Trickbetrüger fordern immer öfter Gutscheinkarten für Online-Shopping, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Mohssen Assanimoghaddam)

Warnung vor Betrugsmasche

Polizei Mainz: Betrug über Gutscheinkarten für Onlineshopping

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Es ist immer dieselbe Masche: Betrüger versprechen meist älteren Leuten einen hohen Geldgewinn. Die Methoden, wie sie ihren Opfern stattdessen Geld aus der Tasche locken, ändern sich allerdings ständig.

"Sie haben gewonnen" - wer hört das nicht gerne. Auch eine 55-jährige Frau aus Mainz hat nach Angaben der Polizei einen solchen Anruf erhalten: 38.500 Euro sollte sie bekommen - in einem Geldtransporter, der direkt zu ihr nach Hause kommt. Dieser müsse allerdings versichert werden, hätten die mutmaßlichen Betrüger am Telefon behauptet. Kostenpunkt: 1.000 Euro in Form einer Gutscheinkarte für Online-Shopping von Google.

Wie die Mainzer Polizei berichtet, hat die Frau die Karten auch besorgt, abfotografiert und mitsamt zugehöriger PIN an die Betrüger geschickt. Angeblich habe es sich aber um die falschen Gutscheinkarten gehandelt - die 55-Jährige kaufte laut Polizei noch einmal welche für 1.000 Euro.

Betrugsmasche wird laufend verändert

Als sich dann auch noch die Gewinnsumme wegen eines angeblichen Zahlendrehers verdoppelte - von 38.500 auf 83.500 Euro - und somit noch mehr Gutscheinkarten für eine höhere Versicherung des Geldtransporters verlangt wurden, ging die Frau am Mittwochnachmittag zur Polizei.

 "Die vorgetäuschten Szenarien werden von den Gaunern laufend verändert", heißt es in einer Mitteilung der Polizei Mainz. Tanja Olf von der Präventionsabteilung des Polzeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen sagte am Donnerstagmorgen bei SWR4 Rheinland-Pfalz im Interview, wie man sich vor solchen Maschen schützen kann.

Trickbetrüger nennen keine Namen

"Unter anderem erkennt man die Trickbetrüger daran, dass sie keine Namen nennen", sagt Tanja Olf. Sie würden besonders ältere Menschen ins Visier nehmen, so die Polizistin. Sie zu finden - oft Zufall. "Die Betrüger schauen im Telefonbuch nach älteren Vornamen oder kurzen vierstelligen Telefonnummern. Das sind alles Indizien, dass es sich um ältere Menschen handelt."

Tanja Olf betont, wie wichtig es ist, dass die Bürgerinnen und Bürger zur Polizei gehen. Nur so könne die Polizei von neuen Betrugsmaschen erfahren. "Wir sind auf die Informationen angewiesen und passen dann unsere Ermittlungen dementsprechend an."

Weitere Informationen zu Betrugsmaschen hat die Polizeiliche Kriminalprävention auf ihrer Internetseite zusammengestellt.

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