„Connecting Stories“ – Julia Kleinbeck und Lucie Langston zeichnen Graphic Essays von Frauen für Frauen (Foto: ard-foto s1)

ARD Kultur Creators

Graphic Essays von Frauen für Frauen: „Connecting Stories“ starten auf Instagram

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Julia Kleinbeck und Lucie Langston tauschen sich zeichnend in ihren „Connecting Stories“ über feministische Themen aus. Es geht um Verbundenheit und Zusammenhalt, um Sichtbarkeit für Themen, die Frauen bewegen. Am 6. November starten ihre „Graphic Essays“ auf Instagram. „Connecting Stories“ ist das SWR-Gewinnerprojekt des Wettbewerbs „ARD Kultur Creators“, für das sich Kreative aus ganz Deutschland beworben hatten.

„Connecting Stories“ Kapitel 1: zu Hause:

Im ersten Kapitel geht es um weibliche Rollenbilder zu Hause. Welche Rollenbilder und Geschlechterrollen gibt es noch heute und welche gibt es schon ganz lange? Wie sehr sind diese noch immer in der Gesellschaft verankert und wo möchte man ausbrechen? Diese Fragen verarbeiten Julia Kleinbeck, Lucie Langston und Janna Klävers in ihrem ersten Graphic Essay.

Gastkünstlerin: Janna Klävers

„Connecting Stories“ Kapitel 2: Roadtrip / #backtometoo:

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der MeToo-Bewegung. Die Künstlerinnen Julia Kleinbeck, Lucie Langston und Janne Marie Dauer verarbeiten in diesem Graphic Essay ihre persönlichen Erfahrungen mit der MeToo-Debatte. Von übergriffigen Fahrschul-Szenen und Dick Pics zu Catcalling, die drei nehmen euch mit auf einen Roadtrip der Unsicherheiten auf der Straße.

Gastkünstlerin: Janne Marie Dauer

„Connecting Stories“ Kapitel 3: Der Körper / Die Macke:

Kapitel drei dreht sich um das Thema Körper. Schäme ich mich für meinen Körper? Wie komme ich mit großen Veränderungen meines Körpers klar? Und wie ist es, wenn plötzlich zwei neue Körper in meinem Leben sind? Diese Fragen stellen sich Julia Kleinbeck, Lucie Langston und Julia Trachsel im dritten Kapitel von Connecting Stories.

Gastkünstlerin: Julia Trachsel

„Connecting Stories” Kapitel 4: Erinnerung – Aufbrechen

Kapitel 4 zeigt den Leser*innen Erinnerungen, die die Künstlerinnen Julia Kleinbeck, Lucie Langston und Antonia Kühn geprägt haben. Erinnerungen an Vergangenes, an Historisches, an Momente und Menschen. Ein Blick von erwachsenen Frauen auf die (ihre) Vergangenheit.

Thematisch erwarten uns in Kapitel 4 Erinnerungsfetzen an die Pubertät, die Zeit der großen Ungewissheit, des Aufbruchs, des Verliebens, des Scheiterns, des Mauerfalls und was passiert, wenn Erinnerungen anfangen zu verblassen.

Gastkünstlerin: Antonia Kühn

„Connecting Stories” Kapitel 5: Sexualität – Landschaften

Das Kapitel Sexualität ist eine Reise durch die Zeit: Von den ersten sexuellen Erfahrungen bis hin zur selbstbewussten Lustempfindung. Was hat die Künsterlinnen Julia Kleinbeck, Lucie Langston und Bernadette Schweihoff die letzten Jahrzehnte geprägt und wie hat sich ihre Sexualität verändert?

Was bedeutet sexuelle Selbstbestimmung? Welche Vorstellungen/Bilder haben sie mit 20 geprägt? Was bedeutet Sex und Lust als 30-Jährige und was macht ihre Sexualität mit 40 aus? All diesen Fragen gehen die drei im fünften Kapitel nach.

Gastkünstlerin: Bernadette Schweihoff

„Connecting Stories” Kapitel 6: Schwangerschaft / Nicht-Mutterschaft

In Kapitel 6 zeigen die Künstlerinnen Julia Kleinbeck, Lucie Langston und Magdalena Kaszuba drei Perspektiven zu den Themen Schwangerschaft und Nicht-Mutterschaft parallel:
Der Weg einer Frau, die sich für ein Kind und die Mutterschaft entschieden hat.
Die Gefühle der bewussten oder nicht bewussten Entscheidung Nicht-Mutter zu sein.
Und die Erfahrungen mit Menschen im privaten Umfeld nach einer Abtreibung.
Welche Gefühle und Erfahrungen sind mit den jeweiligen Wegen und Entscheidungen verbunden. Wo müssen sie sich täglich mit normativen Systemen auseinandersetzen? Wie sieht der Alltag jenseits des „Mutterglücks“ aus? Die drei unterschiedlichen Lebensentwürfe geben einen individuellen Einblick.

Gastkünstlerin: Magdalena Kaszuba

„Connecting Stories” Kapitel 7: Zu Hause II / Escape Rooms

Im letzten Kapitel von Connecting Stories beschäftigen sich Julia Kleinbeck, Lucie Langston und Lara Swiontek noch einmal mit dem Thema „zu Hause". Hier zeichnen die drei viel, hier haben sie ihren Schutzraum und hier flüchten sie sich gedanklich auch in andere Räume. Räume, an denen sie zur Ruhe kommen, an denen der persönliche und der Weltschmerz kleiner ist.  Für das letzte Kapitel nehmen die drei die Leser*innen mit auf eine Reise in diese Schutzräume und wollen gemeinsam nach dem Projekt Connecting Stories hier zur Ruhe kommen.

