Die Reaktivierung der S-Bahn von Zweibrücken nach Homburg soll nach Angaben der Bahn erst 2026 fertig sein.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Lino Mirgeler)

Bauarbeiten werden länger dauern

S-Bahn Zweibrücken-Homburg kommt erst 2026

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Jochen Voß
Bild von Jochen Voß, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Die Zweibrücker müssen länger als geplant auf den S-Bahn-Anschluss nach Homburg warten. Voraussichtlich werden erst 2026 wieder Züge auf der Strecke fahren.

Ursprünglich sollte die Strecke anderthalb Jahre früher reaktiviert sein. Nach Angaben der Bahn will sie nun aber Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern in ihre Pläne einarbeiten. Deshalb könne der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden.

Die S-Bahn Homburg-Zweibrücken soll bis 2026 reaktiviert werden. Die Bahn schätzt die Kosten auf mindestens 39 Millionen Euro.  (Foto: SWR)
Bis auf der stillgelegten Bahnstrecke von Homburg nach Zweibrücken wieder Züge fahren können, wird es bis 2026 dauern.

Bahn will Bahnübergang in Einöd behalten

Ein Vorschlag kam aus Einöd. Dort wollte die Bahn eigentlich einen Bahnübergang schließen. Dann gab es aber Einwände einer Anwohnerin, die dort einen Pferdehof betreibt. Nur über den Übergang könnten die Tiere zu den Auslauf- und Weideflächen kommen. Nun bleibe nach Angaben der Bahn der Übergang erhalten und werde erneuert. Das koste aber Zeit und Geld.

"Die länderübergreifende Reaktivierung der Strecke Homburg – Zweibrücken ist eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für die Verbesserung des SPNV in Rheinland-Pfalz und im Saarland."

Kosten für Reaktivierung der S-Bahn Homburg-Zweibrücken

Die Kosten, um die stillgelegte Bahnstrecke wieder in Betrieb zu nehmen, schätzt die Bahn derzeit auf 39 Millionen Euro. Diese müssten aber erneut überprüft werden, unter anderem wegen möglicher Preissteigerungen am Markt und den Veränderungen an den eigentlichen Plänen.

Als vor fünf Jahren die Reaktivierung beschlossen wurde, hieß es, die Kosten würden bei etwa 25 Millionen Euro liegen. Innerhalb dieser Zeit sind sie also bereits deutlich gestiegen. Den größten Teil übernimmt der Bund. Rheinland-Pfalz und das Saarland teilen sich die übrigen Kosten.

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