber für das Modellprojekt nur 1.200 Impfdosen zur Verfügung stehen, musste priorisiert werden, teilte der Flughafen mit. So will das Sozialministerium testen, wie lange Priorisierung, Anmeldung und IT bei der betriebsärztlichen Impfung von Mitarbeitenden mehrerer Betriebe dauern und wie das funktioniert.

Kann ich mich trotz Impfung mit dem Coronavirus anstecken?

7:45 Uhr

Voll geimpft ist auch gleichbedeutend mit voll vor dem Coronvirus geschützt. Diese weit verbreitete Meinung ist leider aber nicht ganz richtig. Auch mit einer Impfung kann man sich anstecken. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering.

Zollernalbkreis weiter mit höchster Inzidenz

7:14 Uhr

Der Zollernalbkreis ist nach wie vor der Kreis mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg. Das Landesgesundheitsamt meldete gestern einen Wert von 213,3. Demnach müssen Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Dagegen sind in den Kreisen Tübingen, Reutlingen und Freudenstadt bereits am Wochenende Lockerungen zu erwarten. Unter anderem dürfen Gaststätten wieder öffnen.

Bundesweit mehr als 2.700 Demos gegen Corona-Auflagen

7:02 Uhr

Die Bundesregierung geht einem Zeitungsbericht zufolge davon aus, dass seit August 2020 bundesweit mehr als 2.700 Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden haben. 28 dieser Demonstrationen wurden vom Bundesamt für Verfassungsschutz als von Rechtsextremen durchgeführt oder dominiert eingestuft, wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zitierte. In Stuttgart hatten am Karsamstag mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen ohne Einhaltung der Hygienevorschriften demonstriert.

Baden-Württemberg plant weitere Corona-Modellprojekte

6:44 Uhr

Öffnungen im Tourismussektor, in der Kultur und bei Freizeitaktivitäten: Mit ausgesuchten Modellprojekten will Baden-Württemberg Konzepte für eine Zukunft mit weiter gesunkenen Corona-Zahlen erproben. Das Ziel: Erkenntnisse gewinnen, wie trotz Pandemie mehr Alltag einkehren kann.

Bauboom sorgt für Baustoffmangel und höhere Preise

6:36 Uhr

In der Corona-Krise boomt die Baubranche. Renovierungen, Neubauten - die Auftragsbücher der Firmen und Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg sind voll. Es gibt nur ein Problem: Es fehlt der Baustoff. Die Folge sind Bauverzögerungen und höhere Preise.

Menschen in Deutschland machen weiter viele Überstunden

6:20 Uhr

In der Corona-Pandemie haben die Beschäftigten in Deutschland im vergangenen Jahr weiterhin viele Überstunden geleistet, nämlich 1,67 Milliarden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung. Laut den Daten des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung sank zwar die Zahl der Überstunden im Vergleich zum Vorjahr um knapp 200 Millionen. Doch beim Anteil der Überstunden am Arbeitsvolumen hat sich wenig getan. Es betrug 3,2 Prozent. Das waren nur 0,3 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor.

Kritik an Inzidenz als alleinigem Wert für Öffnungen

6:03 Uhr

An der Sieben-Tage-Inzidenz als ausschlaggebendes Maß für Einschränkungen oder Lockerungen gibt es zunehmende Kritik. Der Epidemiologe Dietrich Rothenbacher von der Universität Ulm bezeichnete die Inzidenz als "sehr grobe Ausrichtung", in der unter anderem die besondere Bedrohungslage nicht optimal abgebildet würde. Je höher der Anteil der Geimpften in einer Bevölkerungsgruppe, desto geringer sei die Gefahr für schwere Verläufe und Sterbefälle und die weitere Verbreitung des Virus, sagte das Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. Rothenbacher schlägt vor, unter anderem die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in einer Woche regional und nach Altersgruppen aufzuschlüsseln. Auch der Anteil der positiven Tests an allen Testungen in den unterschiedlichen Altersgruppen müsse bei der Bewertung der Bedrohungslage berücksichtigt werden.

Bundesweite Inzidenz geht weiter zurück

5:31 Uhr

Die bundesweite Inzidenz ist weiter gesunken. Heute Morgen gab das Robert-Koch-Institut (RKI) den Wert mit 72,8 an, gestern lag der Wert bei 79,5. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 11.040 Neuinfektionen. Zum Vergleich: Am vergangenen Mittwoch waren es rund 4.000 mehr. Aufgrund des Feiertags und des Brückentags in der vergangenen Woche können die Zahlen verzerrt sein. Laut Laborverband ALM ging die Zahl der Labortests im Vergleich zu den Vorwochen deutlich zurück: Vom 10. bis 16. Mai seien etwa 933.000 PCR-Tests erfasst worden, rund 160.000 weniger als in der Woche zuvor.

Bundsfamilienministerin fordert Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen

5:17 Uhr

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat eine schnelle Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen gefordert. "Wir müssen jetzt gucken, dass die Kinder Schritt für Schritt in die Normalität zurückkehren können", sagte Giffey am Abend im RBB. "Und wenn wir über Außengastronomie reden, dann müssen wir genauso darüber reden, wie kommen wir jetzt wieder zu einem vollen Regelbetrieb zurück." Giffey sagte, die Rückkehr zum Regelbetrieb müsse durch "Schützen, Testen, Impfen und ganz klar auch durch eine Kokon-Strategie" begleitet werden. Das bedeute, dass Eltern und Fachkräfte, die mit Kindern in Kontakt seien, eine Möglichkeit haben sollten, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Reisebüros in Karlsruhe leiden unter Regel-Chaos

5:13 Uhr

Die Pfingstferien stehen vor der Tür und viele Menschen sehnen sich nach Urlaub. Aber die Reisebeschränkungen sind kompliziert und unterscheiden sich von Land zu Land stark. Das spüren auch die Reisebüros.

Österreichs Lokale und Hotels dürfen wieder öffnen

5:11 Uhr

Nach monatelangem Lockdown dürfen in Österreich ab heute Cafés, Bars und Restaurants, aber auch Hotels und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Besucht werden dürfen nicht nur die Außenbereiche, sondern auch die Innenräume der Lokale - dort ist allerdings nur eine geringere Auslastung erlaubt. Voraussetzung für den Besuch von Lokalen, Hotels und Kulturveranstaltungen ist ein negativer Corona-Test, ein vollständiger Corona-Impfschutz oder eine überstandene Infektion. In Museen ist dieser Nachweis nicht erforderlich.

Mittwoch, 19. Mai 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

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Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

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