Kulturbörse Freiburg (Foto: SWR)

Kleinkunst-Fachmesse

"Internationale Kulturbörse" in Freiburg noch bis Mittwoch

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Sebastian Bargon
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Paula Zeiler
Bild von Autorin Paula Zeiler aus der SWR Aktuell Redaktion in Freiburg (Foto: SWR)

Vier Tage "Internationale Kulturbörse" in der Messe Freiburg: Sie zieht seit Jahren Künstler, Veranstalter, Agenten und Produzenten an und dauert noch bis Mittwoch.

Nach zwei Jahren Pause hat die "Internationale Kulturbörse" (IKF) wieder nach Freiburg eingeladen. In den Freiburger Messehallen haben Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und Genres vom 22. bis 25. Januar die Möglichkeit sich einem Fachpublikum zu präsentieren und viele Kontakte zu knüpfen. Die IKF hat sich nach bescheidenen Anfängen am Freiburger Seepark zur bedeutendsten Kleinkunst-Fachmesse im deutschsprachigen Raum gemausert. So gilt Freiburg seit 1989 als Mekka für Kultur- und Eventveranstalter.

Nach zwei Jahren Coronapause wieder in Freiburger Messe

Nach zwei Corona-Jahren bietet das Forum für Bühnenproduktionen, Musik und Events Profis, die über ihre Arbeit miteinander in Verbindung stehen, wieder die Möglichkeit, sich live vor Ort zu treffen und nicht über ein elektronisches Medium. Den Auftakt bildete die traditionelle Opening-Gala am Sonntagabend. Von Montag bis Mittwoch präsentieren dann über 300 Ausstellerinnen und Aussteller aus 20 Ländern sowie 500 Künstlerinnen und Künstler einen im deutschsprachigen Raum konkurrenzlosen Überblick über die Trends und Tendenzen in der Szene. 

Von Clowns über Stelzenläufer bis Stepptänzer

Bei dem Klassentreffen der Kleinkünstler tummeln sich in den Messehallen seltsam verkleidete Wesen, die mit allen Mitteln versuchen die Blicke auf sich zu ziehen, seien es Akrobaten, Clowns, Stelzenläufer, Zauberkünstler oder Stepptänzer. Die meisten Künstler haben einen Messestand gemietet, wo sie zusammen mit ihren Agenten versuchen ihr Business anzukurbeln. Andere genießen das Privileg einen der 125 Kurzauftritte ergattert zu haben. Dafür ausgewählt hat sie eine Jury mit Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für die Auftritte in den Bereichen Darstellende Kunst, Musik und Straßentheater stehen vier Bühnen zur Verfügung.

Internationale Kulturbörse 2023 in Freiburg: "Das mobile Nähatelier" (Foto: SWR, Sebastian Bargon)
Internationale Kulturbörse 2023 in Freiburg: "Das mobile Nähatelier" Sebastian Bargon

So funktioniert das Messe-Konzept in Freiburg

Und so funktioniert das Geschäft, bei dem sich alle finanziell beteiligen müssen: Die Messe Freiburg bietet das Forum für Begegnungen und Austausch an, Zuschauer und Fach-Besucher zahlen Eintritt, die Agenturen Standmiete und die Künstler für einen der begehrten Kurz-Auftritte 330 Euro. Dadurch erhalten sie die Chance im besten Fall in einem Saal vor 700 Veranstaltern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu spielen. Wenn der Auftritt gut läuft, kann sich ein Künstler, eine Band oder eine Straßentheatergruppe bis zu zwei Jahre Marketingarbeit größtenteils ersparen. Das sei für dieses Geld auf einem anderen Weg möglich, so die Veranstalter.

"Vielfalt ist ein großes Alleinstellungsmerkmal der Kulturbörse Freiburg."

Fachmesse bietet auch Kurse zum Mitmachen

Parallel zur Fachmesse gibt es im "Forum Wissen" Workshops, Seminare und Vorträge zu Themen und Fragestellungen der Kultur- und Eventbranche. Zum Beispiel gibt es einen Crashkurs zu Künsterversicherungen oder einen Vortrag zu Fundraising oder Unterstützungsmöglichkeiten durch Förderstiftungen. Carola Mohr, Projektleiterin der IKF, freut sich, dass diese Angebote wieder in Präsenz stattfinden können. Schließlich konnte man an der 33. Kulturbörse vor zwei Jahren coronabedingt nur digital teilnehmen. 2022 musste die 34. Ausgabe kurzfristig sogar abgesagt werden. 

Internationale Kulturbörse 2023 in Freiburg: Tanztheater Leonhard (Foto: SWR, Sebastian Bargon)
Internationale Kulturbörse 2023 in Freiburg: Tanztheater Leonhard Sebastian Bargon
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