Der neue FCK-Trainer Markus Anfang.

Fußball | 2. Bundesliga

Aktiv und bestimmend - so will Markus Anfang mit dem FCK Fußball spielen

Stand
Autor/in
Michael Richmann

Nach einer turbulenten Saison will Markus Anfang den 1. FC Kaiserslautern wieder in ruhigeres Fahrwasser führen. So stellt sich der 50-Jährige die kommende Saison vor.

Markus Anfang ist angekommen - auf dem Betzenberg und beim 1. FC Kaiserslautern. "Das ist eine schöne Aufgabe. Ich freue mich darauf. Ich weiß natürlich, was da auf mich zukommt. Jeder, der meine Historie als Trainer kennt, weiß, da gibt es schon den einen oder anderen Traditionsverein."

Diese Mischung aus großen Erwartungen und wenig Geduld ist dem 50-Jährigen also durchaus geläufig: "Es ist immer eine Ehre, solche Vereine zu trainieren, weil dahinter auch wahnsinnig viel Power steckt. Und ich sehe immer die Chance in dem Ganzen."

Thomas Hengen glaubt an die Qualitäten des neuen Coaches. Warum Anfang der richtige ist? "Weil er ein Dickkopf ist, weil er einen eigenen Kopf hat und ambitioniert ist. Weil er anstregend ist. Ich glaube, das bin ich auch. Aber das ist gut so, dass man sich reibt und ambitioniert bleibt und Ideen hat, von seiner Art Fußball zu spielen", sagte der Gerschäftsführer im Interview mit SWR Sport.

Anfang will FCK hoch anlaufen und starkes Pressing spielen lassen

Anfang ist nicht zum ersten Mal in Kaiserslautern. Von 2002 bis 2004 trug er das Trikot der Roten Teufel. "Ich war Spieler hier. Und jetzt bin ich in einer anderen Funktion hier. Das kann man zwangsläufig nicht unbedingt miteinander vergleichen. Jetzt sind meine Aufgaben ganz andere."

Und dazu gehöre vor allem die Entwicklung der Mannschaft: "Wir wollen sehr aktiv Fußball spielen. Wir wollen, auch wenn der Gegner den Ball hat, bestimmen, wo er das tut." Markus Anfang lässt seine Mannschaften gerne hoch anlaufen und starkes Pressing spielen. Bei Ballbesitz sollen sie den direkten Weg zum Tor suchen - das war bei Holstein Kiel so, das war beim 1. FC Köln so, das war auch bei Werder Bremen und Dynamo Dresden so.

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Nach einer turbulenten Saison will Markus Anfang den 1. FC Kaiserslautern wieder in ruhigeres Fahrwasser führen. So stellt sich der 50-Jährige die kommende Saison vor.

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Anfang setzt auf die typischen FCK-Tugenden

Eine gewisse Physis und eine gewissen Leidenschaft seien dafür die Voraussetzung, meint Anfang: "Und ich glaube, dieses Aggressive und Leidenschaftliche ist auch etwas, das man hier sehr gerne sieht. Ich glaube, der Fan hat ein gutes Gespür dafür, ob die Spieler alles dafür tun, um dieses Spiel zu gewinnen. Dann verzeiht er auch das eine oder andere schlechtere Ergebnis."

Dennoch hat Sportgeschäftsführer Hengen einen Platz in der "oberen Tabellenhälfte" als Saisonziel ausgegeben. Darauf wollte Anfang sich jedoch nicht festlegen: "Das wollen wir nicht nur über ein Ergebnis definieren. Natürlich wollen wir erfolgreich sein, und natürlich wollen wir auch Spiele gewinnen. Das ist unser Hauptaugenmerk. Aber wir wollen auch Spieler entwickeln, und wir wollen guten Fußball spielen."

Markus Anfang hat einen Zwei-Jahres-Vertrag beim FCK

Zwei Jahre hat Anfang dafür Zeit. So lange läuft sein Vertrag in Kaiserslautern. Und nach der sehr unruhigen vergangenen Saison, in der der FCK gleich drei Trainer beschäftigt hatte und erst kurz von knapp den Klassenerhalt geschafft hat, will Markus Anfang die Roten Teufel erst einmal wieder in ruhigeres Fahrwasser führen.

Dafür hat er sich sogar schon ein paar Tipps von Vorgänger und Altmeister Friedhelm Funkel geholt: "Friedhelm Funkel habe ich angerufen. Ich bin natürlich dankbar für jede Informationen, die Friedhelm mir geben konnte." Der 70-Jährige hatte dem FCK mehr Geduld und einen Trainer gewünscht, "der ein bisschen dickköpfig ist." Ob Anfang dafür der richtige ist? "Dickköpfig im Sinne von eine Idee zu haben, die ich gerne umsetzen möchte, weil ich davon überzeugt bin. Aber ich bin nicht beratungsresistent."

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Michael Richmann