Schlamm und Geröll haben eine Schneise an einen Hang in Hörbranz hinterlassen

Bewohner räumen zwei weitere Häuser

Lage nach Hangrutsch in Hörbranz verschlimmert sich

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Marlene Fuchs
SWR-Redakteurin Marlene Fuchs Autorin Bild
Moritz Kluthe
SWR-Redakteur Moritz Kluthe Autor Bild

In Hörbranz in Vorarlberg verlassen nach dem Hangrutsch weitere Bewohner ihre Wohnungen. Die Situation habe sich verschlimmert, heißt es vom dortigen Bürgermeister.

Nach dem Hangrutsch Ende April in Hörbranz im österreichischen Vorarlberg in der Bodensee-Grenzregion spitzt sich die Lage vor Ort weiter zu. Bereits am Freitag waren zwei Häuser auf behördliche Anordnung geräumt worden, weil sie nicht mehr sicher waren.

Teile eines Hauses bereits eingestürzt

Die Lage habe sich am Wochenende weiter verschlimmert, so Bürgermeister Andreas Kresser gegenüber dem SWR. Die Bewohner zweier weiterer Häuser würden diese nun verlassen. Die Gebäude seien zwar noch betretbar, aber es gebe dort kein Wasser und kein Strom mehr. Bei einem der schon geräumten Häuser seien bereits ein Kellergeschoss und ein Terrassenanbau eingestürzt. Kresser dankte den ehrenamtlichen Helfern für ihre Unterstützung.

"Es gibt in der Gemeinde einen riesigen Zusammenhalt."

Hangrutsch bei Hörbranz
Der Hangrutsch hat erhebliche Schäden verursacht.

Ende der Hangbewegung noch nicht absehbar

Die am stärksten betroffene Stelle am Hang sei mittlerweile gut fünfeinhalb Meter weit geschoben worden, so Kresser. Auch eine Straße wurde beschädigt. Mehrere hunderttausend Kubikmeter Erde drücken derzeit auf den Hang in Hörbranz. Ein Ende der Bewegung sei auch wegen der Regenfälle noch nicht abzusehen.

Haushaltsgeräte werden in einen Feuerwehr-Transporter getragen
Am Freitag half die Feuerwehr bei der Räumung der einsturzgefährderen Häuser.

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