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Gábor Paál (Foto: SWR, Gábor Paál)

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Guckt man ins Internet, dann findet man etliche Nutzer, die davon berichten, dass Spinnen wieder aus dem Staubsauger rausgekrabbelt sind. Andere behaupten, das könne gar nicht sein, weil es die Tiere im Staubsaugerschlauch zerreißt bzw. sie spätestens im Staubsaugerbeutel ersticken, weil der viele Staub dort die Atemwege der Spinnen – die Tracheen – verstopft.

Mit 100 km/h gegen die Wand

Das sind natürlich alles Mutmaßungen von Internetnutzern. Ich habe deswegen bei führenden Staubsaugerherstellern angerufen. Die Antwort war: Im Regelfall werden die Spinnen tatsächlich beim Einsaugen getötet, und zwar vor allem aufgrund der hohen Geschwindigkeiten. Beim normalen Staubsaugen, also mit 1.000 bis 2.000 Watt, fliegen die Tiere mit einer Geschwindigkeit von 100 bis 140 Stundenkilometer durch den Schlauch. Der Schlauch ist gekrümmt und hört irgendwo auf. Das heißt, die Tiere prallen mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h an eine Wand, und das dürften sie kaum überleben. Es sei denn, man saugt vielleicht mal mit ganz kleiner Leistung einen Vorhang ab, an dem eine Spinne dranhängt. Aber bei den normalen Leistungen stehen die Chancen für die Spinnen eher schlecht.

Hygieneventil vereitelt jede Chance für die Spinne

Neuere Staubsauger haben heute ein Hygieneventil am Ende des Schlauchs. Das heißt, selbst wenn die Spinne oder das Insekt lebend in den Staubsaugerbeutel hineinkommt, kommt sie nicht wieder raus.