Das Haus der Lebenshilfe in Sinzig am Tag nach der Katastrophe (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Bewohner im Schlaf von Flutwelle überrascht

Hochwasser in Sinzig: Zwölf Tote im Lebenshilfehaus

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Die Flutwelle der Ahr hat im Haus der Lebenshilfe in Sinzig zwölf Todesopfer gefordert. Das bestätigte der Verein und die Feuerwehr am Freitag.

Das Erdgeschoss des Gebäudes in Sinzig sei so schnell und mit solcher Wucht vollgelaufen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner kaum eine Chance gehabt hätten, heißt es von der Lebenshilfe. Die Flutwelle habe die Menschen mehr oder weniger im Schlaf überrascht. Sie hätten sich nicht mehr selbst retten können.

Die Nachtwache habe es noch geschafft, einige Bewohner in den ersten Stock des Wohnheims zu bringen. "Als er die nächsten holen wollte, kam er schon zu spät", sagte der Geschäftsführer des Landesverbands der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz, Matthias Mandos. Am Freitag war an dem Gebäude eine etwa drei Meter hoch reichende Schlammschicht zu sehen, die über die Fenster des Erdgeschosses reichte.

"Wir sind alle entsetzt, fassungslos und unendlich traurig."

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Menschen aus oberen Etage gerettet

Die Bewohnerinnen und Bewohner der oberen Etage seien über Stunden eingeschlossen gewesen. Die Feuerwehr habe die Eingeschlossenen zwischenzeitlich über Boote versorgt. Sie konnten nach Angaben der Lebenshilfe inzwischen gerettet werden.

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Durch den Einsatz der Rettungskräfte und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe sei es gelungen, die geretteten Menschen zu versorgen und an anderen Standorten unterzubringen, an denen eine Betreuung sichergestellt sei, teilte die Lebenshilfe mit. Die Menschen sind nach SWR-Informationen bei ihren Familien sowie in einem leer stehenden Hotel untergebracht.

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Lebenshilfehaus soll erhalten bleiben

"Wir sind alle entsetzt, fassungslos und unendlich traurig. Unsere Trauer und unser Mitgefühl gelten vor allem den Eltern, Familien, Freunden und Angehörigen", sagte der Vorsitzende der Lebenshilfe, Ulrich van Bebber.

Wie es weitergehe, müsse gemeinsam besprochen werden, sagte van Bebber: "Jetzt müssen wir uns erst einmal um die betroffenen Menschen kümmern. Wir wollen aber in jedem Fall das Lebenshilfehaus als Wohneinrichtung erhalten und wenn nötig wieder neu aufbauen."

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