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Intensivmediziner warnen vor Engpässen in Kliniken

15:21 Uhr

Intensivmediziner haben die neuen bundesweiten Corona-Maßnahmen begrüßt. Gleichzeitig warnen sie angesichts steigender Zahlen von Corona-Intensivpatienten vor Engpässen in Krankenhäusern. Ein Problem sei, dass sich immer mehr Klinikmitarbeiter ansteckten und damit ausfielen, sagte der Präsident der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Jansens. Er kritisierte, dass es von der Politik keine Maßnahmen gebe, um die Krankenhäuser schrittweise wieder auf einen Corona-Notfall-Betrieb umzustellen. Dazu gehöre auch, verschiebbare Eingriffe auszusetzen. Aus Angst vor Einnahmeverlusten werde in den meisten Kliniken das Routineprogramm fortgeführt. Der Staat müsse hier finanziell unterstützen.

Was bringt der angekündigte "Lockdown light"?

15:01 Uhr

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll es bundesweit einen sogenannten Lockdown light geben. So gelten ab Montag bis Ende November unter anderem verschärfte Kontaktbeschränkungen. Führende Virologen sehen die Maßnahmen kritisch, weil sie nicht weitgehend oder zielgerichtet genug seien. Tatsächlich fehlen Erfahrungswerte - und auch die Rolle der Schule ist umstritten.

Maßnahmen gegen Corona Was bringt ein "Lockdown light"?

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll es in Deutschland einen sogenannten "Lockdown light" geben. Führende Virologen halten das für nicht effektiv. Tatsächlich fehlen Erfahrungs…  mehr...

Museumsbund fordert Ausgleich für Schließungen

13:43 Uhr

Für die vorübergehende Schließung von Museen wegen der Corona-Pandemie fordert der Deutsche Museumsbund einen finanziellen Ausgleich. "Auch Museen arbeiten wirtschaftlich, es gibt zudem viele private und vereinsgeführte Museen, die laufende Kosten haben", sagte der Präsident des Deutschen Museumsbundes und Direktor des Badischen Landesmuseums, Eckart Köhne. Er wies darauf hin, dass Museen freie Mitarbeiter und Solo-Selbstständige beschäftigen. "Da sehen wir uns als Museen genauso wie Wirtschaftsunternehmen."

Viele BW-Bürgermeister kritisieren neue Corona-Regeln

13:21 Uhr

In einem gemeinsamen Appell an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kritisieren 35 Oberbürgermeister die für November geplanten Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Unter anderem Tübingens Stadtoberhaupt Boris Palmer (Grüne) und die Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Aalen, Friedrichshafen und Böblingen unterzeichneten den Brief. Sie fordern darin gelockerte Corona-Maßnahmen und Ausnahmen für Gastronomie und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg. Die Betriebe seien als Treiber des Infektionsgeschehens von geringer Bedeutung. Zudem trauen die Oberbürgermeister der Zusage nicht, dass die Maßnahmen nur bis Ende November gelten sollen. Wegen fehlender Effektivität der Auflagen seien fortgesetzte Auflagen "bis zum Frühjahr" denkbar, was gravierende Strukturbrüche zur Folge habe. Die Oberbürgermeister befürchten, mit den neuen Regeln den Rückhalt der Bürger für die Corona-Politik zu verlieren.

Bereits mehr als 30 Rathauschefs dabei Gemeinsamer Appell: Bürgermeister aus ganz Baden-Württemberg kritisieren neue Corona-Regeln

Ein Brief an Ministerpräsident Kretschmann sorgt für Wirbel: Mehr als 30 Bürgermeister aus allen Regionen Baden-Württembergs zweifeln daran, die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ihren Bürgern überzeugend erklären zu können.  mehr...

Stadt Stuttgart sagt Weihnachtsmarkt ab

13:15 Uhr

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Das gaben die Stadt und der Veranstalter bekannt. "Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber die aktuelle Infektionslage lässt das Beisammensein auf engem Raum nicht zu", sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). Alternativ werde es einzelne, in der Innenstadt verteilte Verkaufsstände geben. Imbiss- und Getränkestände sollen dabei nicht erlaubt sein, lediglich Buden mit weihnachtlichen Angeboten oder Süßwarenhändler, die Waren zum Mitnehmen anbieten.

Positiver Corona-Test bei Pforzheimer Oberbürgermeister

12:57 Uhr

Der Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Boch befinde sich seit gestern in häuslicher Quarantäne, teilte die Stadt mit. "Der Oberbürgermeister ist derzeit symptomfrei und arbeitet von zu Hause aus weiter." Seine Kontaktpersonen wurden ebenfalls in Quarantäne geschickt. Der Erste Bürgermeister Dirk Büscher (CDU) habe Bochs Vertretung übernommen. Der Oberbürgermeister bleibe mindestens bis zum 5. November in häuslicher Isolation, hieß es.

Polizeigewerkschaft lehnt "Maskenpolizei" ab

12:14 Uhr

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht den Einsatz der Bundespolizei für die Kontrolle von Corona-Maßnahmen kritisch. "Meine Kollegen wollen keine Maskenpolizei sein", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek im SWR. Zuvor hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärt, tausende Bundespolizisten einzusetzen, um die Corona-Auflagen überwachen zu lassen, etwa in Großstädten, an Flughäfen und in Bahnhöfen. "Das ist die Ultima Ratio, dass die Bundespolizei eingesetzt wird. Eigentlich ist es die Aufgabe der Gesundheitsämter und der Ordnungsämter", so Radek weiter.

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Zwangspause für Amateurfußball

12:02 Uhr

Der Spielbetrieb im baden-württembergischen Amateurfußball wird nach den Entscheidungen der Politik mit sofortiger Wirkung bis Ende November eingestellt. Damit werden schon an diesem Wochenende keine Partien mehr ausgetragen. Diese Regelung haben der Württembergische, der Südbadische und der Badische Fußballverband beschlossen. Sie betrifft den Spielbetrieb von der Oberliga abwärts und gilt auch für Pokal- und Freundschaftsspiele.

Ex-Justizminister nennt Gastronomie-Schließung "völlig unverhältnismäßig"

11:59 Uhr

Der Lörracher SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger kritisiert die Schließung der Gastronomie im Rahmen des Teil-Lockdowns im November. Der frühere baden-württembergische Justizminister hält die Schließung der Gastronomie für "völlig unverhältnismäßig und überzogen". Stickelberger forderte gegenüber dem SWR auch eine stärkere Beteiligung der Parlamente an der Corona-Politik.

Gaststättenverband will vorerst nicht klagen

11:44 Uhr

Der Hotel- und Gaststättenverband in Baden-Württemberg (Dehoga) will vorerst doch nicht gegen die neuen Corona-Beschränkungen klagen. Man wolle die gestern getroffenen Beschlüsse zunächst sorgfältig prüfen, so der Vorsitzende Fritz Engelhardt im SWR. Wichtig sei, dass die vom Bund versprochenen Entschädigungen schnell ausgezahlt würden. Am Morgen hatte Engelhardt noch eine Klage erwogen, da die einmonatige Schließung von Restaurants unverhältnismäßig sei.

Rundfahrten auf dem Bodensee eingestellt

11:39 Uhr

Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten ab Montag bis auf Weiteres keine Rundfahrten mehr an. Grund sind die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Fähre zwischen Friedrichshafen (Bodenseekreis) und Romanshorn (Schweiz) verkehrt laut BSB weiterhin nach Fahrplan, allerdings ohne Gastronomiebetrieb.

Schiffe bleiben in den Häfen Keine Rundfahrten mehr auf dem Bodensee

Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten ab Montag bis auf Weiteres keine Rundfahrten mehr an. Grund sind die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.  mehr...

