Ein Mann steht vor dem Landgericht Koblenz vor Gericht (Foto: SWR)

Knapp ein Jahr lang bedroht

Prozessauftakt in Koblenz: Mann soll rund 26.000 Euro erpresst haben

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Jessica Pfeiffer
Bild von SWR Multimediareadakteurin Jessica Pfeiffer aus dem SWR-Aktuell- Studio in Koblenz (Foto: SWR)

Vor dem Landgericht Koblenz hat am Donnerstag ein Prozess gegen einen Mann wegen räuberischer Erpressung begonnen. Dabei geht es auch um den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte aus dem Kreis Ahrweiler in 30 Fällen Geld von einem Mann erpresst: Sollte dieser den Angeklagten nicht bezahlen, würde er ihn öffentlich beschuldigen, ihn als Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben.

Etwa ein Jahr lang soll der 49-jährige Angeklagte immer wieder Geld verlangt haben. Laut Gericht hat er so insgesamt fast 26.000 Euro von dem Mann erpresst. Das Geld wurde entweder bei persönlichen Treffen übergeben oder auch überwiesen.

Geld mit Soft-Air-Pistole erpresst

Das Opfer soll erst beim zweiten Prozesstermin befragt werden. Beim Prozessauftakt haben zunächst die Ermittler der Kriminalpolizei Mayen ausgesagt. Demnach habe der Mann ihnen damals erklärt, er habe die Erpressung so lange mitgemacht, weil er Angst um sein Leben und seinen Ruf hatte.

Der Angeklagte soll ihn in Sprachnachrichten und Handyvideos bedroht und unter Druck gesetzt haben. Bei einem Treffen soll er ihn auch mit einer Soft-Air-Pistole bedroht haben, um Geld zu bekommen. Dabei habe er so getan, als sei die Waffe echt. Der Bedrohte wandte sich den Angaben zufolge schließlich an die Polizei und der 49-Jährige konnte bei einer geplanten Geldübergabe am Bahnhof Remagen festgenommen werden.

Vorwurf des sexuellen Missbrauchs steht im Raum

Der Angeklagte war beim Prozessauftakt sehr emotional - mal weinte er, mal wurde er wütend. Nach Informationen des Landgerichts wurde er schon häufiger straffällig und saß bereits mehrfach im Gefängnis, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und dem unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln.

Ob der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs stimmt, konnte am ersten Prozesstag nicht abschließend geklärt werden. Der Angeklagte deutete es vor Gericht an; der Mann, den er bedrohte, streitet es laut Polizei ab.

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