Waldbrandgefahr in Karlsruhe: Vorsicht geboten!

Kein Regen in Sicht

Erhöhte Waldbrandgefahr in Karlsruhe, Baden-Baden und Rastatt

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Fabiola Germer
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Tobias Zapp
Tobias Zapp

Hohe Temperaturen und wenig Regen sorgen für eine erhöhte Waldbrandgefahr in der Region. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ist sie aktuell in Baden-Baden am höchsten.

Strahlender Sonnenschein und Temperaturen bis zu 30 Grad sorgen seit Tagen auch in der Region Karlsruhe und Baden-Baden für sommerliche Stimmung. Doch die Wälder sind schon jetzt zu trocken, sagt ein Sprecher des Forstamts in Karlsruhe.

Höchste Waldbrandgefahr in Baden-Baden

Der Waldbrandindex des Deutschen Wetterdienstes ordnet die Waldbrandgefahr auf einer Skala von Stufe eins bis fünf ein. Aktuell zeigt der Index für Baden-Baden die höchste Waldbrandgefahr mit der Stufe fünf. Auch in der Region rund um Karlsruhe sorgt die Trockenheit für erhöhte Brandgefahr.

Waldbrandgefahr in Karlsruhe

Vor allem der Oberrheingraben und die Hardtwälder seien der Gefahr ausgesetzt, so Martin Moosmayer, Leiter vom Forstamt im Landkreis Karlsruhe. Der wenige Regen in der vergangenen Woche habe nicht ausgereicht, um die trockenen oberen Bodenschichten zu bewässern. Schon ein kleiner Funke könne daher ausreichen, um einen Brand auszulösen. Laut Wetterindex ist der Landkreis Karlsruhe aktuell bei Stufe drei und vier. Vor allem Nadelwälder seien besonders Waldbrand gefährdet, sagt Moosmayer.

"Der Mensch spielt entscheidende Rolle bei Waldbränden."

Waldbrände aus natürlichen Gründen seien sehr selten, sagt Moosmayer. Der Mensch spiele bei Waldbränden eine entscheidende Rolle. Zum Beispiel sei die Kombination aus vertrocknetem Boden und einem Blitzeinschlag, der zu einem Waldbrand führt, sehr selten, erklärt er.

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Erhöhte Waldbrandgefahr auch in Rastatt

Laut der Stadt Rastatt ist die Waldbrandgefahr für den Stadtwald derzeit erhöht. Im Waldbrandindex des Deutschen Wetterdienstes wird derzeit die Stufe vier von fünf angegeben. Feuerwehrkommandant René Hundert von der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt bezeichne die derzeitige Situation als "durchaus angespannt", heißt es in einer Mitteilung.

Auch in Rastatt appellieren die städtischen Förster an Waldbesucher, sich dringend an das Rauchverbot im Wald zu halten. Auch das Grillen und Feuermachen sei streng verboten. Die meisten Waldbrände entstünden durch den unsachgemäßen Umgang mit brennbarem Material, wie weggeworfene Zigaretten oder wilde Grillstellen im Wald, erklärt Förster Nico Jakob.

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