Pandemie sorgt für massiven Einbruch der Wirtschaft

11:33 Uhr

Das Bruttoinlandsprodukt in Baden-Württemberg ist im zweiten Quartal 2020 nach bisherigen Berechnungen des Statistischen Landesamts um 13,9 Prozent im vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Die Einschränkungen durch das Coronavirus im In- und Ausland hätten sich in dem Quartal deutlich gezeigt, hieß es in der am Vormittag veröffentlichten Mitteilung der Statistikexperten. Die Wirtschaftsleistung sei demnach auf den tiefsten Stand seit neun Jahren gesunken. Stabil hielt sich nur das Bauhauptgewerbe. Bundesweit lag das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni 2020 um 11,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Kabinett will Einschränkungen in Sondersitzung beschließen

11:09 Uhr

Das baden-württembergische Regierungskabinett will nach Angaben des Staatsministeriums am Nachmittag in einer Sondersitzung über die jüngsten Corona-Auflagen von Bund und Ländern beraten und deren Umsetzung beschließen. Nach derzeitigem Stand der Planung sollten die Entscheidungen danach in Verordnungen formuliert und "zum Wochenende hin" in den Umlauf der Ministerien gebracht werden, so ein Sprecher. Rechtzeitig zur Sondersitzung des Landtags am Freitag läge die Hauptverordnung im Entwurf wahrscheinlich aber nicht vor.

Porsche trotz Einbußen mit zweistelliger Rendite

11:01 Uhr

Porsche macht in der Corona-Krise etwas Boden gut und liegt mit seiner Rendite nach drei Quartalen knapp im angepeilten zweistelligen Bereich. Vom Niveau des Vorjahres ist der Stuttgarter Sportwagenbauer allerdings immer noch ein ganzes Stück entfernt, wie aus den am Vormittag veröffentlichten Zahlen des Mutterkonzerns Volkswagen hervorgeht. Demnach summieren sich die Erlöse der Porsche AG, zu der auch Finanzdienstleistungen gehören, bis Ende September auf rund 19,4 Milliarden Euro - gut fünf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das operative Ergebnis liegt mit rund zwei Milliarden Euro weiterhin sogar um mehr als ein Viertel unter Vorjahresniveau. Daraus ergibt sich immer noch eine im Branchenvergleich weit überdurchschnittliche Rendite von 10,4 Prozent.

Intensivmediziner warnen vor Überlastung

10:43 Uhr

Auf Deutschlands Intensivstationen rollt in der Corona-Pandemie eine Covid-19-Welle zu, die jene vom Frühjahr weit übertreffen könnte. "Es ist jetzt schon nachweislich schlimmer als im Frühjahr", sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). "In 14 Tagen haben wir die schweren Krankheitsfälle und unsere großen Zentren kommen unter Maximalbelastung." Kliniken müssten sich deshalb bereits jetzt fragen, bei welchen Patienten sie vereinbarte Operationen guten Gewissens verschieben könnten. Die Devise könne nur lauten: "Fahrt runter!".

Städtetag hält vierwöchige Einschränkungen für überzogen

10:40 Uhr

Die Dauer der von Bund und Ländern geplanten vierwöchigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist aus Sicht des baden-württembergischen Städtetags zu lang. "Einen sehr kurzen Lockdown von einer Woche, maximal zwei Wochen könnten wir akzeptieren", sagte Vorstandsmitglied Gudrun Heute-Bluhm. Insbesondere die Gastronomie, Kultureinrichtungen und Sportvereine treffe die Maßnahme sehr stark. Anders als private Kontakte seien diese aber nicht die treibenden Kräfte hinter den bundesweit voranschreitenden Corona-Infektionszahlen.

Kretschmann lobt großen Rückhalt für Corona-Maßnahmen

10:31 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist zuversichtlich, dass die Bürger die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen mittragen werden. Zwar sei die Kritik bei einigen sehr laut, aber "In Wirklichkeit wissen wir aus Umfragen: Es sind nur 12 Prozent, die die Maßnahmen für zu scharf halten. Fast 30 Prozent halten sie nicht für scharf genug", so Kretschmann im SWR, der damit die Ergebnisse des aktuellen BW-Trend von Mitte Oktober aufgriff. Er sei dankbar für den großen Rückhalt in der Bevölkerung. Die Kritik von Gastronomen ist nach Kretschmanns Ansicht kein Grund, die Maßnahmen nicht umzusetzen. Bei 75 Prozent der Neuinfektionen sei der Ort der Ansteckung nicht mehr feststellbar. Deswegen müssten alle Kontakte so weit wie möglich vermieden werden, "sonst brechen wir die Welle einfach nicht."

Profi-Sportler sorgen sich um ihre Zukunft

10:18 Uhr

Die Basketballer von Ratiopharm Ulm haben enttäuscht auf die Ankündigung der Bundesregierung reagiert, mindestens bis Dezember ohne Fans spielen zu müssen. "Das ist sehr bitter. Das tut uns allen weh", sagte der Spieler Thomas Klepeisz am Mittwochabend nach der 76:81-Niederlage im Eurocup-Heimspiel gegen Malaga. Die Spieler machten sich Sorgen um die Zukunft. "Wir hoffen, dass wir noch länger spielen dürfen." Ratiopharm Ulm wird im November voraussichtlich zwei Partien als Geisterspiele in der Arena austragen müssen. Am Mittwochabend waren noch 600 Zuschauer, zehn Prozent der Kapazität, zugelassen.

Ulm verliert Eurocup-Heimspiel gegen Malaga

Europa-Park-Gründer überrascht von Lockdown

10:11 Uhr

Der Europa-Park in Rust (Ortenaukreis) wird nach Einschätzung der Unternehmensleitung von den neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sehr hart getroffen. Das sei besonders bitter, weil Hotels, Gastronomie, Freizeitparks und Erlebnisbäder keine Treiber des Infektionsgeschehens gewesen seien, teilte der Gründer des Freizeitparks, Roland Mack am Vormittag mit. "Für uns kommt die Entscheidung auch überraschend, weil wir uns auf die Zusicherung der Politik verlassen haben, es werde keinen erneuten Lockdown geben." Es stehe aber außer Frage, dass die Gesundheit aller Gäste und der Mitarbeiter oberste Priorität habe. "Wir setzen darauf, dass diese Schließung sich wirklich nur auf diesen begrenzten Zeitraum beschränkt."

Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

10:01 Uhr

Den zweiten Monat in Folge ist die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg leicht zurückgegangen - trotz Corona-Krise. Im Oktober waren in Baden-Württemberg 274.271 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren knapp über 15.000 Personen weniger als im September. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Baden-Württembergs Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) mahnte in Hinblick auf die bevorstehenden Corona-Maßnahmen zu wenig Euphorie: "Der leichte Herbstaufschwung am Arbeitsmarkt ist angesichts des bevorstehenden Teil-Lockdowns äußerst fragil", sagte sie am Vormittag. Man dürfe die Menschen mit mit diesen massiven Einschnitten nicht alleine lassen und müsse um jeden Arbeitsplatz kämpfen, so die CDU-Politikerin.

Landes-CDU schlägt Bundesparteitag bis Mitte Januar vor

9:55 Uhr

Die CDU in Baden-Württemberg fordert die Parteiführung in Berlin auf, den abgesagten Bundesparteitag in Stuttgart bis zum 16. Januar 2021 einzuberufen. Sei dies aufgrund der Corona-Lage nicht möglich, solle der Wahlparteitag erst um Ostern, also Anfang April 2021, stattfinden, heißt es in einem Schreiben des Generalsekretärs der baden-württembergischen CDU, Manuel Hagel, an den Generalsekretär der Bundes-CDU, Paul Ziemiak. "Unsere Demokratie darf keine Pause machen, sie darf nicht entbehrlich werden", so Hagel. "Deshalb dürfen Parlamente nicht aufhören zu tagen, dürfen Wahlen nicht ausfallen und müssen Parteien zeigen, dass sie funktionsfähig bleiben."

Experten warnen vor Pleitewelle in Gastronomie

9:48 Uhr

Das Coronavirus-Maßnahmenpaket der Bundesregierung für die kommenden vier Wochen stößt in der angeschlagenen Hotel- und Gastronomiebranche auf heftige Kritik. Der Lockdown könnte im ersten Quartal 2021 zu einer Pleitewelle führen, so die Warnung der Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel. Etwa 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland drohe demnach im ersten Quartal 2021 eine Pleite. In Baden-Württemberg betreffe das knapp 12 Prozent. Der baden-württembergische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) rechnet mit "dramatischen" Auswirkungen auf die Branche, Tausende von Betrieben im Land seien in ihrer Existenz bedroht.

