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Lokal sollte man Mittel einsetzen, die keratolytisch sind, also Hornsubstanz und Schuppen auflösen können. Da bietet sich Harnstoff an, der auch in unserem Urin vorhanden ist.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
16:05 Uhr
Sender
SWR2

Harnstoffhaltige Mittel können Linderung verschaffen

Es gibt ihn als Salbe oder in flüssiger Form, vielleicht auch als Shampoo. Ich würde also etwas Harnstoffhaltiges anwenden. Fragen Sie in der Apotheke nach einem harnstoffhaltigen, haarverträglichen Mittel. Das wird eine Lotion sein. Wenn Sie die regelmäßig auftragen, müssten diese Schuppen weniger werden.

Die große Frage ist natürlich: Warum haben Sie das seit einem Jahr? Hat sich sonst was verändert? Ist die Haut insgesamt zu fett? Oder eher zu trocken?

Bei der Ernährung auf Omega-3-Fettsäure achten

Es stellt sich dann die Frage, ob man über die Ernährung was machen kann, zum Beispiel mit Leinöl oder Nachtkerzenöl. Also mit Fetten in der Ernährung, die Omega-3-Fettsäure enthalten. Die könnten die Sache vielleicht auch verbessern.

Für wichtig halte, wie gesagt, die Lokaltherapie mit einem harnstoffhaltigen Mittel. Sie sollten aber darauf achten, die Haut nicht zu sehr zu strapazieren, indem sie es zu häufig anwenden und die Stelle zu häufig waschen.

Urea-Produkte nicht zu oft anwenden

Gerade wenn die Hautschuppen so störend sind, dass Sie die Schuppen sogar abschaben, ist der Harnstoff richtig. Wenn eine Wirkung beim ersten Versuch noch nicht eintritt, müsste die Konzentration des Harnstoffs erhöht werden. Es gibt ihn von 0,5 Prozent bis 40 Prozent. Es handelt sich um ein eigentlich komplett harmloses Mittel, aber bei höheren Konzentrationen kann man damit auch Warzen auflösen, sogar Nägel auflösen. Damit kriegen Sie alles, was Horn ist, aufgelöst, ohne die Haut zu schädigen. Aber natürlich muss man schauen, dass man es bei den hohen Konzentrationen nicht zu oft anwendet.