Eine freie Fläche im Wald, die komplett trocken und beige ist. Am Rand sind junge Bäume zu sehen.

Erhöhte Waldbrandgefahr

Graben-Neudorf: Mit Brunnen und Laubbäumen gegen Waldbrände

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Markus Volk

Trockenheit und Hitze setzen derzeit den Wäldern stark zu. Dadurch steigt auch die Waldbrandgefahr. Im Hardtwald bei Graben-Neudorf wird aber aktiv dagegen vorgegangen.

Kein Regen und hohe Temperaturen erhöhen die Waldbrandgefahr in der Region. Försterin Sandra Anselment ist Revierleiterin des Forstamtes Hardt im Landkreis Karlsruhe. Wenn sie im Hardtwald unterwegs ist, erkennt sie schon jetzt Trockenschäden an Pflanzen und Bäumen.

Försterin: "Ursache für Waldbrände ist häufig der Mensch"

Weggeworfene Zigaretten, grillen in Waldnähe oder eine Maschine, die an einem Stein hängen bleibt und einen Funken schlägt, wie in Gaggenau - schnell entzündet sich ein Brand. Für den Fall der Fälle wurden für den Hardtwald schon genaue Pläne mit der Feuerwehr gemacht und drei Brunnen gegraben.

Der Brunnen vor dem eine Pumpe steht und ein Schlauch, an dem das Wasser austritt.
Der Brunnen aus dem das Wasser gepumpt wird

"Wenn man mal eine Zigarette wegschnippst, geht ja keiner davon aus, dass er mutwillig einen Wald anzünden will."

Brunnen sollen für Löschwasser sorgen

Weg vom Brunnen führen Schläuche, damit das Wasser möglichst schnell an den Brandort kommt. Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, wird das Wasser aus den Brunnen auch zur Prävention eingesetzt. Vor allem junge Bäume werden mit Sprenkleranlagen gewässert. Dabei handelt es sich vor allem um Laubbäume. Sie spenden dem Wald mehr Schatten und können die Feuchtigkeit im Boden besser halten, erklärt die Försterin.

Die Försterin prüft einen Jungbaum, der in einer Röhre gepflanzt wurde
Die jungen Bäume werden in Röhren gepflanzt, die sie vor austrocknendem Wind schützen.

Im Wald ist gerade in dieser trockenen Zeit Vorsicht und Umsicht von Waldbesuchern gefragt. Es sei vor allem wichtig, keine glimmenden oder brennende Sachen wegzuwerfen, so die Försterin. "Würden sich alle daran halten, dann wäre schon viel geholfen".

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