Merkel bezeichnet Maßnahmen als "geeignet, erforderlich und verhältnismäßig"

9:36 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Deutschen Bundestag die dramatische Entwicklung in der Pandemie deutlich gemacht und die vereinbarten Maßnahmen gerechtfertigt. Ginge die Entwicklung so weiter, wäre die Intensivmedizin schon bald überfordert, so Merkel in ihrer Regierungserklärung. Die beschlossenen Maßnahmen seien "geeignet, erforderlich und verhältnismäßig". Es sei dringend notwendig, die Kontaktketten der Neuinfizierten wieder verfolgen zu können. Dies sei derzeit nicht der Fall.

Bundesweite Einschränkungen Live: Regierungserklärung zu Corona-Maßnahmen

Nach dem Beschluss neuer Corona-Maßnahmen erläutert Bundeskanzlerin Merkel die Entscheidung der Regierung. Anschließend debattiert der Bundestag über die ab Montag geltenden Einsc…  mehr...

SWR-Dokumentation geht Ursprüngen der Proteste auf den Grund

9:33 Uhr

Unbescholtene Bürger, die Seite an Seite mit Rechtsradikalen, Esoterikern und Verschwörungstheoretikern gegen die Corona-Maßnahmen marschieren. Darunter Unternehmer, alleinerziehende Mütter, Lehrer, ganz normale Familien. Ihnen gemeinsam: der Frust, die Wut und der Hass auf die Corona-Maßnahmen und die "Eliten", die sie verordnet haben. Woher kommen dieser Frust und diese Wut ausgerechnet im reichen Baden-Württemberg? SWR-Redakteur Kolja Schwartz hat sich auf Spurensuche begeben.

Sorge vor Ausfall des Weihnachtsgeschäfts

9:23 Uhr

Nach der Verkündung der verschärften Coronavirus-Maßnahmen zeigt sich der Einzelhandel vielerorts geschockt. Sven Hahn von der City-Initiative Stuttgart befürchtet, dass alle Branchen darunter leiden werden. Das Weihnachtsgeschäft werde dieses Jahr definitiv nicht stattfinden, so Hahn im SWR.

Besuchsverbot in Klinikum

8:57 Uhr

Im Städtischen Klinikum Karlsruhe gilt ab heute wieder ein Besuchsverbot. Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen im Landkreis und der Stadt Karlsruhe sehe sich das Klinikum zum Schutz der Patienten und des Personals zu dem Schritt gezwungen, heißt es auf der Internetseite des Klinikums. Das Besuchsverbot gilt auf unbestimmte Zeit. Ausnahmen werde es nur für Eltern minderjähriger Kinder, Partner bei einer Geburt und bei Sterbenden geben.

Vorsitzender des Weltärztebundes will schnellere Umsetzung

8:54 Uhr

Aus Sicht des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, kommen die neuen Corona-Maßnahmen sehr spät. "Nach meiner Auffassung kommen sie auf den allerletzten Drücker. Ich frage mich auch, warum wir dem Virus jetzt noch bis Montag Zeit geben müssen", sagte der Mediziner im SWR. "Inzwischen steigen ja auch wieder die Zahlen auf den Intensivstationen, steigen die Zahlen der Erkrankten in Krankenhäusern, und auch die Todeszahlen steigen wieder an. Es ist, so furchtbar das klingt, sogar schlimmer, als ich ursprünglich befürchtet hatte." Er sei von 20.0000 Neuinfektionen pro Tag zum Jahresende ausgegangen. Diese werden wir jetzt wahrscheinlich schon in der nächsten oder übernächsten Woche erreicht haben, wie der Mediziner einschätzt.

Intendant der Staatstheater wirft Verantwortlichen Symbolpolitik vor

8:41 Uhr

Mit ihren massiven Einschnitten in den Alltag der Gesellschaft betreibt die Politik nach Ansicht des Intendanten der Württembergischen Staatstheater auch Symbolpolitik. "Wir werden in Mithaftung genommen für eine Symbolpolitik", sagte der geschäftsführende Intendant des renommierten Stuttgarter Drei-Sparten-Hauses, Marc-Oliver Hendriks. Es gebe bislang keinen Beleg dafür, dass sich Menschen in Theatern, Opern oder beim Ballett infiziert hätten. "Theater sind sichere Orte", sagte Hendriks. "Es wirkt auf mich vielmehr ein bisschen so, als nehme man die attraktiven Dinge aus den Schaufenstern, nur damit die Leute zu Hause bleiben."

Linken-Parteichef: "Hilfen greifen zu kurz"

8:19 Uhr

Nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern zu neuen Corona-Beschränkungen fordert Linken-Parteichef Bernd Riexinger mehr Unterstützung für besonders betroffene Branchen. Im SWR Tagesgespräch sagte Riexinger, er mache sich bei den neuen Beschränkungen vor allem "Sorgen um die sozialen Folgen der Maßnahmen". Dabei verweist Riexinger vor allem auf Solo- Selbstständige, die Gastronomie und die Kultur- und Veranstaltungsbranche. "Die Hilfen der Bundesregierung greifen zu kurz", so Riexinger weiter.

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Landtag kommt zu Sondersitzung zusammen

8:09 Uhr

Der Landtag von Baden-Württemberg soll am Freitag zu einer Sondersitzung zu den Corona-Maßnahmen zusammenkommen. Die für Donnerstag geplante Sondersitzung des Landtagspräsidiums entfalle stattdessen, teilte Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) den Fraktionsvorsitzenden in einer E-Mail mit. Sie habe zuvor den Wunsch der Fraktionen nach einer Sondersitzung des Plenums vernommen. Zuvor hatten unter anderem Grüne und SPD eine Sitzung des Plenums zum Thema gefordert, auch CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart setzte sich für die Sondersitzung ein. Im SWR hatte SPD-Fraktionschef Andreas Stoch eingefordert, das Parlament einzubeziehen.

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Mittelständische Wirtschaft: Kultur ist nicht nur Freizeitvergnügen

7:52 Uhr

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Baden-Württemberg hat die neu beschlossenen Corona-Maßnahmen kritisiert. Es werde der Eindruck erweckt, "dass Freizeit-Einrichtungen inklusive Theater, Konzert, Kino oder Kabarett dem reinen Vergnügen dienen", so Landessprecher Ulrich Köppen. Vielmehr sei es so, dass gerade die im Ausland bewunderte, vielfältige deutsche Kulturlandschaft von der Basisversorgung bis hin zu Spitzenleistungen von Selbstständigen und Kleinstfirmen realisiert werde. Der gesamte Kulturbetrieb sei ein milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor und für deren Macher kein Freizeitvergnügen.

Merkel gibt Regierungserklärung ab

7:44 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt am Vormittag im Bundestag eine
Regierungserklärung ab. Darin will sie die gestern von Bund und Ländern
einstimmig beschlossenen Anti-Corona-Maßnahmen
erläutern.
Gastronomie-, Kultur- und Sporteinrichtungen sollen ab Montag bis Ende
November schließen. Außerdem dürfen sich nur noch höchstens zehn
Personen aus zwei Haushalten treffen. Schulen, Kitas sowie der Groß- und
Einzelhandel bleiben dagegen geöffnet.

BW-Wirtschaftsministerin kritisiert Maßnahmen

7:28 Uhr

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen als zu weitgehend kritisiert. "Aus meiner Sicht hätten auch weniger einschneidende Maßnahmen, etwa eine Erweiterung der Sperrstundenregelung, ausgereicht", so die CDU-Politikerin. Weitere Hilfen für die Wirtschaft seien angesichts der beschlossenen Maßnahmen dringend notwendig. Zum Beispiel die Überbrückungshilfe müsse aus Sicht der Ministerin verlängert und deutlich ausgeweitet werden.

