Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 15. Juli 2021

STAND

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg:

Corona-Inzidenz im Land steigt minimal

19:45 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Sieben-Tage-Inzidenz minimal gestiegen. Sie liegt laut Landesgesundheitsamt aktuell bei 8,2 (Stand: 16 Uhr / gestern 8,1). 145 Corona-Neuinfektionen kamen im Vergleich zum Vortag hinzu. Gestern waren es 229 Fälle, vor einer Woche 97. Der Sieben-Tage-R-Wert, der angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, liegt aktuell bei 1,19. Drei Stadt- und Landkreise liegen weiterhin über der 20er-Marke. Ulm (26,0), Karlsruhe (20,5) und der Landkreis Heidenheim (20,3). Am niedrigsten ist der Wert mit 1,0 im Landkreis Schwäbisch Hall. Fünf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion (insgesamt 10.333). Die steigenden Corona-Zahlen haben auch Folgen für die Menschen in den betroffenen Regionen.

WHO-Notfallausschuss warnt vor vorschnellen Lockerungen

18:07 Uhr

Vor einem zu frühen Ende wichtiger Corona-Schutzmaßnahmen hat der Notfallausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt. "Der Gebrauch von Masken, das Abstandhalten, Handhygiene und besondere Lüftung von Innenräumen bleiben die Schlüssel, um die Übertragung des Coronavirus zu reduzieren", hieß es. Auch mit Blick auf Großveranstaltungen warnte der Ausschuss vor vorschnellen Entscheidungen. Dabei müsse das lokale Infektionsgeschehen und die Ausbreitung von Virusvarianten immer berücksichtigt werden.

Betriebsärzte dürfen Impfzentren komplett nutzen

17:03 Uhr

Betriebsärzte und die Impfzentren in Baden-Württemberg sollen enger zusammenarbeiten. Das hat die Landesregierung beschlossen. Demnach können Betriebsärzte nun Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer statt in der Firma auch im Impfzentrum impfen. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen hätten oft nicht die Möglichkeit, Impfstoffe in den Betrieben schnell zu verimpfen, so die Begründung des Sozialministeriums. Bislang konnten Betriebsärztinnen und -ärzte schon seit Ende Juni in den Räumen der Impfzentren mitgebrachte Spritzen setzen. Neu ist nun, dass sie auf die gesamte Infrastruktur inklusive des medizinischen Personals zurückgreifen dürfen. Das Ministerium erhofft sich dadurch, die Impfmotivation zu erhöhen und verfallene Termine in den Impfzentren nachbesetzen zu können. 

Ostalbkreis empfiehlt Maske im Unterricht

16:54 Uhr

Das Landratsamt des Ostalbkreises empfiehlt Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften das Tragen von Masken im Unterricht. Das minimiere das Risiko, dass Kinder, Eltern und Lehrkräfte wegen eines positiven Testergebnisses in Quarantäne gehen müssen, und deshalb ihre Urlaubsreise zu Ferienbeginn nicht antreten könnten. Deshalb solle auch während des Unterrichts ab spätestens nächsten Mittwoch auf freiwilliger Basis Maske getragen werden.

Kreisimpfzentren in Region Bodensee-Oberschwaben lockern Terminvergabe

16:49 Uhr

Die fünf Kreisimpfzentren in der Region Bodensee-Oberschwaben lockern die Regeln bei der Vergabe von Impfterminen. Auch hier steht mittlerweile ausreichend Impfstoff zur Verfügung. In Biberach gibt es am Samstag auf dem Marktplatz eine Impfaktion, bei der 300 Dosen von Johnson & Johnson zur Verfügung stehen.

Corona verändert Emoji-Kommunikation

16:32 Uhr

Ein Smiley, ein Herz oder eine winkende Hand - Emojis gehören bei unserer täglichen Kommunikation mit Whatsapp, Faceboook oder auf Twitter fest dazu. In der Corona-Pandemie hat sich aber analog zu unserem Wortschatz auch diese Kommunikation verändert, sagt die Mannheimer Sprachwissenschaftlerin Christine Möhrs.

