Drei Männer stehen mir erhobenen Daumen vor einem Flamingogehege in einem Zoo. Der mittlere der Drei hält ein weißes Ei in seiner linken Hand. (Foto: Pressestelle, Timo Deible/Zoo Karlsruhe)

Wichtige Daten zur Nachzucht bedrohter Arten

Karlsruher Zoo erforscht Brüten bei Vögeln mit Hightech-Ei

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Der Karlsruher Zoo will genauer erforschen, wie bedrohte Vogelarten brüten. Dafür hat der Zoo gemeinsam mit der Hochschule Karlsruhe ein künstliches Ei mit Sensoren entwickelt.

Das sogenannte Sensor-Ei misst Temperatur, Feuchtigkeit und die Lage des Eis. Es wird brütenden Vögeln ins Nest gelegt. Diese behandeln es dann wie ihre eigenen Eier. Aktuell sind die Hightech-Eier bei Brachvögeln in der Natur und bei Flamingos im Zoo im Einsatz. Ein Modell des Eis können Besucherinnen und Besucher im Exotenhaus besichtigen.

In einem Glaskasten liegt das Modell eines Sensor-Eis unter einer Wärmelampe. Vor dem Glaskasten ist ein Tablet montiert.  (Foto: Pressestelle, Maike Franzen/Zoo Karlsruhe)
Ein Schaukasten zeigt, wie das Sensor-Ei funktioniert. Pressestelle Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

Daten wichtig für Erhalt bedrohter Arten

Die Daten aus dem Sensor-Ei können über eine App per Smartphone ausgelesen werden. Sie sind laut Zoodirektor Matthias Reinschmidt wichtig für die Nachzucht bedrohter Vogelarten. So habe man bisher bei vielen Arten nur näherungsweise berechnet, mit welcher Temperatur sie brüten. Mit den Werten aus dem Ei hofft der Zoo, in Zukunft Brutbedingungen wie in der Natur schaffen zu können.

"Die Nachzucht bedrohter Vogelarten ist eine Herzensangelegenheit für mich. Wir hoffen, die Erhaltungszuchten damit verbessern zu können [...]."

Entwicklung durch Studierende

Die Entwicklung des Eis hat neun Jahre gedauert. Professor Klemens Gintner von der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik an der Hochschule Karlsruhe hat es gemeinsam mit Studierenden entworfen.

"Mir ist es wichtig, meine Studenten zu motivieren und das Studium zum Erlebnis werden zu lassen. Durch solche direkten Anwendungen und die Verknüpfung mit dem tierischen Thema ist diese Arbeit ein Paradebeispiel dafür."

Derzeit werden laut Zoo bereits die Daten der laufenden Brutsaison ausgewertet.

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