Nachbarländer setzen weitreichende Maßnahmen um

7:23 Uhr

In Folge der stark steigenden Infektionszahlen reagieren Baden-Württembergs Nachbarländer mit weitreichenden Maßnahmen. So gelten seit Mitternacht in der Schweiz strengere Regeln wie beispielsweise eine Sperrstunde für Restaurants und Bars. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen neuen Lockdown angekündigt, der ab morgen gelten soll. Um auf die Straße zu gehen, werden die Bürger wieder Bescheinigungen ausfüllen müssen, dass sie einen triftigen Grund dafür haben, kündigte Macron in einer Fernsehansprache an. 

Bundesregierung will Grenzen nicht wieder schließen

7:18 Uhr

Trotz der gestern verkündeten weitreichenden Einschränkungen will die Bundesregierung, anders als im Frühjahr, die Grenzen diesmal nicht schließen. "Wir müssen alles tun, um Grenzschließungen auch weiterhin zu vermeiden", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der "Wirtschaftswoche". Der Europäische Binnenmarkt setze voraus, dass Lieferketten auch in Pandemiezeiten funktionierten, so der CDU-Politiker. Diesbezüglich habe man aus dem ersten Shutdown gelernt. Bereits vor rund einer Woche hatten mehrere Ministerpräsidenten, darunter Baden-Württembergs Landeschef Winfried Kretschmann (Grüne), betont, alles tun zu wollen, um Grenzschließungen zu verhindern.

Kretschmann: Verhängung von zweitem Lockdown "ist sehr viel härter"

7:00 Uhr

Die Verhängung des zweiten Lockdowns ist nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) deutlich schwerer als die des ersten. "Nach den Lockerungen dann nochmal ganz hart reingehen zu müssen, das ist sehr viel härter", sagte er gestern Abend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". Auf die Frage, warum entschieden wurde, Schulen dieses Mal offen zu halten, sagte Kretschmann: "Wir wissen, das hat die Familien enorm unter Stress gesetzt. Enorm. Wir haben das kaum mehr organisiert bekommen."

Umfassende Beschränkungen und Schließungen So begründet Ministerpräsident Kretschmann die neuen Corona-Beschlüsse

In einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Baden-Württembergs Regierungschef Kretschmann trat anschließend vor die Kameras.  mehr...

Voraussichtlich am Freitag Sondersitzung des Landtags

6:45 Uhr

Der baden-württembergische Landtag wird voraussichtlich morgen in einer Sondersitzung die neuen Corona-Maßnahmen beraten. Nach SWR-Informationen will CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart im Landtagspräsidium für eine Sondersitzung des Parlaments werben. Auch die Grünen sind für eine Sondersitzung, sagte Fraktionschef Andreas Schwarz dem SWR. Demnach soll Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) das Parlament dann über die neuen Corona-Maßnahmen informieren. Auch eine Abstimmung über die neue Verordnung kann Schwarz sich vorstellen. Zuvor hatten bereits SPD- und FDP-Fraktion eine Sondersitzung des Parlaments verlangt, nachdem die Beschlüsse zu neuen Corona-Maßnahmen bekannt geworden waren. Solch weitreichende Entscheidungen gehörten in die Parlamente, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Stoch. Die FDP hatte zudem eine Abstimmung gefordert.

Erneut bundesweit mehr Neuinfektionen

6:35 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist weiter gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen 16.774 neu registrierte Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Gestern lag die Zahl noch bei knapp 15.000. Insgesamt sind damit rund 481.000 Corona-Infektionen in Deutschland bekannt.

Donnerstag, 29.10.2020

Das war der Mittwoch in Baden-Württemberg

So will Baden-Württemberg die zweite Corona-Welle brechen

20:19 Uhr

Gemeinsam mit den anderen 15 Bundesländern hat auch Baden-Württemberg am Mittwoch erneut einscheidende Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen. Dies ist im Einzelnen geplant:

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BW-Gastronomen bangen um ihre wirtschaftliche Existenz

19:44 Uhr

Aufgrund der vielen Corona-Infektionen will die Landesregierung erneut die Restaurants im ganzen Land für Besucher schließen - Speisen können nur noch abgeholt oder geliefert werden. Viele Gastronomen sorgen um ihre wirtschaftliche Existenz.

Sport, Kultur, Gastronomie und Wirtschaft in Sorge Kritik an Corona-Maßnahmen: Gaststättenverband will vorerst nicht klagen

Nachdem Bund und Länder die neuen, ab 2. November gültigen, Coronavirus-Maßnahmen beschlossen haben, wächst in vielen Bereichen die Sorge vor den Folgen. Einige Branchen sehen für die Zukunft schwarz.  mehr...

Kretschmann warnt wegen Corona vor akuter Gesundheitsnotlage

18:33 Uhr

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warnt angesichts der drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer akuten nationalen Gesundheitsnotlage. "Die Lage hat sich dramatisch zugespitzt", sagte der Regierungschef am Mittwochabend in Stuttgart. Es gehe jetzt um Schnelligkeit und Konsequenz, so Kretschmann. An Beispielen mehrerer Nachbarländer sehe man, wie dramatisch sich die Situation entwickelt habe. Auch in Baden-Württemberg steige die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen, viele Infektionsketten könnten nicht mehr nachverfolgt werden.

Umfassende Beschränkungen und Schließungen So begründet Ministerpräsident Kretschmann die neuen Corona-Beschlüsse

In einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Baden-Württembergs Regierungschef Kretschmann trat anschließend vor die Kameras.  mehr...

2.402 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

18:16 Uhr

Das Landesgesundheitsamt hat am Mittwoch 2.402 neue Corona-Infizierte für Baden-Württemberg ans Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Krise mindestens 75.137 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Laut Behörden sind mindestens 1.999 an oder mit Covid-19 gestorben. Die Inzidenz (7-Tages-R) wird mit 95,9 Infizierte pro 100.000 Einwohner angegeben und ist damit erneut gestiegen (89,9 am Dienstag). Den höchsten Wert weist der Stadtkreis Heilbronn mit 158 auf. Direkt dahinter liegt der Alb-Donau-Kreis mit einem Wert von 157,8. Die Stadtkreise Pforzheim (155,6) und Mannheim (153,2) weisen ebenfalls sehr hohe Werte auf. Insgesamt liegen 15 Stadt- und Landkreise über der Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz.

Corona-Sondersitzung des Landtagspräsidiums

18:01 Uhr

Das Präsidium des baden-württembergischen Landtags wird am Donnerstag (14 Uhr) in einer öffentlichen Sondersitzung die Anti-Corona-Maßnahmen beraten. Eine Sondersitzung des Parlaments selbst sei nicht geplant, sagte ein Parlamentssprecher in Stuttgart. Genau das fordert aber die SPD-Fraktion. Noch vor Inkrafttreten der vierwöchigen Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen will die SPD über die Maßnahmen debattieren. Fraktionschef Andreas Stoch will am Freitag eine Sondersitzung des Landtags, wie sie Bayern in seinem Landesparlament bereits angekündigt hat. Man dürfe jetzt nicht nur von Parlamentsbeteiligung sprechen, sondern auch danach handeln. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke fordert zudem eine Abstimmung über die neuen Maßnahmen. Derart massive Schritte könnten nicht auf dem Verordnungsweg eingeleitet werden.

Bund will touristische Übernachtungen verbieten

17:18 Uhr

Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungen im Inland im November verbieten. Diese dürften nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden. Dies ist einer der Beschlüsse der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Mittwoch.

Kitas und Schulen bleiben vorerst geöffnet

17:09 Uhr

Schulen und Kindergärten sollen trotz der stark steigenden Corona-Zahlen auch im November verlässlich geöffnet bleiben. Darauf einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Bund und Länder bei einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch.

