Podiumsdiskussion der OB Kandidaten Freudenstadt

Drei wollen Chef im Rathaus werden

Freudenstadt wählt: Wer sind die drei Kandidaten für die OB-Wahl?

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Markus Beschorner
Markus Beschorner ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.
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Anette Hübsch
Anette Hübsch ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

Am kommenden Sonntag wird in Freudenstadt gewählt. Das Interesse an der Kandidatenvorstellung war sehr groß. Amtsinhaber Julian Osswald wird nicht mehr antreten.

Der Wahlkampf um den Chefsessel im Freudenstädter Rathaus geht auf die Zielgerade. Bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt im großen Theatersaal des Kurhauses waren alle 650 Sitze belegt. Auch bei der Liveübertragung in den benachbarten Kienbergsaal haben noch einmal so viel Interessierte zugeschaut.

Voller Saal bei Podiumsdiskussion zur Vorstellung der Kandidaten zur OB-Wahl in Freudenstadt.
Im großen Theatersaal des Kurhauses in Freudenstadt war keiner der 650 Sitze mehr frei.

Großes Interesse an den Kandidaten für Freudenstadt

Matthieu Wölper (parteilos), Adrian Sonder (CDU) und Tore-Derek Pfeifer (parteilos) wollen die Nachfolge von Julian Osswald antreten, der nach 16 Jahren nicht mehr kandidiert. In der gut zweistündigen Veranstaltung mit Kurzvorträgen und einer anschließenden Diskussion skizzierten die Kandidaten ihre Pläne für Freudenstadt.

Viele Themen der Kommunalpolitik wurden angesprochen

Das Spektrum der Themen war breit: Von Kinderbetreuung bis zur Seniorenhilfe, von der Gartenschau bis zum Schwarzwaldtourismus. Aber auch über ein neues Miteinander in schwierigen Zeiten wurde gesprochen und diskutiert. Die Veranstaltung verlief fair und sachlich.

Drei ganz unterschiedliche Bewerber

Der 43-jährige Matthieu Wölper arbeitet in Paris für die Deutsche Botschaft und will jetzt, als OB in seine alte Heimat zurückkehren. Adrian Sonder aus Baden-Baden ist 34 Jahre alt und Referent in der CDU-Landesgeschäftsstelle. Der 53-jährige Tore-Derek Pfeifer ist seit über 20 Jahren Bürgermeister von Glatten bei Freudenstadt. Für die OB-Wahl am Sonntag, den 14.April, sind knapp 19.000 Menschen wahlberechtigt.

Die Kandidaten auf einen Blick:



Matthieu Wölper (parteilos): Der Heimatverbundene aus Paris

Matthieu Wölper ist in Freudenstadt aufgewachsen. Der 43-jährige lebt seit Jahren in Paris und arbeitet dort für die Deutsche Botschaft. Nach vielen Jahren im Ausland will er nun als OB in seine Heimat zurückkehren. Seine Themen: Einzelhandel, Kinderbetreuung, Schulen und die Förderung der lokalen Wirtschaft. Wölper hat kein Parteibuch – bezeichnet sich als unabhängig und frei. In seiner emotionalen Ansprache hat er seine Verwurzelung und Liebe zur Heimatstadt betont. Er wolle als Mensch antreten und nicht als Politiker, seine Empathie und die Fähigkeit im Team zu arbeiten, mache ihn zu einem guten Kandidaten, sagte er dem SWR. Wölper hat einen neunjährigen Sohn.

Adrian Sonder (CDU): Der Mann aus der CDU-Landesgeschäftsstelle

Adrian Sonder kommt aus Baden-Baden. Der 34-Jährige ist Referent in der CDU-Landesgeschäftsstelle. Sonder ist Mitglied der CDU, bezeichnet sich aber als unabhängiger Kandidat. Seine Kandidatur für die Wahl nennt der junge Familienvater eine "Herzensangelegenheit". Er schätze in Freudenstadt die engagierte Bürgerschaft, ein reichhaltiges Vereinsleben, starke Unternehmen, den lebendigen Einzelhandel sowie eine gute Infrastruktur in "herrlicher Landschaft". Seine Kernthemen: Wirtschaft, Tourismus sowie Kindergärten und Schulen. Bei der Vorstellung betonte Sonder gegenüber dem SWR, dass er bereits mit 34 Jahren auf einigen Posten Führungserfahrung gesammelt habe und er Freudenstadt als nahbarer Typ mit einem transparenten Politikstil nach vorne bringen will.

Tore-Derek Pfeifer (parteilos): Der Bürgermeister aus der Nachbargemeinde

Tore-Derek Pfeifer ist 53 Jahre alt und seit 20 Jahren Bürgermeister von Glatten, der Nachbargemeinde von Freudenstadt. Punkten will der parteilose Pfeifer mit seiner langen Verwaltungserfahrung und seiner Kenntnis der Region. Feste Themen hat er sich nicht gesetzt. Aus seiner Erfahrung heraus würde das den so vielfältigen Bedürfnissen in einer Gemeinde nicht gerecht werden. Sein Handeln will er daran orientieren, was vor Ort gebraucht wird, und wo es angesichts der drängenden Themen wie Klimawandel, Flüchtlingsproblematik oder klammen Kassen möglich wäre als Oberbürgermeister etwas zu bewegen. Wichtig sind ihm dabei auch die Stadtteile. Gegenüber dem SWR betonte Pfeifer seine über 20-jährige Erfahrung als Bürgermeister im Nachbarort Glatten. Die Menschen in der Region würden ihn als Macher und Schaffer kennen. Pfeifer ist evangelisch, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.

  

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