Lucha lädt morgen zu weiterem Impfgipfel ein

15:35 Uhr

Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) hat für morgen zu einem weiteren Impfgipfel eingeladen. Grund sind diesmal die vielen Unentschlossenen, die sich bis jetzt nicht haben impfen lassen, so das Ministerium. Bei dem digitalen Gipfel will Lucha unter anderem mit Vertretern von Kommunen, Ärzte-, Industrie- und Handwerksverbänden darüber diskutieren, wie diese Menschen erreicht werden können. Es sei unter anderem eine landesweite Aktionswoche geplant. In Baden-Württemberg gelten nach Angaben des Sozialministeriums 43,3 Prozent der Bevölkerung als vollständig geimpft (Stand Mittwoch). Mehr als 55 Prozent haben eine Impfung erhalten.

LKA: Organisierte Kriminalität wieder auf dem Vormarsch

15:22 Uhr

Die Organisierte Kriminalität hat sich durch die Corona-Pandemie offenbar nur kurzzeitig aus der Bahn werfen lassen. Nach Angaben des baden-württembergischen Landeskriminalamtes (LKA) haben die Kriminellen schnell alternative Wege und Felder gefunden. "Die Täter sind findig, sie sind kreativ. Es geht ihnen nur ums Geld. Und sie haben sich nach einer ersten Phase massiver Störungen durch Kontrollen und Corona-Auflagen gesammelt und neu orientiert", sagte Martin Lang, der Leiter der Inspektion Organisierte Kriminalität beim LKA in Stuttgart. Als Beispiel nannte er die sogenannten Enkeltricks oder den Betrug durch "Falsche Polizisten". Während die Zahl der Wohnungseinbrüche durch Homeoffice-Lösungen und Ausgangsbeschränkungen eingebrochen sei, habe sich eine neue Variante entwickelt, bei der die Täter die aktuelle Pandemielage in ihr "Drehbuch" mit einbauen. Demnach nutzen Betrügerinnen und Betrüger die Sorgen und Ängste mit sogenannten Corona-Schockanrufen aus.

Wenig Andrang bei spontaner Impfaktion in Bruchsal

15:01 Uhr

Bei einer spontanen Impfaktion in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) haben sich etwa 120 Menschen kurzentschlossen impfen lassen. Darunter waren auch Schüler und Schülerinnen. Zwei mobile Impfteams waren unterwegs.

Baden-Baden bei Impfquote in BW Spitze

14:27 Uhr

Bei den Impfquoten im Land ist Baden-Baden spitze und Pforzheim das Schlusslicht. Dies geht aus einer Auflistung des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums hervor. Demnach liegt Baden-Baden mit 65,6 Prozent Erstimpfungen und 49,5 Prozent vollständig Geimpften vorne, dicht gefolgt von Emmendingen mit 62 Prozent Erstgeimpften und 49,2 Prozent vollständig Geimpften. In Pforzheim sind dagegen erst 43,8 Prozent der Menschen einmal geimpft, zum zweiten Mal 30,2 Prozent. Zunächst hatte die "Südwestpresse" darüber berichtet.

CSD-Kulturfestival in Stuttgart mit Einschränkungen

14:24 Uhr

Das Kulturfestival zum Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart will die die Landeshauptstadt wieder bunter machen - wegen der Corona-Pandemie geht aber noch nicht alles.

Ulmer Schwörmontag wieder nur im kleinen Rahmen

13:33 Uhr

Die Corona-Pandemie macht den Organisatoren des Ulmer Schwörmontags auch in diesem Jahr einen dicken Strich durch die Rechnung. Der Wasserumzug "Nabada" auf der Donau, das Volksfest, die Lichterserenade - dies alles fällt wieder coronabedingt aus. Immerhin wird Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) am kommenden Montag die traditionelle Schwörrede halten.

