In Worms findet die erste rheinland-pfälzische Wasserstofftagung statt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / HANS PUNZ / APA / picturedesk.com | HANS PUNZ)

Erste Tagung in Rheinland-Pfalz

Experten in Worms: Wie kann Wasserstoff die Energie- und Klimakrise lösen?

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In Worms findet heute die erste Wasserstofftagung Rheinland-Pfalz statt. Es geht darum, wie Wasserstoff genutzt werden kann.

Laut Veranstalter, dem Energieinstitut "Transferstelle Bingen", kommen Akteure aus Politik, Wissenschaft und der Energiewirtschaft zusammen, um sich über die Nutzung von Wasserstoff auszutauschen. In Fachvorträgen und Diskussionsrunden wird es auch darum gehen, wie Wasserstoff jetzt schon genutzt wird und die Nutzung ausgebaut werden kann.

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Mainz berichtet von seinem Wasserstoffbus

So wird der Geschäftsführer der Mainzer Mobilität, Jochen Erlhof, über den ersten wasserstoffbetriebenen Bus in Mainz sprechen. Die Kreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach berichten über ihr Projekt zur Nutzung von Wasserstoff als Energieträger.

Die Kreise bilden eine von 15 Regionen bundesweit, die als so genannte HyStarter-Region ausgewählt wurden. Gut 30 Firmen und Institutionen sollen herausfinden, wo sie statt fossiler Energien Wasserstoff einsetzen können. Bei der Tagung in Worms wird es auch Vorträge von der TU Kaiserslautern und dem Chemiekonzern BASF geben.

Die Tagung wird vom rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerium und der Energieagentur unterstützt. Laut dem Veranstalter sind 130 Teilnehmende in Worms angemeldet.

Wasserstoff als Gasersatz

Energieintensive Unternehmen wie beispielsweise die Schott AG in Mainz versuchen seit Monaten, einen Ersatz für das teure und knappe Erdgas zu finden. Ein Schlüssel könnte dabei Wasserstoff sein, der zumindest zu einem Teil Erdgas ersetzen kann. Ein entsprechendes Pilotprojekt bei Schott soll in Kürze starten. Die Schmelzwannen zur Glasherstellung werden dabei von Wasserstoff erhitzt.

Wasserstoff gilt heute vor allem wegen seiner guten Speicherfähigkeit als Energie der Zukunft. Lange Zeit hielten sich Unternehmen mit der teuren und aufwändigen Forschung zurück. Mittlerweile sieht auch das EU-Parlament Wasserstoff als geeigneten Energieträger, mit dem die Klimaziele in Europa bis 2050 erreicht werden könnten. Bis dahin will die EU komplett klimaneutral sein.

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