Boxen in Pforzheim: Uwe Hück trainiert im Boxring mit einem Sparringspartner, Hück ist ein ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Porsche AG sowie Europameister im Thaiboxen (Foto: SWR, Felix Wnuck)

Großes Ziel ist Mike Tyson

Pforzheimer Uwe Hück boxt wieder für den guten Zweck

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Felix Wnuck
Ein Porträt Foto von Felix Wnuck (Foto: SWR)

Der Pforzheimer Uwe Hück trainiert derzeit hart. Mitte Februar stellt sich der frühere Porsche-Betriebsratschef dem Ex-Profiboxer Francois Botha in einem Benefizkampf in Stuttgart.

Wer ist Uwe Hück? Das ist gar nicht so leicht zu beschreiben: Heimkind, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Porsche AG und Europameister im Thaiboxen. Einer, der von ganz unten nach ganz oben gekommen ist, der im Ring die Fäuste fliegen lässt und außerhalb viel für seine Mitmenschen, vor allem für Jugendliche in Pforzheim, tut.

2013 gründete er die Lernstiftung Hück, die sozial benachteiligten Jugendlichen hilft - durch Bildung und Box-Sport. Sein neuestes Projekt ist ein Boxkampf gegen Francois Botha, ehemaliger Profiboxer aus Südafrika. Der Kampf soll im Februar stattfinden, das damit verdiente Geld soll in die Lernstiftung Hück fließen. Momentan trainiert er dafür hart.

Boxen für den guten Zweck

Mit 60 Jahren ist Uwe Hück topfit. Eiskalt und präzise setzt er seine harten Schläge. Sein Trainingspartner Rahell Omer muss ordentlich einstecken.

"Der ist wie ein T-800 Terminator!"

Dabei dient der Boxsport einem guten Zweck, wie so vieles in Uwe Hücks Leben. In der Lernstiftung Hück, in einem Gewerbegebiet unweit des Pforzheimer Zentrums, wird das deutlich.

Lernen und Boxen unter einem Dach

Neben dem Boxstudio ist direkt ein Klassenzimmer - so wie es in jeder Schule aussieht: Tafel, Tische und Stühle in Reihe. Uwe Hück und sein Team geben dort Jugendlichen, die sonst wenige Chancen haben, Schulnachhilfe oder Trainingseinheiten.

Pforzheim: Uwe Hück engagiert sich für Integration von Jugendlichen, Hück ist ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Porsche AG sowie Europameister im Thaiboxen (Foto: SWR, Felix Wnuck)
Felix Wnuck

Uwe Hück erreicht damit viele Jugendliche. Er ist sich sicher, dass das auch der richtige Weg ist, um Jugendliche vor dem Abrutschen zu bewahren. Auch Szenen wie in der Silvesternacht in Berlin könnten so verhindert werden, meint Hück. Sein Konzept scheint erfolgreich zu sein. Noch im Februar will die Stiftung in größere Räume umziehen.

"Die Jugend soll ein Zeichen setzen, aber nicht mit Krawall und Machoscheiße. Die Erziehung muss wieder klar und deutlich sein."

Einnahmen von Boxkampf gegen Botha für Lernstiftung

Damit weiterhin Geld in die Stiftung fließt, steigt Uwe Hück für Benefizkämpfe gegen ehemalige Größen des Boxsports in den Ring. Am 18. Februar wird er gegen den Südafrikaner Francois Botha kämpfen - aber nicht nur zur Schau, es soll ein richtiger Kampf werden.

Das eigentliche große Ziel von Uwe Hück ist ein Fight gegen Boxlegende Mike Tyson aus den USA. Alles unter dem Motto "Blaue Flecke für soziale Zwecke".

"Das große Ziel ist mit meinem Management: Tyson!"

Pforzheim: Uwe Hück ist ein ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Porsche AG sowie Europameister im Thaiboxen, Hück engagiert sich für Integration von Jugendlichen (Foto: SWR, Felix Wnuck)
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