Volkshochschulen erhalten sechs Milliarden Euro für Digitalisierung

13:07 Uhr

Die über 160 Volkshochschulen in Baden-Württemberg erhalten in diesem und kommendem Jahr vom Land eine Förderung für ihre technische Ausstattung in Höhe von mehr als 6,3 Millionen Euro. Das Geld ist unter anderem für Notebooks, Beamer, Kameras, interaktive Tafeln und Lautsprecher gedacht. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass digitale Formate einen echten Mehrwert böten und auch zukünftig eine wichtige Ergänzung für Präsenzangebote seien, so das Kultusministerium. Auch die fünf Dachorganisationen der konfessionellen Erwachsenenbildung erhalten demnach rund zwei Millionen Euro für die digitale Ausstattung.

Impfen ohne Termin auch im Kreis Göppingen möglich

11:57 Uhr

Im Landkreis Göppingen gibt es Impfungen künftig auch ohne Termin. Der Kreis beteiligt sich damit an der Impfkampagne des Landes. Der Start ist am kommenden Montag. Während der Betriebszeiten des Kreisimpfzentrums in der Werfthalle in Göppingen können Impfwillige spontan und ohne Termin eine Erstimpfung erhalten, ebenso eine vorgezogene Zweitimpfung. Mit Wartezeiten müsse gerechnet werden, weil regulär gebuchte Termin Vorrang haben, so das Landratsamt.

Schopper hofft auf bessere Unterrichtsbedingungen

10:55 Uhr

Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hofft auf bessere Unterrichtsbedingungen im neuen Schuljahr. Im SWR sagte sie, man sei auf die Delta-Variante des Corona-Virus besser vorbereitet als auf die Alpha-Variante damals aus Großbritannien. Luftfilter bezeichnete Schopper nicht als Allheilmittel, um die Aerosole aus der Luft herauszufiltern und Delta Herr zu werden. Das gesamte Interview hören Sie hier:

Corona verändert Emoji-Kommunikation

10:10 Uhr

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der Sprachwissenschaftlerin Christine Möhrs auch die Emoji-Kommunikation verändert. "Analog zu unserem Wortschatz hat sich auch die Verwendung von Emojis auf Whatsapp, Facebook und Twitter in den vergangenen eineinhalb Jahren stark gewandelt", sagte die Forscherin des Mannheimer Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache dem Evangelischen Pressedienst. Zum einen seien neue Bildsymbole entstanden, wie etwa bei Facebook ein Smiley, der ein Herz umarmt. Zum anderen seien bereits bestehende Emojis neu gedeutet worden, allen voran der Smiley mit Gesichtsmaske, eines der meistgenutzten Symbole im Jahr 2020. "Die Emoji-Kommunikation ist ganz eng mit unserer Gesellschaft verbunden und spiegelt deren Entwicklungen sehr schnell und genau wider", erklärte Möhrs. So ist nach Angaben der Sprachwissenschaftlerin etwa das Icon eines Einkaufswagens einer der Emoji-Gewinner der Corona-Zeit gewesen. Das Einkaufen von Lebensmitteln gehörte zu den wenigen Aktivitäten, die im Lockdown noch möglich war.

Ärztepräsident: Ungeimpfte sollen für Corona-Tests bezahlen

9:45 Uhr

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat sich dafür ausgesprochen, Ungeimpfte ab dem Herbst selbst für Corona-Tests zahlen zu lassen. "Wenn bis zum Ende des Sommers alle die Chance für eine vollständige Impfung bekommen haben, ist es angemessen, dass Ungeimpfte Schnell- oder PCR-Tests selbst bezahlen müssen, wenn sie in den Urlaub fahren, ins Restaurant oder ins Kino gehen wollen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Es dürfe am Ende nicht so sein, dass die Gemeinschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen müsse, erklärte Reinhardt weiter. Zudem forderte er erneut, die Menschen besser zu informieren.