Mehr als 50 Infizierte in Seniorenheim in Plankstadt

16:40 Uhr

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Plankstadt (Rhein-Neckar-Kreis) ist die Zahl der Infizierten deutlich gestiegen. Insgesamt wurden dort laut Rhein-Neckar-Kreis 52 Personen positiv auf das Virus getestet. Es handelt sich um 40 Bewohner und zwölf Beschäftigte. Für das Heim wurden ein Besuchsverbot und ein Aufnahmestopp verhängt. Bei den meisten der positiv Getesteten verlaufe die Infektion bislang ohne Symptome, teilte die Heimleitung mit.

Steigende Nachfrage beim Krisentelefon der Uniklinik Tübingen

16:35 Uhr

Die Telefonhotline des Zentrums für psychische Gesundheit der Uniklinik Tübingen spürt eine steigende Nachfrage. Mit der Herbstwelle und der Kontaktbeschränkung befinden sich viele Menschen erneut in einer Ausnahmesituation, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik. Das führe zu Dauerbelastung, löse Ängste aus. Bereits bestehende psychische Belastungen könnten sich verschlimmern. Helfen könne da das Krisentelefon des Zentrums für Psychische Gesundheit.

Immer mehr Menschen haben psychische Probleme Krisentelefon der Uniklinik Tübingen wegen Corona sehr gefragt

Die Telefonhotline des Zentrums für psychische Gesundheit der Uniklinik Tübingen spürt eine steigende Nachfrage. Sie bietet schnelle Hilfe für Menschen in Ausnahmesituationen.  mehr...

Gastronomie soll schließen - Schulen, Kitas und Einzelhandel bleiben offen

16:20 Uhr

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wollen Bund und Länder Gastronomiebetriebe ab 2. November für den restlichen Monat schließen. Davon ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause, Kantinen sollen offen bleiben dürfen. Schulen und Kindergärten sollen trotz der stark steigenden Corona-Zahlen auch im November verlässlich geöffnet bleiben. Das gilt auch für den Einzelhandel. Allerdings dürfe sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch.

Profisport nur noch ohne Zuschauer

16:02 Uhr

Angesichts der dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen wollen Bund und Länder den Profisport im November nur noch ohne Zuschauer zulassen. Das gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den virtuellen Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Kontakte in Öffentlichkeit sollen nur noch beschränkt möglich sein

15:54 Uhr

Bund und Länder wollen angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen den gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestatten. Ab wann diese Regelung gilt, liegt dem SWR noch nicht vor. Die Regelung gelte verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Zuerst hatte die Bild-Zeitung über diese Einigung berichtet.

Freizeiteinrichtungen sollen im November weitgehend schließen

15:49 Uhr

Bund und Länder wollen wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

Erneute Reisewarnung für die ganze Türkei ab 9. November

15:40 Uhr

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmen für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit.

Wieso der Frust über die Corona-Maßnahmen seinen Ursprung in BW hat

15:35 Uhr

In Stuttgart fing alles an: Im April kamen rund 50 Menschen zusammen, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu demonstrieren. Seitdem hat sich viel getan. Wieso aber nahm die kritische Bewegung in Baden-Württemberg ihren Anfang? Der Politologe Erik Flügge gibt dazu im Interview Erklärungen.

Politologe Erik Flügge im Interview Wieso der Ursprung des Frusts über Corona-Maßnahmen aus BW kommt

Zuerst waren es nur wenige Teilnehmer, die in Stuttgart gegen die Maßnahmen der Politik gegen die Ausbreitung des Coronavirus demonstrierten. Schnell wurden es immer mehr. Warum hat die Bewegung ihre Wurzeln in Baden-Württemberg? Ein Versuch einer Erklärung.  mehr...

Schätzung: Deutschland hat deutlich zu wenig Pflegepersonal

15:21 Uhr

Auf deutschen Intensivstationen gibt es aktuell 20 bis 30 Prozent zu wenige Pflegekräfte, so die Schätzung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensivpflege- und Notfallmedizin - kurz DIVI. Wenn sich die Pandemie-Situation nun weiter verschärft, könnten vorhandene Betten nicht mehr mit Covid-19-Patienten belegt werden, weil das zu ihrer Betreuung erforderliche Pflegepersonal fehlt.

Auswirkungen der Corona-Pandemie Haben wir genug Intensivpflegekräfte?

Die Coronazahlen steigen weiter an. Damit wächst auch der Bedarf nach Intensivpflege. Pflegebetten gibt es aktuell noch genug, heißt es - aber gilt das auch fürs Personal?  mehr...

Pharmakonzern Boehringer testet Wirkstoff für Corona-Patienten

15:02 Uhr

Covid-19-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, leiden häufig unter schwerer Atemnot. Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim testet einen Wirkstoff, der helfen soll. Wie Boehringer Ingelheim mitteilte, leiden 67 bis 85 Prozent aller Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen unter einem akuten Atemnotsyndrom. Für sie gebe es derzeit nur sehr begrenzte medizinische Behandlungsmöglichkeiten. Der neuen Wirkstoff soll laut Boehringer bewirken, dass weniger Patienten künstlich beatmet werden müssen. Eine Therapie mit dem neuen Wirkstoff könne dazu beitragen, das Risiko beziehungsweise den Schweregrad akuter Atemwegskomplikationen zu senken.

Bund und Länder: Beginn von Kontaktbeschränkungen am 2. November

14:57 Uhr

Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen. Deutschlandweit sollen die Maßnahmen bereits vom 2. November an und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Fitness-Branche gegen neuen Shutdown

14:40 Uhr

Fitnessstudios noch einmal schließen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen? Studiobetreiber Nico Scheller aus dem Kreis Göppingen hält nichts von der Diskussion. "Eigentlich sollte die Beweislast bei der Regierung liegen, um hier ein Berufsverbot für 240.000 Angestellte oder Mitarbeiter in der Fitnessbranche zu erteilen“, so Scheller im SWR.

Diskussion um neuen Shutdown Möglicher Corona-Shutdown: Fitnessbranche fürchtet "Berufsverbot"

Fitnessstudios noch einmal schließen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen? Ein Studiobetreiber aus Baden-Württemberg wehrt sich dagegen. Das wäre "Aktionismus", sagt er.  mehr...

Bei Zwangsschließung: Bund will Umsatz von Firmen ausgleichen

14:32 Uhr

Die Bundesregierung will Firmen entschädigen, die im November wegen der Bekämpfung der Corona-Krise zwangsweise schließen müssen. Finanz- und Wirtschaftsministerium haben nach Angaben aus Regierungskreisen in der Bund-Länder-Schalte vorgeschlagen, dass kleine Firmen 75 Prozent ihres Umsatzes als Entschädigung erhalten sollen. Für größere Firmen sei ein Betrag von 70 Prozent vorgesehen. Bezugsgröße sei der Umsatz des Vorjahresmonats, hieß es. Ein Teilnehmer zitierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit den Worten: "Die Lage ist sehr, sehr ernst. Wir brauchen tiefgreifende Maßnahmen, die wir finanziell abfedern müssen." Die Kosten habe Scholz für vier Wochen auf sieben bis zehn Milliarden Euro beziffert.

Soldaten im Dauer-Telefon-Einsatz

14:29 Uhr

Bundesweit helfen derzeit 2.300 Bundeswehrangehörige bei der Kontaktnachverfolgung von Infizierten. So auch im Ostalbkreis, wo Landrat Joachim Bläse (CDU) die Hilfe als "hochwillkommen und bitternötig" bezeichnete.

Hilfe für überlastetes Ostalb-Gesundheitsamt Aalen: Soldatinnen und Soldaten im Telefon-Einsatz gegen Corona

Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Einsatz gegen Corona, das ist jetzt auch im Ostalbkreis der Fall. Die Hilfe sei "hochwillkommen und bitternötig", so Landrat Joachim Bläse (CDU).  mehr...

Tierheim wegen Pandemie in Nöten

14:22 Uhr

Das Tierheim in Reutlingen hat wegen der Corona-Pandemie einen Verlust in fünfstelliger Höhe zu verkraften. Jetzt musste auch noch eine traditionelle Spendensammlung abgesagt werden.  Ein Trost sei, dass viele Menschen das Tierheim mit Geld- und Sachspenden bedacht hätten. Die Tierschützer seien weiterhin für jede weitere finanzielle Hilfe dankbar, so Christl Nossek-Lausecker, Vorsitzende des Reutlinger Tierschutzvereins.

