Am Landgericht Ravensburg wird ein langwieriger Betrugsprozess fortgesetzt. (Foto: SWR, Dirk Polzin)

Landgericht Ravensburg verhandelt wegen Betrugs und Urkundenfälschung

60 Verhandlungstage: Langwieriger Prozess fortgesetzt

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Vor dem Landgericht Ravensburg ist ein Prozess wegen Betrugs und Urkundenfälschung wieder aufgenommen worden. Es geht um mehrere hunderttausend Euro. Angesetzt sind über 60 Verhandlungstage.

Vor dem Landgericht Ravensburg müssen sich erneut ein 48-jähriger und 45-jähriger Mann wegen Betrugs und Urkundenfälschung verantworten. Ihnen wird zur Last gelegt, einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht zu haben. Es gibt insgesamt 78 Anklagepunkte. Unter anderem sollen die Männer vorgetäuscht haben, arbeitsunfähig zu sein, und so zwischen den Jahren 2013 und 2015 Krankentagegeld und Leistungen aus sogenannten Restschuldversicherungen erschlichen haben.

SWR-Reporter Dirk Polzin berichtet im Gespräch mit SWR-Moderatorin Tina Löschner von dem Prozess:

Prozesstermine für ein ganzes Jahr angesetzt

Insgesamt 62 Verhandlungstage sind eingeplant. Die Termine sind bis November nächsten Jahres festgesetzt. Eigentlich hatte der Prozess schon im Frühjahr begonnen, musste aber laut Gericht aus verschiedenen Gründen wieder ausgesetzt werden. Eine 36-jährige mitangeklagte Frau wurde bereits zu einer einjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Gericht drängt auf einen Deal

Mit den nun angesetzten zahlreichen Verhandlungsterminen soll der komplexe Prozess zum Abschluss kommen. Dabei sind laut Gericht auch sehr viele Zeugen geladen. In der Verhandlung am Dienstag schlug das Gericht vor, den Prozess mit einem Deal abzukürzen. So würde den Angeklagten eine mildere Strafe in Aussicht gestellt werden, sollten sie die Taten gestehen. Dem müssten Anklage, Verteidigung und das Gericht zustimmen.

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