Jannik Mause sitzt auf einer Spielerbank.

Fußball | 2. Bundesliga

Keine Angst vor der 2. Liga: Mause und sein Versprechen an die Fans des FCK

Stand
Autor/in
Patrick Stricker
Das Interview führte
Marius Müller

Jannik Mause ist der Neue im Sturm des 1. FC Kaiserslautern. Schon sein erstes Heimspiel für den FCK soll ein besonderes werden.

Familienblöcke, da ist das Fritz-Walter-Stadion keine Ausnahme, sind in modernen Fußballarenen seit Jahren gang und gäbe. Ein Bereich, der sich in Kaiserslautern auf der Südtribüne befindet – und der offenbar schon am zweiten Spieltag der kommenden Zweitliga-Saison vergrößert werden muss. Denn wenn der FCK Mitte August gegen Greuther Fürth sein erstes Heimspiel der neuen Runde bestreitet, könnte wahrscheinlich allein der Anhang von Jannik Mause komplette Blöcke füllen.

"Seitdem der Wechsel feststand, habe ich von meiner Familie und von Freunden Ticketanfragen für das erste Heimspiel bekommen", erzählt der Lauterer Neuzugang im Gespräch mit SWR Sport. Auf diesen besonderen Arbeitstag für seinen neuen Club habe Mause laut eigener Aussage "richtig viel Bock: Die Lust ist da und ich freue mich unfassbar drauf."

Mause beim FCK: Geholt für möglichst viele Tore

Nun ist die Erweiterung der Familienblöcke auf dem Betzenberg freilich mit einem Augenzwinkern zu verstehen – komplett ernst meint es Mause hingegen, wenn er über seine Ambitionen mit dem FCK spricht. "Hoffentlich können sich die Fans auf ein paar Tore von mir freuen. Dafür wurde ich ja auch geholt", sagt der Mittelstürmer und grinst. Es wirkt wie ein verheißungsvolles Grinsen.

Ganze 18 Treffer waren es, die Torschützenkönig Mause in der vergangenen Spielzeit für Drittligist Ingolstadt erzielte. Nun der Sprung in die 2. Liga, wobei der Wechsel zu den Roten Teufeln alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Weitere Zweitligisten sollen an einer Verpflichtung des Torjägers interessiert gewesen sein. Das Portal transfermarkt.de beziffert die Ablösesumme auf 600.000 Euro.

Mause: "… sehr gerne auf dem Betze spielen"

Mause verrät: "Der Kontakt bestand schon ein bisschen länger. Es gab im letzten Sommer schon einmal einen Austausch – dann jetzt diesen Sommer wieder. Und dann war relativ schnell klar, wenn die zwei Vereine sich einigen, dass ich dann sehr gerne auf dem Betze spielen möchte."

Der 25-Jährige, der in der abgelaufenen Saison auch noch vier Tore vorbereitete und im Bayernpokal drei weitere Treffer erzielte, soll dem Angriff des DFB-Pokal-Finalisten zusätzliche Flexibilität verleihen – vor allem aber eine gewisse Körperlichkeit. 1,89 Meter ist der Angreifer groß, er gilt als beweglicher sowie cleverer Stürmer und beschreibt sich selbst mit den Eigenschaften lauf- und kampfstark: "Die Fans können sich darauf einstellen, dass ich immer 100 Prozent gebe." Die Frage ist bloß: Als einzige Spitze – oder mit einem Sturmpartner?

Kaiserslautern

Fußball | 2. Bundesliga Jannik Mause verstärkt Offensive beim 1. FC Kaiserslautern

Am Samstag (6.Juli) fährt der 1. FC Kaiserslautern ins Trainingslager nach Südtirol. Mit dabei ist dann auch ein neuer Mann für die FCK-Offensive: Drittliga-Torschützenkönig Jannik Mause.

Die Antwort kennt möglicherweise noch nicht einmal Kaiserslauterns neuer Trainer Markus Anfang, der FCK befindet sich noch am Beginn seiner Saisonvorbereitung. Experimente sind im Trainingslager in Mals/Südtirol nur schwer möglich: Ragnar Ache, der in der vergangenen Saison 17 Tore in 29 Pflichtspielen für die Pfälzer erzielte, laboriert an Achillessehnenproblemen und kann derzeit nicht mit der Mannschaft trainieren.

FCK startet in Ulm in die neue Saison

Ob eine Spitze oder zwei – Mause bietet sich vorsorglich für beide Varianten an. Einen Konkurrenzkampf mit Ache? Sieht er nicht: "Wir sind ein Team, ich fördere Ragnar und er mich. Unterm Strich habe ich keine Angst vor der 2. Liga, sondern richtig Bock auf die Vereine, die auf uns zukommen." Den ersten davon kennt Mause noch aus der vergangenen Drittliga-Saison, es ist Aufsteiger SSV Ulm 1846. Dort befindet sich der Familienblock übrigens auf der Gegengerade.

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Autor/in
Patrick Stricker
Das Interview führte
Marius Müller