Möglicher Lockdown gefährdet erneut Existenzen

14:13 Uhr

Gastronomie und Kultureinrichtungen stehen erneut vor einem Lockdown - auch in Karlsruhe, Pforzheim oder Baden-Baden fürchten sie um ihre Existenz.

Position der Landesregierung noch unklar

14:07 Uhr

Ob die baden-württembergische Landesregierung dem Vorschlag des Bundes zustimmt, Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs und Kneipen im November zu schließen, ist noch nicht klar. Wie sich die Landesregierung dazu stellt, war bislang aus Regierungskreisen nicht zu erfahren.

Besondere Französische Filmtage in Tübingen

13:54 Uhr

Am Abend starten in Tübingen die Französischen Filmtage. Wegen der Corona-Pandemie laufen viele Filme online. Insgesamt werden über 80 Filme, darunter Spielfilme, Dokumentationen und 30 Kurzfilme gezeigt. Im Fokus des frankophonen Festivals stehen wieder viele Filme aus afrikanischen Ländern. Themen sind beispielsweise die Unabhängigkeit vieler Länder vor 60 Jahren, religiöser Extremismus, Bürgerkrieg, aber auch der Alltag und das Leben der Menschen.

Mitarbeiter in Krankenhaus-Wäscherei in Ludwigsburg infiziert

13:52 Uhr

Mitarbeiter einer Krankenhaus-Wäscherei in Ludwigsburg haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Wäscherei beliefert Krankenhäuser der Regionalen Kliniken-Holding. 23 Mitarbeiter haben sich infiziert, bestätigte ein Sprecher der Regionalen Kliniken-Holding dem SWR. Die Beschäftigten seien in der vergangenen Woche positiv getestet worden und derzeit in Quarantäne. Die Versorgung mit Kleidung und Bettwäsche in den Krankenhäusern sei aber sichergestellt. Beschäftigte aus anderen Klinikbereichen hätten den Betrieb in der Wäscherei eingeschränkt aufrechterhalten. Außerdem seien zwei externe Wäschereien eingesprungen. Die Regionale Kliniken-Holding mit Sitz in Ludwigsburg betreibt insgesamt neun Krankenhäuser in drei Landkreisen.

Doch keine Tests für Grenzpendler

13:48 Uhr

Der Landkreis Lindau verzichtet vorerst auf Corona-Tests für Grenzpendler aus dem österreichischen Vorarlberg. Die Laborkapazitäten würden dafür nicht ausreichen, so Landrat Elmar Stegmann (CSU). Für die Grenzpendler wären wöchentlich schätzungsweise 1.000 bis 1.500 Corona-Test zusätzlich nötig. Die Tests sind eigentlich laut der neuen bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung verpflichtend. Man arbeite jetzt mit Hochdruck daran, die Laborkapazität auszuweiten. Die neue Verordnung in Bayern hatte bei Grenzpendlern für Verwirrung gesorgt. Sie besagt: Arbeitnehmer, Schüler oder Handwerker aus einem Risikogebiet müssen sich jede Woche testen lassen, wenn sie nach Bayern pendeln. Davon betroffen sind auch zahlreiche Baden-Württemberger, die über Lindau die Grenze nach Österreich passieren. Unklar war aber, wo diese Tests durchgeführt werden sollen und wer sie bezahlt.

Geriatrie wegen Infektionen isoliert

13:46 Uhr

An der geriatrischen Station am Krankenhaus in Bühl (Kreis Rastatt) wurden sieben Patienten der Altersmedizin und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Die Klinikleitung hat deswegen einen Aufnahmestopp für Patienten und ein Besuchsverbot für die Station verhängt. Vorsorglich gilt dies auch für die benachbarte Station für innere Medizin. Operationen finden nur noch eingeschränkt statt oder werden verschoben.

Jurist fordert mehr Mitsprache für Parlamente

13:40 Uhr

Eine umfassendere Beteiligung der Parlamente beim Beschluss neuer Corona-Maßnahmen hat der Verfassungsrechtler Alexander Thiele gefordert. "Wir haben hier so massive Grundrechtseinschränkungen, dass zunehmend die Gerichte allergisch werden im Hinblick darauf, dass das allein die Exekutive macht", sagte der Jurist am Mittwoch dem SWR. Wenn die Parlamente wieder mehr "ins Spiel geholt" würden, hätten neue Maßnahmen auch eine "höhere Tragfähigkeit". Gerichte, so Thiele weiter, wendeten sich zunehmend gegen Pauschallösungen und forderten Belege, dass die beschlossenen Maßnahmen auch dem Infektionsschutz dienten.

Diakoneo-Chef: Krankenhäuser nicht verhungern lassen

13:35 Uhr

Der Vorstandsvorsitzende des Sozialunternehmens Diakoneo, Mathias Hartmann, hat an die Politik appelliert, "das Sozial- und Gesundheitswesen nicht kaputt zu sparen". Gesamtgesellschaftlich habe sich in der Corona-Pandemie gezeigt, wie wichtig etwa die Krankenhausversorgung in der Fläche sei. Solche sogenannten Vorhaltekosten müssten ins Finanzierungssystem integriert werden. "2008 wurden die Banken gerettet, 2021 dürfen Krankenhäuser nicht am ausgestreckten Arm verhungern", so Hartmann. Für Diakoneo mit seinen rund 10.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 601 Millionen Euro sei das vergangene Jahr "zufriedenstellend ausgefallen", stellte Hartmann im Zuge der Jahrespressekonferenz fest. Diakoneo, Süddeutschlands größter diakonischer Träger, hatte sich Mitte 2019 aus der Diakonie Neuendettelsau und Diak Schwäbisch Hall unter neuen Namen zusammengeschlossen.

Winterdienste von Pandemie beeinflusst

13:31 Uhr

Die Straßenmeistereien im Kreis Biberach sehen sich für den Winter gerüstet. Die Salzlager seien voll, die Fahrzeuge entsprechend gewartet und ausgestattet. Probleme könnte allerdings die Corona-Pandemie mit sich bringen. Bei den vier Straßenmeistereien im Kreis Biberach gebe es daher streng voneinander getrennte Teams und spezielle Ausfallpläne. Sollte aber eine der vier Meistereien wegen Corona komplett ausfallen, werde es schwierig, so ein Kreissprecher.

Bundestag soll möglichen Lockdown beschließen

13:28 Uhr

Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten kommt aus den Reihen der Länderchefs die Forderung nach einem Bundestagsbeschluss für einen möglichen neuen Lockdown. Laut der Nachrichtenagentur AFP könne ein Rückhalt durch das Parlament beispielsweise in Form einer fraktionsübergreifenden Entschließung erfolgen. Der Vorschlag des Bundes für die Beratungen mit den Ländern sieht vor, dass "Gastronomiebetriebe sowie Bars, Klubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen" im November geschlossen werden sollen. Außerdem sollen touristische Übernachtungen im Inland verboten und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos und Fitnessstudios für vier Wochen geschlossen werden. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sollen die Bürger ihre privaten Kontakte auf ein "absolut nötiges Minimum" reduzieren.

Handelsverband warnt Politik vor neuen Beschränkungen

13:22 Uhr

Der baden-württembergische Handel warnt die politischen Entscheidungsträger ungeachtet stark steigender Corona-Infektionszahlen vor zu einschneidenden Beschränkungen für die Zehntausenden Geschäfte im Land. Das anstehende Weihnachtsgeschäft sei für die meisten Händler traditionell die umsatzstärkste Zeit im ganzen Jahr. "Insofern würde ein erneuter Lockdown - egal ob "light" oder verschärft - die Händler ins Mark treffen", sagte der Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg, Hermann Hutter.

