Training mit Bundeswehrhubschraubern  (Foto: Bundeswehr/Desalgne)

Militärische Großübung über Deutschland

Laupheimer Hubschraubergeschwader nimmt an "Air Defender 23" teil

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Thorben Langwald
SWR-Redakteur Thorben Langwald Autor Bild (Foto: SWR)

Am Montag beginnt über Deutschland die größte Luftoperationsübung seit Bestehen der NATO. Daran beteiligt ist auch das Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim.

Knapp zwei Wochen lang nehmen mehrere tausend Soldatinnen und Soldaten sowie 250 Flugzeuge an der internationalen Großübung "Air Defender 23" teil. Auch das Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim (Kreis Biberach) ist mit vier Hubschraubern des Typs 145M für Spezialkräfte und zwei schweren Transporthubschraubern in das Manöver eingebunden. Trainiert werde der gemeinsame Einsatz im Verbund mit den Bündnispartnern, heißt es aus Laupheim.

Die Crews in den Transporthubschraubern CH53 üben so etwa die Rettung von Soldaten hinter feindlichen Linien. Der Hubschrauber-Typ 145M soll Spezialkräfte im Einsatz unterstützen. Laut Bundeswehr ist der Helikopter-Typ äußerst flexibel und kann beispielsweise Einsatzkräfte gut getarnt und besonders leise an Zielorte bringen.

Training mit Bundeswehrhubschraubern  (Foto: Bundeswehr/Locherer)
Der Hubschrauber-Typ 145M kann vier vollausgerüstete Soldaten transportieren.

Ab Montag auf dem Fliegerhorst Lechfeld

Während der Großübung werden die sechs Laupheimer Hubschrauber am Fliegerhorst Lechfeld in Bayern stationiert. Mit der bereits seit 2018 geplanten Großübung trainieren ab Montag 25 Nationen die Reaktionsfähigkeit ihrer Luftstreitkräfte im Falle eines Angriffs auf ein NATO-Land. 

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