Kurzfristige Impfaktionen im Rhein-Neckar-Kreis

8:50 Uhr

Der Rhein-Neckar-Kreis startet heute spontane "To-Go-Impfungen". Damit sollen möglichst viele Unentschlossene dazu bewegt werden, sich schnell und unkompliziert impfen zu lassen, so der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises Stefan Dallinger (CDU). Die Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises gehen mit mobilen Impfteams dann dorthin, wo Menschen zusammenkommen, sagt die Gesundheitsdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, Doreen Kuss. Dafür sei man im Gespräch mit Vereinen, Institutionen und Firmen.

90 Schülerinnen und Schüler in Wertingen in Quarantäne

7:55 Uhr

An einer Realschule in Wertingen im bayerischen Landkreis Dillingen stehen rund 90 Schülerinnen und Schüler sowie mehrere Lehrkräfte unter Quarantäne. An der Schule wurde die Delta-Variante des Corona-Virus festgestellt. Das Gesundheitsamt des Kreises Dillingen ordnete wegen des Ausbruchs wieder eine Maskenpflicht an der Realschule in an. Zudem wurden alle Ärzte im Umkreis aufgefordert, durch PCR-Tests die Ermittlungen von Kontaktpersonen zu unterstützen. In Zusammenhang mit dem Ausbruch an der Schule gibt es bislang sieben Infizierte. Zunächst war bei einem Sechstklässler die Virus-Variante festgestellt worden, später bei weiteren Schülern und Geschwisterkindern sowie Lehrkräften.

Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Frankreich

6:30 Uhr

In Frankreich haben gestern landesweit rund 19.000 Menschen gegen die neuen Corona-Maßnahmen ihrer Regierung protestiert. Die Demonstranten kritisierten unter anderem die Einführung einer Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte. Außerdem wehren sie sich gegen die am Montag von Präsident Emmanuel Macron angekündigten Regeln, wonach nicht Immunisierten der Zugang zu Innenräumen, etwa von Restaurants oder Bars erschwert wird. Seit Macrons Rede vom Montag hat eine Rekordzahl von Französinnen und Franzosen Impftermine gebucht. Alleine am Dienstag wurden fast 800.000 Menschen in Frankreich geimpft - ein neuer Höchstwert.

Experten erwarten weitere Virus-Mutationen

6:11 Uhr

Das Coronavirus wird nach Einschätzung von Experten noch einige Male mutieren. Der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager, geht aber davon aus, dass die Zahl der Varianten überschaubar bleibt. "Man kann aber nicht seriös sagen, ob wir schon das Ende der Fahnenstange erreicht haben oder noch relevante Mutanten folgen." Je besser sich Viren an den Wirt anpassen, desto geringer sei in der Regel der Schaden für den Wirt, erklärte der Professor für Molekulare Virologie an der Universität Heidelberg. Aber das könne man nicht immer sagen. Der Anteil der besonders ansteckenden Delta-Variante an den Corona-Infektionen in Deutschland beträgt mittlerweile 74 Prozent. Das teilt das Robert-Koch-Institut in seinem Virusvarianten-Bericht mit.

Bundesweite Inzidenz steigt auf 8,0

5:15 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist bundesweit erneut gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen lag sie bei 8,0 - gestern betrug der Wert 7,1. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1.642 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 970 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 32 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 31 Tote gewesen.

Ärztepräsident: Keine kostenlosen Tests für "Impfmuffel"

3:14 Uhr

Corona-Tests sollen für "Impfverweigerer" ab dem Herbst nicht mehr kostenlos sein. Dafür hat sich der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt ausgesprochen. Wenn bis zum Ende des Sommers alle die Chance für eine Impfung bekommen hätten, sei es angemessen, dass Ungeimpfte ihre Tests selbst bezahlen müssen, sagte Reinhard dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Es dürfe am Ende nicht so sein, dass die Gemeinschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen müsse.

Donnerstag, 15. Juli 2021

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