Vor Gespräch zwischen Bund und Ländern Wie Baden-Württemberg einen neuen Lockdown verhindern will

Bund und Länder könnten heute weitreichende neue Corona-Regeln beschließen. Baden-Württemberg will Schulen und Wirtschaft unbedingt offen halten und pocht auf einheitliche Maßnahmen.  mehr...

Ohne Spiel: Stuttgarter Volleyballerinnen in Champions League weiter

13:19 Uhr

Die Volleyballerinnen des Allianz MTV Stuttgart sind ohne die eigentlich angesetzte Qualifikation in die Gruppenphase der Champions League eingezogen. Dies habe der europäische Volleyballverband entschieden, so der Frauen-Bundesligist. Ursprünglich sollten die Stuttgarterinnen in der Qualifikation in der Schweiz gegen Dynamo Moskau antreten, dies sei aber aufgrund der Reisebeschränkungen in der Coronavirus-Krise nicht möglich. Weil sich das finnische Team LP Salo aus dem Wettbewerb zurückzog, erhielten sowohl Stuttgart als auch Moskau Startplätze für die Gruppenphase.

Infektionsketten geraten aus dem Blick

13:08 Uhr

Die steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus wirkt sich zunehmend negativ auf die Arbeit der Gesundheitsämter in Baden-Württemberg aus. "In einzelnen Fällen kann die Nachverfolgung von Kontaktpersonen zeitweise nicht mehr in vollem Umfang sichergestellt werden", teilte ein Sprecher des Sozialministeriums mit. Zwölf Ämter haben demnach eine Überlastungsanzeige gestellt. Anträge auf Hilfe von der Bundeswehr hätten 21 Ämter gestellt.

Heilbronn: Stellenabbau bei Autozulieferer

12:16 Uhr

Der Autozulieferer Läpple will wegen schlechter Geschäfte und einer sinkenden Nachfrage in der Corona-Krise 300 seiner bundesweit 2.500 Stellen streichen. Das bestätigte eine Sprecherin des Heilbronner Unternehmens. Man wolle dazu ein Abfindungsprogramm auflegen, betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit "kein Thema". Offen ist den Angaben zufolge noch, bis wann die 300 Jobs genau gestrichen werden sollen. Man sei dazu mit Arbeitnehmervertretern im Gespräch. Zuvor hatte die "Heilbronner Stimme" über die Kürzungspläne berichtet.

Handballverband Württemberg setzt Spielbetrieb aus

11:49 Uhr

Der Handballverband Württemberg (HVW) setzt den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung bis Ende November aus. Damit ziehe man die Konsequenz aus der "explodierenden Corona-Situation", heißt es in einer Mitteilung. Die Aussetzung erfolgt zunächst bis zum online durchgeführten Verbandstag am 28. November, bei dem alternative Konzepte zur Fortsetzung der Saison vorgestellt werden sollen. "Wir werden schnellstmöglich Alternativen entwickeln", kündigte HVW-Präsident Hans Artschwager an. Neben dem Meisterschaftsbetrieb werden auch Freundschaftsspiele und Turniere ausgesetzt.

Handball | Corona-Pause Coronakrise: Der Handball in Baden-Württemberg setzt Spielbetrieb aus

Der Handball in Baden-Württemberg macht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen eine längere Spielpause. In Nordbaden sollen die Spiele bis Jahresende ausgesetzt werden.  mehr...

Umfrage: BW-Ärzte am Limit - Patienten gefährdet

11:41 Uhr

Durch die starke Arbeitsbelastung sehen viele Klinikärzte in Baden-Württemberg ihre Patienten gefährdet. Das geht aus einer Mitgliederbefragung des Marburger Bundes hervor. Zwei Drittel der befragten Ärzte arbeiten mehr als 50 Stunden in der Woche. Bei ebenso vielen wird mehrmals im Monat das Arbeitszeitgesetz verletzt, und zwar so, dass Patienten gefährdet werden könnten. "Es besteht gerade mit Blick auf die Corona-Pandemie dringender Handlungsbedarf, dass sich hier zum Wohle der Patienten etwas ändert", sagte der Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Frank Reuther. An der Befragung haben mehr als 2.000 Mitglieder des Marburger Bundes in Baden-Württemberg teilgenommen.

Umfrage in Baden-Württemberg Klinikärzte am Limit: Patienten immer häufiger gefährdet

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen werden die Warnungen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems lauter. Viele Ärzte in Baden-Württemberg sind einer Umfrage zufolge ohnehin am Limit.  mehr...

Ravensburger Christkindelsmarkt abgesagt

11:00 Uhr

Der Christkindlesmarkt in Ravensburg fällt nun doch komplett aus. Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp (CDU) begründet die Absage mit den steigenden Corona-Infektionszahlen:

Infektionsrisiko lässt Hütten nicht zu Christkindlesmarkt in Ravensburg jetzt doch abgesagt

Der Christkindlesmarkt in Ravensburg fällt jetzt doch komplett aus. Er ist einer der letzten Weihnachtsmärkte in der Region Bodensee-Oberschwaben, der abgesagt wurde.  mehr...

Dehoga kritisiert Corona-Pläne der Bundesregierung

10:45 Uhr

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Baden-Württemberg setzt sich gegen die vom Bund vorgeschlagenen drastischen Corona-Maßnahmen zur Wehr. Man betrachte die Vorschläge - die unter anderem eine befristete weitgehende Schließung der Gastronomie beinhalten - "sehr kritisch" und von der Verhältnismäßigkeit her äußerst fragwürdig, sagte ein Dehoga-Sprecher. Er betonte, das Gastgewerbe sei nachweislich kein Pandemietreiber. Man behalte sich vor, sich gegen Beschlüsse dieser Tragweite juristisch zu wehren.

Corona-Testkapazitäten sollen ausgeweitet werden

10:35 Uhr

Das Bundeskabinett hat nach Angaben aus Regierungskreisen den Weg für eine Ausweitung der Corona-Laborkapazitäten frei gemacht. Das Gesundheitsministerium will mit der Änderung des "Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemiologischen Lage von nationaler Tragweite" unter anderem sicherstellen, dass Nicht-Versicherte ebenfalls getestet und geimpft werden können. Zudem sollen veterinärmedizinische Labore genutzt werden, um die Testkapazität zu vergrößern. Beschlossen wurde demnach auch, dass Personen, die wissentlich in Risikogebiete reisen, keine Entschädigung für Verdienstausfälle durch eine Corona-Quarantäne bekommen sollen.

Wirte klagen gegen Sperrstunde - Strafen ausgesetzt

10:27 Uhr

Verstöße gegen die Sperrstunde um 23 Uhr in Stuttgart werden für Wirte vorerst keine Folgen mehr haben. Die Stadt will zunächst die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart abwarten, das sich mit einer Klage von zehn Gastronomen befasst. So lange gebe es keine Strafen.

Stadt wartet Entscheidung des Verwaltungsgerichts ab Verstöße gegen Sperrstunde in Stuttgart vorerst ohne Folgen

Mit der für Stuttgart geltenden Sperrstunde um 23 Uhr wird sich das Verwaltungsgericht beschäftigen. Hintergrund sind die Klagen von Gastronomen. Für die Wirte in Stuttgart haben Verstöße gegen die Sperrstunde vorerst keine Folgen mehr.  mehr...

Ärzte im Zollernalbkreis sollen grundlos Masken-Atteste ausstellen

10:22 Uhr

In Hechingen (Zollernalbkreis) sollen einzelne Ärzte und Therapeuten Atteste zur Befreiung von der Mundschutzpflicht ausstellen, ohne dass es dafür medizinische Gründe gibt. Bisher laufen laut Staatsanwaltschaft Hechingen noch keine Ermittlungen gegen einzelne Ärzte oder Therapeuten, der Fall werde aber geprüft. Die Namen eines Allgemeinmediziners und zweier Psychotherapeutinnen aus Hechingen sind mit rund 30 weiteren auf einer Seite mit Verschwörungstheorien im Internet aufgelistet - unter der Überschrift "Staatlich verordneter Maulkorb - Ärzteliste Maskenbefreiung". Sowohl die Kreisärzteschaft Zollernalb als auch das Ärztenetz Zollern distanzieren sich von Kollegen, die Atteste ohne schwerwiegende medizinische Befunde ausstellen. Immer mehr Patienten im Kreis würden nach Attesten fragen. Das Verfahren der Kollegen bringe das ärztliche Attest an sich in Misskredit, so der Vorstand der Kreisärzteschaft, Ullrich Mohr.

