Viele Menschen mit Post-Covid-Syndrom leiden an Erschöpfung. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Oliver Killig)

Verhaltenstherapie scheint zu wirken

Gute Ergebnisse bei Post-Covid-Studie: Uni Mainz sucht weitere Teilnehmer

Stand
AUTOR/IN
Ilona Hartmann
SWR-Autorin Ilona Hartmann (Foto: SWR, Daniel Brusch)

Erschöpfung und Müdigkeit: Diese typischen Symptome des Post-Covid-Syndroms konnten in einer Pilotstudie der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität gelindert werden. Weitere Betroffene können sich melden.

Mit 64 betroffenen Patienten und Patientinnen hatte die Mainzer Uni in den vergangenen Monaten eine Pilotstudie zum Post-Covid-Syndrom gemacht. Im Kern ging es dabei um eine spezielle kognitive Verhaltenstherapie.

Verhaltenstherapie in der Gruppe scheint zu wirken

Dafür haben sich die Post-Covid-Betroffenen regelmäßig zu Gruppentherapie-Sitzungen getroffen. Dort bekamen sie ausführliche Informationen zu ihrer Erkrankung, so Michael Witthöft von der Abteilung für Klinische Psychologie der Mainzer Universität. Auf Basis der individuellen Erscheinungsformen und Symptome sei dann geschaut worden, was die Betroffenen selbst tun könnten, um ihre Situation zu verbessern, wie beispielsweise ungünstige Verhaltensweisen zu ändern.

Die Ergebnisse belegen nach Angaben der Mainzer Uni, dass diese Form der Behandlung von den Teilnehmern gut angenommen wurde. Außerdem gebe es Hinweise, dass durch diese Behandlung tatsächlich Symptome wie Erschöpfung und andere Beeinträchtigungen durch das Post-Covid-Syndrom verringert wurden.

Uni Mainz sucht weitere Patienten mit Post-Covid

Nun soll diese Studie im kommenden Jahr in größerem Stil fortgesetzt werden, um die Wirksamkeit dieser Therapie weiter zu überprüfen. Dafür sucht die Institutsambulanz für Psychotherapie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz weitere betroffene Patienten und Patientinnen. Die Teilnehmer müssen jeweils an acht Gruppentherapie-Sitzungen teilnehmen, die voraussichtlich wöchentlich stattfinden werden.

Rheinland-Pfalz

Insgesamt fünf Standorte in RLP Mainz und Koblenz: Erste Anlaufstellen für Long-Covid-Patienten gehen an den Start

In Mainz und Koblenz haben am Freitag die ersten von insgesamt fünf in RLP geplanten Anlaufstellen für Menschen mit Corona-Langzeitfolgen ihre Türen geöffnet. Die Erwartungen sind aber gering.

Guten Morgen RLP SWR1 Rheinland-Pfalz

Dabei bekommen sie Informationen zum Krankheitsbild und verschiedene psychotherapeutische Behandlungsansätze vermittelt. Außerdem müssen sie regelmäßig Fragebögen ausfüllen. Die Studie wird voraussichtlich Anfang 2024 starten.

Anmeldung bei Mainzer Uni schon jetzt möglich

Betroffene mit Interesse an einer entsprechenden Gruppentherapie können bereits jetzt unter der folgenden E-Mail-Adresse Kontakt aufnehmen, um weitere Informationen zu erhalten: post-covid@uni-mainz.de. Informationen gibt es auch auf der Website der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität.

Mehr zu Post-Covid im SWR

Rheinland-Pfalz

Datenübermittlung per App Post-Covid-Zentren in RLP sollen Betroffenen helfen

Laut Gesundheitsministeriums leiden etwa 80.000 Menschen in RLP an Post-Covid. Fünf Anlaufstellen sollen ihnen nun besser helfen..

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Mainz

Corona-Langzeitfolgen Long-Covid-Selbsthilfegruppe in Mainz will Betroffenen helfen

In Mainz gründet Johanna Theobald die erste Long-Covid-Selbsthilfegruppe. Sie ist Ende 2020 selbst an Corona erkrankt und hat seitdem mit Long-Covid zu kämpfen.

Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

Sindelfingen

Leichtathletik Nach Post-Covid: Tolles Comeback von Kugelstoßerin Alina Kenzel

Alina Kenzel aus Sindelfingen war nah dran an der Weltspitze im Kugelstoßen. Doch dann bremsten sie Corona und heftige Post-Covid-Symptome zwei Jahre aus. Jetzt ist sie zurück.

Mayen

Keine Kraft mehr zum Gehen Zehn Monate Post-Covid: 12-Jähriger fährt wieder Mountainbike

Ein 12-Jähriger aus Mayen litt zehn Monate lang so schlimm an Post-Covid, dass er zum Pflegefall wurde. Jetzt kann er wieder Mountainbike fahren.

Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz