Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Dienstag, 30. August 2022

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Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Expertenrat für besseren Einsatz von Corona-Medikamenten

23:01 Uhr

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung fordert bessere Bedingungen für Medikamentenbehandlungen von Erkrankten. Der effektive Einsatz antiviraler Therapien habe einen hohen Stellenwert, die Krankheitslast durch Covid-19 zu begrenzen und schwere Verläufe und Todesfälle zu reduzieren, heißt es in einer am Abend veröffentlichten Stellungnahme. Besonders bei Menschen mit Risikofaktoren oder einem unzureichenden Impfschutz bestehe ein Risiko für schwere Verläufe und Tod, das sich durch gezielte und frühe Anwendung einer antiviralen Therapie signifikant senken lasse. Um den Einsatz der Medikamente in den nächsten Monaten zu verbessern, empfiehlt der Expertenrat eine bessere Information der Bevölkerung und der Ärztinnen und Ärzte sowie Maßnahmen für eine einfachere Verwendung. Konkret vorgeschlagen werden unter anderem Internetseiten und Apps für Ärzte und Patienten. Medikamente sollten bei nachgewiesener Corona-Infektion und entsprechender Therapieindikation telefonisch verschrieben und von Apotheken zugestellt werden können.

Tourismus in der Region Heilbronn-Franken erholt sich langsam

19:32 Uhr

Der Tourismus-Branche in der Region Heilbronn-Franken geht es nach schwierigen Corona-Jahren wieder besser. Tourismusverbände bestätigen, dass sich die Branche in diesem Jahr wieder etwas erholen konnte. Ein Grund dafür: Wegen der hohen Reisekosten haben wohl viele Menschen erneut Urlaub in der Heimat gemacht.

Heilbronn

Tourismus in Heilbronn-Franken erholt sich nur langsam Corona und Tourismus: Nachfrage für Urlaub in der Region steigt

Die Zahl der Tagesausflüge und Übernachtungen ist in diesem Sommer in der Region wieder deutlich gestiegen. Um die Defizite der letzten Jahre auszugleichen, brauche es aber Jahre.  mehr...

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Sieben-Tage-Inzidenz in BW sinkt weiter

17:32 Uhr

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die in Baden-Württemberg mit Covid-19 auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist im Vergleich zu gestern um eine Person auf derzeit 87 Fälle gestiegen. Das geht aus den aktuellen Daten des Landesgesundheitsamts vom Dienstag (Stand: 16 Uhr) hervor. In der Vorwoche waren es noch 76 Personen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus stieg in Baden-Württemberg seit gestern um 18. Seither wurden den Behörden auch insgesamt 4.397 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging um 5,0 auf 162,6 zurück. Am Montag lag sie noch bei 167,6, in der Vorwoche bei 189,5.

BGH: Kostenfreier Reiserücktritt wegen Corona teilweise möglich

17:09 Uhr

Der Ausbruch einer Pandemie kann Pauschalreisende unter Umständen zur kostenfreien Reise-Stornierung berechtigen. Ob sie Stornogebühren zahlen müssen, ist aber vom Einzelfall abhängig. Das ergibt sich aus der heutigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe zu drei Corona-Fällen. Demnach bekommt der Kunde oder die Kundin nur dann den vollen Preis zurück, wenn "außergewöhnliche Umstände" die Reise "erheblich beeinträchtigen". Im Fall einer Über-80-Jährigen mit Anfälligkeit für Lungenentzündungen, der eine Flusskreuzfahrt zu riskant geworden war, sah der BGH diese Voraussetzungen gegeben. Das zuständige Landgericht habe hier zu Recht das Alter und die Vorerkrankungen berücksichtigt. Zwei weitere Fälle müssen neu verhandelt werden, da unter anderem die Begründungen geprüft werden müssen. Dabei ging es um eine stornierte Kreuzfahrt, die später komplett ausgefallen war, und um eine Mallorca-Pauschalreise, bei der das gebuchte Hotel in der Pandemie geschlossen wurde. Alle drei Reisen waren Anfang 2020 vor Ausbruch der Pandemie in Europa gebucht worden und hätten im Sommer 2020 stattfinden sollen.

BGH zu Stornogebühren Konkrete Gefahr rechtfertigt Reiserücktritt

Dürfen Reiseveranstalter Stornokosten verlangen, wenn eine Pauschalreise wegen Corona abgesagt wird? Laut BGH gilt: Je konkreter die Infektionsgefahr, umso eher ist ein kostenfrei…  mehr...

Nachfrage nach Studienkrediten sinkt wieder

12:39 Uhr

Die Zahl der Studierenden in Deutschland, die sich über einen Studienkredit finanzieren, ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Insgesamt ging die Zahl der Neuverträge 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf rund 33.000 zurück, teilte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) heute mit. Der Anteil der Studentinnen und Studenten, die einen Studienkredit in Anspruch nehmen, liege damit bei 2,6 Prozent. Die Mehrheit nutzt demnach einen KfW-Studienkredit. Zur Hochzeit der Studienkredite 2013 betrug die Zahl der neuen Verträge laut CHE noch rund 60.000, sank danach aber kontinuierlich. Die Corona-Pandemie brachte einen neuen Schub, als 2020 der KfW-Studienkredit als befristete Corona-Nothilfe zinsfrei gestellt wurde und zudem für internationale Studierende geöffnet worden war. "Nach dem Auslaufen der Sonderkonditionen für internationale Studierende fiel die Nachfrage nach Studienkrediten prompt wieder auf Vor-Corona-Niveau", sagte Ulrich Müller vom CHE. Für den CHE-Studienkredit-Test 2022 wurden 53 Studienkredite, Studiendarlehen und Bildungsfonds verglichen.