Gastkünstlerin: Lara Swiontek

„Connecting Stories“: Feministische Gespräche in Comic-Form

Das Short Graphic Essay-Projekt „Connecting Stories“ behandelt in verschiedenen Kapiteln Themen, die junge Frauen heute beschäftigen, wie etwa Körper, Sexualität, Mutterschaft. Zwei Künstlerinnen reagieren mit ihren Comic-Zeichnungen aufeinander.

„Wir fokussieren uns auf den Zusammenhalt von Frauen. Unsere Verbundenheit macht uns stärker und bedeutet Anerkennung und Sichtbarkeit.“

Außerdem laden sie sich zu jedem Kapitel noch eine Gastkünstlerin ein. So gibt es zu jedem Thema verschiedene Meinungen. Eine Bilder-Konversation entsteht, ein Dialog aus Comics.

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SWR Gewinner bei den ARD Kultur Creators

„Connecting Stories“ ist das Gewinnerprojekt des SWR beim „ARD Cultur Creators“-Wettbewerb. Idee und Umsetzung des Kunstprojekts stammen von den beiden Künstlerinnen Lucie Langston aus Mainz und Julia Kleinbeck aus Karlsruhe. Sie setzten sich mit ihrer Idee gegen mehr als 100 andere Projekte aus dem Südwesten durch.

Julia Kleinbeck –Illustratorin, Comiczeichnerin und Dozentin

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Julia Kleinbeck ist Illustratorin, Comiczeichnerin und Dozentin. Sie lebt und arbeitet in Karlsruhe. Ihre meist schwarz-weißen Zeichnungen sind für sie wie ein Tagebuch, mit denen sie Erlebtes und ihre Eindrücke dokumentieren kann. Hinter ihren monochromen Schattierungen verbergen sich Geschichten und Eindrücke, die sie durch Sprache gar nicht zu erzählen im Stande sei. 

Lucie Langston –Illustratorin und Comiczeichnerin

Foto: Eda Sarikaya (Foto: ard-foto s1)
Lucie Langston ard-foto s1

Lucie Langston ist Illustratorin und Comiczeichnerin aus Rheinland-Pfalz und wohnt in Mainz. Sie arbeitet digital, autobiografisch und politisch. Ihre Lieblingsfarbe ist blau. Lucie ist es wichtig, mit ihren Zeichnungen auf Ungerechtigkeiten und Missstände aufmerksam zu machen. Die politische Aussage ist ihr wichtiger, als etwas zu zeichnen, „weil es halt hübsch anzusehen ist“.

 

Mehr zu den ARD Kultur Creators

ARD Wettbewerb ARD Kultur Creators — Projekt von Lucie Langston und Julia Kleinbeck wird vom SWR umgesetzt

Von Podcast über Kunstexperiment bis Langzeit-Doku: ARD Kultur hat am 9.6.2022 auf der re:publica in Berlin die neun Gewinnerprojekte des Ideenwettbewerbs „ARD Kultur Creators“ zum Thema „Verbundenheit“ präsentiert. Bis zum Ende des Jahres werden die Projekte umgesetzt und auf verschiedenen ARD-Plattformen veröffentlicht. Vom SWR umgesetzt wird ein Projekt mit Short Graphic Essays von Lucie Langston und Julia Kleinbeck.

Gespräch ARD Kultur Creators Wettbewerb: Das Projekt „Connecting Stories“ gewinnt für den Südwesten

Es wurde viel Wert auf der Vielfalt der Projekte gelegt, sagt Bettina Kasten, Leiterin Partner- und Projektmanagement der ARD-Kultur. Im Rahmen des Wettbewerbs ARD-Kultur Creators zum Thema „Verbundenheit“ wurden 9 Gewinnerprojekte gekürt: Podcasts, Dokumentation, Video-Formate und Experimente. Mit einem crossmedialen Projekt hat für den Südwesten „Connecting Stories“ gewonnen, von Lucie Langston und Julia Kleinbeck, zwei Zeichnerinnen aus Mainz und Karlsruhe, denn in ihrem Projekt zeigen sie „einen weiblichen Blick, der oft fehlt“, so Kasten. Hinter "Connecting Stories" verbergen sich sogenannte Short Graphic Essays. Darin geht es um die Verbundenheit von Frauen ähnlicher biografischer Landschaften. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winkt ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro und die Veröffentlichung ihrer Idee in der ARD Mediathek, ARD Audiothek oder bei Social Media.

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Gespräch „Call me DJ!“ – Doku-Serie über Frauen in der Clubszene startet auf neuem Online-Portal ARD Kultur

Frauen, die auflegen, haben es in der Clubszene schwer, weil sie viel weniger Aufmerksamkeit bekommen als Männer, sagt die Regisseurin Rosanna Grüter in SWR2. Für den Start des neuen Portals ARD Kultur hat Grüter, die selbst DJ ist, die fünfteilige Dokuserie „Call me DJ!“ produziert, die sich um Gleichberechtigung in der Clubkultur dreht.

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