Ein Mann füllt im Park Kensington Gardens an einem Trinkbrunnen seine Wasserflasche auf.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Daten von Mittwoch

DWD korrigiert Hitzerekord: Höchste Temperatur doch nicht in BW gemessen

Stand

Der Deutsche Wetterdienst meldet einen Hitzerekord: Die höchste Temperatur sei in Hamburg und nicht wie zunächst berichtet in BW gemessen worden. Darauf hatte die ARD-Wetterzentrale bereits zuvor hingewiesen.

Der bundesweit höchste Wert 2022 wurde mit 40,1 Grad an der Messstelle Hamburg-Neuwiedenthal ermittelt, wie der DWD am Donnerstagabend mitteilte. Ein zunächst gemeldeter vorläufiger Höchstwert von 40,3 Grad aus Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) habe sich nicht bestätigt. Die Messung am Mittwoch sei dort zwar korrekt gewesen. "Allerdings ergab eine umgehend erfolgte Prüfung des Standortes, dass die Temperaturdaten des Messfelds aufgrund benachbarter Gebäude sowie des Vegetationsbewuchs in der direkten Umgebung bei windschwachen Wetterlagen wie in den letzten Tagen nur für eine sehr lokale Umgebung repräsentativ sind", erklärte der DWD dazu am Donnerstag.

Hitzerekorde in Deutschland gemessen

Schon am Mittwoch hatte der DWD betont, die Werte müssten noch überprüft werden. Auf der DWD-Liste der heißesten Orte des 20. Juli folgen hinter Hamburg-Neuwiedenthal Barsinghausen-Hohenbostel (Niedersachsen) und Huy-Pabstorf (Sachsen-Anhalt) mit jeweils 40,0 Grad. Damit wurden am Mittwoch insgesamt an drei Orten mehr als 40 Grad gemessen. Der Deutschland-Rekord liegt bei 41,2 Grad, gemessen am 25. Juli 2019 an gleich zwei Stationen in Nordrhein-Westfalen.

ARD-Wetterzentrale: Wetterstation in Bad Mergentheim exponiert

Die Wetterexpertinnen und -experten der ARD erklärten bereits im Vorfeld, dass die Werte der Wetterstation in Bad Mergentheim immer um ein bis zwei Grad von den umliegenden Stationen abwichen, weil die Station einen exponierten Standort habe. Deshalb hat die ARD-Wetterzentrale wiederum 39,4 Grad in Wertheim als Höchstwert für Baden-Württemberg angegeben.

Flächenbrände halten Feuerwehren in Atem

Mit den Rekordtemperaturen steigt in Baden-Württemberg auch die Gefahr durch Brände von Wäldern und Feldern. In der Region Heilbronn-Franken mussten schon einige kleinere Flächenbrände gelöscht werden. Auch Im Kreis Karlsruhe gab es bereits mehrere Brände, bei denen die Flammen reichlich Nahrung in den ausgetrockneten Wäldern und Wiesen fanden. Dramatisch entwickelte sich ein Brand im Naturschutzgebiet Wilhelmsäcker, der gefährlich nahe an ein Neubaugebiet bei Stutensee-Spöck herankam.

Wie groß die Gefahr von Bränden auch in Innenstädten ist, zeigt das Beispiel Stuttgart. Dort hatte am Dienstag an der B14 am Charlottenplatz eine Grünfläche gebrannt. Die Feuerwehr gehe von einer akuten Waldbrand-Gefahr aus, etwa auf Grün-, aber auch auf kleinen Waldflächen, die es an den Stuttgarter Hängen häufig gibt.

Strobl warnt eindringlich vor Waldbrandgefahr

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat Innenminister Thomas Strobl (CDU) vor der Gefahr von Waldbränden gewarnt. "Bitte beachten Sie auch weiterhin, dass in Wald und Flur schon der kleinste Funke zu einem Brand mit möglicherweise verheerenden Folgen führen kann", sagte Strobl in Stuttgart.

Wer draußen unterwegs ist, sollte laut Strobl aufmerksam auf Rauchentwicklungen achten und gegebenenfalls gleich die Feuerwehr über 112 verständigen.

Lokale Unwetter bringen Niederschlag

Am Mittwoch hatte es in weiten Teilen Baden-Württembergs nach langer Zeit auch erstmals wieder geregnet. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Unwettern mit Starkregen ab dem Nachmittag gewarnt. An mehreren Orten entluden sich Gewitter. Dabei kam es zu Schäden an Gebäuden.

Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter schnell wegen eines neuen Hochs.
Sonne und Wolken wechseln sich ab, anfangs ist es manchen Regionen noch stärker bewölkt. Dabei bleibt es überwiegend trocken. Es weht schwacher bis mäßiger Wind, am Vormittag vorübergehend leicht böig auffrischender Wind aus Südwest bis West. Die Temperaturen steigen auf 25 Grad rund um die Höhen des Nordschwarzwaldes und bis 31 Grad am Kaiserstuhl. Am Freitag scheint die Sonne bei bis zu 34 Grad. In der Nacht zum Samstag soll es einige Schauer und Gewitter geben.

Das Wetter im Südwesten

In der Nacht teils nass. Tagsüber wechselhaft mit Wind, Wolken und etwas Regen bei 9 bis 19 Grad.

Tiefs im Norden bringen kühle und feuchte Atlantikluft zu uns. In der Nacht werden die Wolken dichter und örtlich fällt Regen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 14 und 5 Grad. Tagsüber beginnt der Tag in Rheinland-Pfalz trocken, in Baden-Württemberg regnet es zeitweise. Am frühen Nachmittag ist es fast überall trocken und phasenweise kommt die Sonne heraus, später breitet sich von der Eifel her neuer Regen aus. Im Tagesverlauf frischt der Westwind stark auf, es drohen stürmische-, in Hochlagen sogar Sturmböen. Die Höchstwerte erreichen 9 Grad in der Westeifel bis 17 Grad in Rheinhessen sowie 19 Grad an Hochrhein und Bodensee. Bis Donnerstag kaltes und wechselhaftes Aprilwetter.

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SWR