Mehr psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen

12:15 Uhr

Essstörungen, Depressionen, Adipositas: Die Coronapandemie hat erhebliche Folgen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Das bestätigen Daten der DAK-Gesundheit für die Jahre 2018 bis 2021, welche die Krankenkasse heute in Hamburg veröffentlichte. Demnach wurden 54 Prozent mehr Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren aufgrund von Essstörungen behandelt als vor der Pandemie. Bei Angststörungen gab es bei jugendlichen Mädchen ein Plus von 24 Prozent. In der Gruppe der 10- bis 14-jährigen Mädchen stieg die Neuerkrankungsrate bei Depressionen um 23 Prozent, bei den 15- bis 17-jährigen Mädchen um 18 Prozent im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit. Bei Jungen dagegen sank die Depressionsneuerkrankungsrate bei Schulkindern zwischen 10 und 14 Jahren um 17 Prozent und bei den 15- bis 17-Jährigen um 15 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich der Studie zufolge bei Essstörungen und Angststörungen. Eine Zunahme von starkem Übergewicht beobachtete die DAK vor allem bei Grundschulkindern. In der Altersgruppe der Fünf- bis Neunjährigen stiegen die Adipositaszahlen 2021 insgesamt um 14 Prozent. Jungen waren etwas stärker betroffen als Mädchen. Bei den 15- bis 17-jährigen Jungen gab es sogar 15 Prozent mehr Adipositas, bei den Mädchen dieser Altersgruppe sechs Prozent mehr.

Auslastung der Krankenhäuser weiter rückläufig

11:13 Uhr

Die Zahl der Betten und deren Auslastung hat sich in den deutschen Krankenhäusern 2021 im Vergleich zum Vorjahr nahezu nicht verändert. Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte, entsprach die Zahl von insgesamt 483.532 Betten dem Vorjahresniveau. Den Erhebungen zufolge stellte die Pandemie die Kliniken jedoch auch im vergangenen Jahr "vor große Herausforderungen". Planbare Behandlungen hätten verschoben werden müssen, zudem hätten vermutlich viele Menschen Krankenhausaufenthalte vermieden. Sowohl die Zahl der Behandlungsfälle als auch die Bettenauslastung lagen deshalb den Angaben zufolge 2021 deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. So betrug die Zahl der Krankenhausbehandlungen im vergangenen Jahr nur 16,7 Millionen, während die Auslastung der Betten bei 68,0 Prozent lag. 2019 waren noch 19,4 Millionen Behandlungen bei einer Auslastung von 77,2 Prozent registriert worden.

Abfallbilanz: Mehr Müll seit Beginn der Pandemie

9:38 Uhr

Auch 2021 ist - wie bereits 2020 - mehr Restabfall und Sperrmüll entstanden als noch vor der Pandemie. Die Menschen in Freiburg produzierten den wenigsten Müll in ganz Baden-Württemberg. Auf jeden Freiburger und jede Freiburgerin kamen demnach pro Jahr durchschnittlich 113 Kilogramm Restabfall und Sperrmüll.

Freiburg

Abfallbilanz 2021 Freiburg Spitzenreiter bei Müllvermeidung

Die Menschen in Freiburg produzieren weniger Müll als die Bewohner anderer Großstädte in Baden-Württemberg und trennen besonders gut. Das zeigt die Abfallbilanz für das Jahr 2021.  mehr...

SWR4 BW Aktuell am Nachmittag SWR4 Baden-Württemberg

BGH verhandelt erneut über Reiserücktritt wegen Pandemie

5:29 Uhr

Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt ab 9 Uhr in Karlsruhe erneut über die Konsequenzen aus der Stornierung einer Pauschalreise wegen der Corona-Pandemie. In drei Fällen fordern Touristen ihre Anzahlung zurück, nachdem sie wegen Corona nicht an der Reise teilnehmen wollten. Kunden können eine Reise vor deren Beginn jederzeit stornieren - das Reiseunternehmen kann aber normalerweise eine Entschädigung verlangen. Eine Ausnahme gilt, wenn "unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände" die Reise erheblich beeinträchtigen würden. Die strittigen Reisen wurden kurz vor oder zu Beginn der Pandemie gebucht. Eine von ihnen fand mit angepasstem Hygienekonzept statt. Eine andere wurde nach der Stornierung abgesagt, im dritten Fall war das Hotel geschlossen. Vor den jeweiligen Landgerichten hatten die Kläger Erfolg. Nun überprüft der BGH die Urteile. Einen ähnlichen Fall legte er Anfang August dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor. Dabei ging es um Stornokosten.

RKI meldet bundesweit 54.504 Neuinfektionen

4:13 Uhr

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 54.504 auf über 32 Millionen. Das sind 5.907 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 60.411 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 247,3. Das RKI meldet 119 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Gesamtzahl der bekannten Fälle liegt damit bei 147.223.

Dienstag, 30. August 2022

Weitere Infos finden Sie hier:

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