Am 14. Januar 2025 wäre er 150 Jahre alt geworden: Der Philosoph und Arzt Albert Schweitzer. Bis heute gilt der Friedensnobelpreisträger als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Schweitzer ist im Elsass aufgewachsen und war öfter im Schwarzwald zu Besuch. In Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis) steht noch heute sein Wohnhaus. In einer Ausstellung können Besucherinnen und Besucher mehr über das Leben und Wirken von Albert Schweitzer und seiner Frau Helene erfahren. Und auch der ein oder andere Zeitzeuge erinnert sich noch an ihn.
Sein Werk: Ein Krankenhaus für Lambaréné

Geboren wurde Schweitzer 1875 in Kaysersberg - damals Teil des deutschen Reiches, heute im Elsass in Frankreich gelegen. Aufgewachsen ist er unweit entfernt in Vallée de Munster. Gelebt hat er später in Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis) - später nannte er sich selbst "Weltbürger". Denn seine größte Arbeit leistete er nicht in Europa, sondern in Afrika. In Lambaréné (Gabun) errichtete er 1913 ein Krankenhaus. Für sein Engagement erhielt er 1952 den Friedensnobelpreis. Mit dem Preisgeld stellte er ein Lepradorf in Lambaréné fertig. Bis heute betreibt die 1974 gegründete Internationale Stiftung für das Albert-Schweitzer-Spital das Krankenhaus weiter.

Erinnerungen an Schweitzer leben im Schwarzwald weiter
Obwohl er viel unterwegs war, kehrte Schweitzer immer wieder nach Königsfeld zurück. Dort hat auch Alexander Heisler gelebt. Sein Elternhaus ist nur einen Steinwurf vom Albert-Schweitzer-Haus entfernt. Heislers Großvater August war ebenfalls Arzt und eng mit Albert Schweitzer befreundet, die Familien kannten sich. Noch heute kann Alexander Heisler sich lebhaft daran erinnern, wie er Albert und Helene Schweitzer Klingelstreiche gespielt hat.
Engagement für Menschlichkeit
Zeit seines Lebens war es Schweitzer wichtig, dass jedes Leben wertvoll ist. So hat er es in seinem Buch 'Ehrfurcht vor dem Leben' formuliert. Direkt nach Ende des Ersten Weltkrieges etwa, redete er nicht von Franzosen und Deutschen, sondern von Menschen. Im Kalten Krieg sprach Schweitzer sich gegen die atomare Aufrüstung aus.
Er hat jedes Lebewesen versucht zu retten.
Nach dem Motto "jedes Leben schätzen und retten" lebte Schweitzer auch im Alltag, wie sich Alexander Heisler erinnert. Als das Wohnhaus der Schweitzers in Königsfeld gebaut wurde, habe Albert Schweitzer jeden einzelnen Regenwurm mit der Hand aus der Baugrube ausbuddeln wollen.
Trotzdem werfen ihm kritische Stimmen Kolonialismus vor, weil er Aussagen getätigt haben soll, in denen er sich als Europäer über die Menschen und die Kultur Afrikas stellt.
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