Zweiter Versuch klappt

Weltkriegsbombe in Kaiserslautern-Einsiedlerhof ist entschärft

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Jan Jaworski
Bild von Jan Jaworski, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Die Weltkriegsbombe im Kaiserslauterer Stadtteil Einsielderhof ist entschärft. Zwei Anläufe hat es dafür gebraucht. Beim zweiten Mal ging es aber ganz fix.

13 Minuten haben die Sprengstoff-Experten des Kampfmittelräumdienstes gebraucht, um die 125 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Und das, obwohl sie beim ersten Versuch am vergangenen Mittwoch gescheitert waren, weil ein Zünder zu marode war.

Dieses Mal - so die Stadt in einer Mitteilung - seien Kollegen aus Hessen mit einem sogenannten Wasserstrahlschneidegerät angerückt. "Da über die zwei Tage hinweg das am Mittwoch benutze Kriech-Öl tiefer in den korrodierten Zünder eingezogen ist, lies er sich heute lösen und konnte entschärft werden."

Bombe in Kaiserslautern ist entschärft - Sprengung nicht nötig gewesen

Eigentlich sollte die Weltkriegsbombe am 17. September gesprengt werden. Die Stadt hatte aber am Donnerstagabend mitgeteilt, dass nun doch noch einmal versucht wird, die Bombe zu entschärfen - mit Erfolg!

Die 125-kg Weltkriegsbombe, die in Kaiserslautern während Baggerarbeiten auf dem ACC-Gelände gefunden wurde, ist beim zweiten Versuch erfolgreich entschärft worden. Die Entschärfung wurde durch den Kampfmittelräumdienst durchgeführt und hat diesmal nur 13 Minuten gedauert. 💪🏼👏🏼 pic.twitter.com/3pcTZJDImm

So wie am vergangenen Mittwoch musste auch an diesem Freitag ein Radius von 300 Metern evakuiert werden. Betroffen war auch der Bahnverkehr von Kaiserslautern nach Landstuhl. Auch der Flugverkehr von und zur Air Base Ramstein wurde unterbrochen. Der Fundort der Bombe lag nämlich unterhalb der Einflugschneise.

Kontrollierte Sprengung der Bombe in Kaiserslautern wäre größeres Risiko gewesen

Hintergrund der Kehrtwende ist nach Angaben der Stadt, dass der Kampfmittelräumdienst immer versucht, eine kontrollierte Sprengung zu vermeiden. Diese sei nämlich stets mit einem noch größeren Sicherheitsaufwand und Risiko verbunden, als wenn man die Bombe entschärfe.

Außerdem sei nicht klar gewesen, ob die Bombe hätte direkt vor Ort gesprengt werden können oder ob sie womöglich zuerst an einen sicheren Ort hätte gebracht werden müssen.

In diesem Matschloch wurde die Bombe auf dem Gelände der künftigen Batteriezellfabrik in Kaiserslautern gefunden.  (Foto: SWR)
In diesem Matschloch wurde die Bombe auf dem Gelände der künftigen Batteriezellfabrik in Kaiserslautern gefunden.

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