Wie Baden-Württemberg einen Lockdown verhindern will

10:15 Uhr

Bund und Länder könnten heute weitreichende neue Corona-Regeln beschließen. Baden-Württemberg will Schulen und Wirtschaft unbedingt offen halten und pocht auf einheitliche Maßnahmen:

Vor Gespräch zwischen Bund und Ländern Wie Baden-Württemberg einen neuen Lockdown verhindern will

Bund und Länder könnten heute weitreichende neue Corona-Regeln beschließen. Baden-Württemberg will Schulen und Wirtschaft unbedingt offen halten und pocht auf einheitliche Maßnahmen.  mehr...

Ärzteverband fordert Kontaktbeschränkungen

9:31 Uhr

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Diensts hat angesichts der gestiegenen Infektionszahlen neue Maßnahmen gefordert. Es sei wichtig, dass es bundesweit einheitliche Regelungen gebe, sagte Verbandsvorsitzende Ute Teichert im RBB-Inforadio. Die meisten Ansteckungen fänden momentan im privaten Umfeld statt. "Eine enorme Änderung ist, dass fast die Hälfte der positiv getesteten Personen nicht mehr angeben können, wo sie den Kontakt zuletzt hatten", so Teichert. Kontaktbeschränkungen finde sie zwar schade und schwierig, "aber wir haben keine Medikamente, wir haben keinen Impfstoff, die einzige Möglichkeit, die Virusausbreitung zu verhindern ist, die Kontakte zu reduzieren", betonte Teichert.

Spahn verteidigt mögliche harte Corona-Maßnahmen

8:55 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die geplanten Einschränkungen im öffentlichen Leben wegen der steigenden Corona- Infektionszahlen verteidigt. Im SWR sagte er: "Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät." Im europäischen Ausland seien die Krankenhäuser schon wieder am Limit und es kämen auch wieder Hilfsanfragen. Spahn sagte, er sei zuversichtlich, dass es nach dem Bund-Länder-Treffen heute eine klare Linie gebe. Es sei besser jetzt "die Welle zu breche" und die Situation dann Richtung Weihnachten wieder eher unter Kontrolle zu haben. Für die von den geplanten Einschränkungen besonders betroffenen Branchen, wie Reiseveranstalter, Gastronomie und Kulturschaffende forderte der CDU-Politiker zusätzliche Hilfe.

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Bundesregierung plant strengere Maßnahmen

7:28 Uhr

Am Mittag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder tagen. Einer Beschlussvorlage zufolge, die dem SWR vorliegt, sind weitreichende Beschränkungen geplant. Die Maßnahmen sollen - sofern sie beschlossen werden - ab dem 4. November gelten. Von den Schließungen seien unter anderem Gaststätten, Theater und Opernhäuser betroffen. Schulen und Kitas sollen dagegen offen bleiben. Nach SWR-Informationen will die baden-württembergische Landesregierung einen zweiten Lockdown verhindern, darin sind sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) einig. Wie es heißt, setze man alles daran, Schulen, Kitas und die Wirtschaft offen zu halten. Um dies zu erreichen, müsse es Einschränkungen in anderen Bereichen geben, etwa bei Kontakten oder Veranstaltungen.

Kontaktbeschränkungen ab 2. November Corona-Regeln werden strenger: Die neuen Beschränkungen im Überblick

Ab Montag gelten wieder strengere Corona-Regeln: Treffen sind auf maximal zehn Personen limitiert, Freizeiteinrichtungen werden geschlossen, Schulen und Kitas sollen offen bleiben. Die Regeln im Überblick.  mehr...

Weitere Todesfälle in Laichinger Altenheim

6:53 Uhr

In einem Pflegeheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sind zwei weitere
Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte
das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises mit. Damit steigt die Zahl der
Todesfälle in der Einrichtung auf insgesamt zwölf. Bei einem zuvor verstorbenen Bewohner hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass er doch nicht mit dem Virus infiziert war. Insgesamt haben sich bis jetzt 80 Menschen in dem Heim angesteckt, darunter 46 Bewohner.

Zahl der Toten steigt auf zwölf Coronavirus: Erneut zwei Todesfälle in Laichinger Altenheim

In einem Altenheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sind erneut zwei Bewohner mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Toten dort auf zwölf.  mehr...

Amateurfußballer befürchten Saisonabbruch

6:38 Uhr

Der Südbadische Fußballverband hofft, dass der Spielbetrieb in den kommenden Wochen in den Amateurligen aufrechterhalten werden kann und nicht abgebrochen werden muss. An jedem Wochenende müssen in Südbaden momentan etwa 100 Spiele wegen Corona-Verdachtsfällen abgesagt werden. Christian Dusch, Vizepräsident des Südbadischen Fußballverbands, sagte auf SWR-Anfrage: "Jeder muss penibel genau auf die Einhaltung der Hygienekonzepte achten." Das Sportministerium sieht den organisierten Sport bisher nicht als Treiber der Corona-Pandemie. "Das Ansteckungsgeschehen in den Sportvereinen entspricht nicht dem, was wir zum Beispiel im Zusammenhang mit privaten Zusammenkünften beobachten können", teilte ein Sprecher mit. Die Situation erfordere von den Sportvereinen Aufmerksamkeit und Vorsicht.

Hohe Nachfrage nach Grippeimpfung

6:29 Uhr

Deutlich mehr Menschen als im Vorjahr haben sich in Baden-Württemberg bereits gegen Grippe impfen lassen. "Der Andrang war bislang wirklich groß", teilte die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württembergs (KVBW) und der Hausärzteverband mit. In zahlreichen Arztpraxen sei es zu Engpässen gekommen. Die Engpässe seien laut Hasuärzteverband regional sehr unterschiedlich und nicht auf Ballungsräume beschränkt. Die Gründe dafür sind aus Sicht der KVBW vielschichtig. Unter anderem sei im Frühjahr, als die Impfstoffmenge bestellt werden musste, die große Nachfrage noch nicht absehbar gewesen. "Durch die Corona-Pandemie sind die Menschen nun mehr sensibilisiert für das Thema", sagte ein Sprecher des Hausärzteverbands.

Kälteeinbruch und Corona Hohe Nachfrage sorgt für Engpässe beim Grippeimpfstoff in Baden-Württemberg

Sensibilisiert durch Corona und Appelle aus der Politik wollen sich in diesem Herbst viele Menschen gegen die Grippe impfen lassen. Doch der Impfstoff wird vielerorts schon knapp.  mehr...

Städtetag fordert einheitliche Verschärfung der Corona-Regeln

6:21 Uhr

Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), an der auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann teilnimmt, dringt der Deutsche Städtetag auf eine bundeseinheitliche Verschärfung der Corona-Regeln. "Trotz beängstigend steigender Zahlen müssen wir einen zweiten vollständigen Lockdown wie im Frühjahr verhindern", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Zahl der Infektionen müsse deutlich sinken, ohne dass Schulen und Kitas geschlossen werden müssen. "Die Menschen sollen weiter einkaufen gehen können und die wirtschaftliche Erholung darf nicht abgewürgt werden." Dazu sollten alle Länder die gleichen Maßnahmen ergreifen, wenn die Grenze von 35 oder 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überschritten werde, forderte Jung. "Dann blicken die Menschen besser durch und wir haben nicht dauernd die öffentliche Debatte über einen Flickenteppich."

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie kann ich mich schützen? Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz  mehr...

Überblick über Anpassungen Coronavirus: Diese Regeln gelten aktuell in Baden-Württemberg

Die Regelungen in der Corona-Krise ändern sich kontinuierlich. Wir haben zusammengefasst, was momentan erlaubt ist - und was nicht.  mehr...

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