Anatomie

Warum läuft die Nase, wenn man weint?

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Gábor Paál
Gábor Paál (Foto: SWR, Oliver Reuther)

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Tränenkanal endet in der Nase

Was aus der Nase läuft, ist Tränenflüssigkeit. Augen und Nase sind nämlich durch den Tränenkanal verbunden. Auch wenn wir nicht weinen, produzieren die Tränendrüsen ständig Tränenflüssigkeit. Sie tun das, um die Augen feucht und sauber zu halten, aber auch, um die Hornhaut mit Nährstoffen zu versorgen.

Diese Tränenflüssigkeit fließt von außen nach innen, d.h. unsere Tränendrüsen führen dem Auge Flüssigkeit zu. Diese Flüssigkeit verdunstet zum Teil; zum anderen Teil fließt sie innen, über den Tränenkanal, wieder ab – und dieser Kanal endet nun mal in der Nase.

Wenn das Auge "Hochwasser" hat

Normalerweise merken wir das nicht, weil nur geringe Mengen Flüssigkeit dort verschwinden und diese sich sozusagen in den Weiten der Nasenschleimhäute verlieren.

Aber wenn wir weinen, produzieren wir einen kräftigen Überschuss an Tränenflüssigkeit; das Auge hat dann „Hochwasser“: Ein Teil tritt über die Ufer – das sind die Tränen, die übers Gesicht fließen. Aber es fließen auch größere Mengen Tränenflüssigkeit über den Tränenkanal ab und kommen als salziges triefendes Nass aus der Nase heraus.

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