DIY statt Black Friday

So kann man an Weihnachten Geld sparen

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Marcel Fehr
Marcel Fehr auf der CMT (Foto: SWR, SWR)

Black Friday und Cyber Monday locken mit Angeboten. Bisher hielt sich die Kauflaune der Menschen in RLP vor Weihnachten in Grenzen. Aber auch mit kleinem Budget muss man Weihnachten keine großen Abstriche machen.

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Der Handelsverband in Rheinland-Pfalz befürchtet, dass die Umsätze im Weihnachtsgeschäft deutlich unter dem Vorjahr liegen werden. Angesichts der Kriege, der Preissteigerungen und der schwächeren Wirtschaftslage sei die Konsumstimmung der Menschen verhalten.

Auch auf Bundesebene zeichnet sich ein düsteres Bild. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet sogar ein Minus im bisher florierenden Online-Geschäft. Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young sinkt das durchschnittliche Budget für Geschenke auf 250 Euro und damit auf den niedrigsten Wert seit neun Jahren. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, auch mit kleinem Geldbeutel eine schöne Weihnachtszeit zu verbringen.

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Black Friday und Cyber Monday

Viele setzen im Weihnachtsgeschäft auf die Rabattschlacht am Black Friday und dem Cyber Monday (27. November). Die Rabattaktionen wurden über Jahre immer beliebter und könnten sich, wie auch letztes Jahr, inflationsbedingt besonders lohnen. Denn viele Händler haben durch die Kaufzurückhaltung höhere Lagerbestände und bieten eventuell höhere Rabatte an als üblich.

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Trotzdem sollte man vorsichtig sein. Die Produkte sind an den Rabatttagen zwar günstiger aber die durchschnittliche Ersparnis lag in der Vergangenheit gerade mal bei fünf Prozent. Nur wer die marktüblichen Preise kennt, kann die aufgeblasenen Rabatte auf die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) richtig einschätzen.

Zeit verschenken

Egal ob gemeinsames Kochen, eine Runde Wandern oder Babysitten: Zeit ist wertvoll und wird vor allem von engen Freunden und der Familie besonders geschätzt. Denn nichts ist unangenehmer als ein teures Geschenk, das keiner braucht. Mit Zeit-Geschenken zeigt man seine Wertschätzung und kann sich gegenseitig die Tage verschönern. Und damit es trotzdem was zum Auspacken gibt, kann man den Zeitgutschein mit einer Bastelidee verknüpfen.

DIY und Second Hand

Nicht jeder ist ein Bastelkünstler, aber Do-it-yourself (DIY) muss nicht perfekt sein. Eine selbstgezogene Kerze, selbstgemachte Leckereien oder eine getöpferte Schale: Die Hingabe, die man dafür aufwendet, ist für viele mehr wert als ein teures Geschenk.

Auch Gebrauchtes kann begeistern. Second-Hand-Produkte liegen immer stärker im Trend und sind meist nachhaltiger und umweltfreundlicher als Neuware. Wer online sucht, findet eine große Auswahl an Kleidung, Elektroartikeln und Möbeln. Viele freuen sich sogar mehr über Second Hand als über Neuware, da laut HDE in der Bevölkerung das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und damit für gebrauchte Geschenke gestiegen ist.

Strom sparen und trotzdem strahlen

Weihnachten ist die Zeit der Lichterketten, beleuchteten Weihnachtsmänner und der Ofengerichte. Damit sorgen die besinnlichen Tage auch für einen besonders hohen Stromverbrauch. Besonders bei der Lichterkette gibt es großes Sparpotenzial. Wer eine LED-Lichterkette anstatt einer mit Glühlampen verwendet, verbraucht zehnmal weniger Strom. Auch auf batteriebetriebene Kerzen sollte man verzichten, denn der Strom ist dadurch 300-mal teurer als aus der Steckdose.

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Kartoffel statt Knödel: Spartipps fürs Weihnachtsmenü

Beim Festessen lässt sich eine Menge Geld sparen. Los geht es bereits mit der Vorbereitung. Vor allem an Feiertagen überschätzt man gerne, wie viel man tatsächlich braucht. Online gibt es Rechner, die einen dabei unterstützen oder man macht es nach einem simplen Prinzip: Eine offene Hand für eine Portion Fisch oder Fleisch, eine weitere Hand für Nudeln, Kartoffeln oder Reis und zwei weitere Hände für das Gemüse. Insgesamt vier volle Hände pro Person sollten reichen und man schmeißt am Ende weniger weg.

Der größte Kostentreiber ist das Fleisch. Wer trotzdem nicht auf einen Braten verzichten möchte, kann die Preise vergleichen. Meist ist Ente günstiger als Gans, Schwein günstiger als Geflügel und eine Forelle kostet in der Regel weniger als ein Karpfen. Wer das Essen richtig plant, die Reste gut verwertet und sich Gedanken über die Zutaten macht, kann beides haben: Ein leckeres und sparsames Weihnachtsfest.

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