Stephansritt im Regen in Eisenharz (Kreis Ravensburg)

Kirchlicher Brauch am zweiten Weihnachtsfeiertag

Traditioneller Stephansritt in Eisenharz

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Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause hat in Eisenharz im württembergischen Allgäu erstmals wieder der Stephansritt stattgefunden. Die Teilnehmenden erbitten dabei den Segen für Haus und Hof.

In Eisenharz, einem Teilort von Argenbühl im Württembergischen Allgäu (Kreis Ravensburg), hat am zweiten Weihnachtsfeiertag erstmals nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder der Stephansritt stattgefunden. Dabei umreiten die Teilnehmenden die Stephanskapelle, um dabei den Segen für Haus und Hof zu erbitten. Bei regnerischem Wetter beteiligten sich rund 100 Reiterinnen und Reiter.


Trotz aller Ängste und Krisen mutig, zuversichtlich das Leben annehmen und gestalten. Das ist die Botschaft, die Rupert Willburger, Pfarrer in Eisenharz, den Gläubigen in seiner Andacht zum Stephansritt nahbringen wollte.

Stephansritt in Eisenharz
Stephansritt in Eisenharz

Tradition mit langer Geschichte

Der heilige Stephanus, dessen Namenstag am zweiten Weihnachtsfeiertag gefeiert wird, sei durch die Standhaftigkeit im Martyrium ein Vorbild der Krisenbewältigung. Der Brauch, die Stephanuskapelle zu umreiten, geht bis ins Spätmittelalter zurück und wurde 1927 wieder eingeführt. In den 95 Jahren seiner modernen Neuauflage wurde er nur drei Mal abgesagt: 1997 beim Orkan Lothar und in den vergangenen beiden Pandemie-Jahren.

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SWR