STAND

Das war der Sonntag in Baden-Württemberg

Sieben-Tage-Inzidenz in BW bleibt bei 5,6

18:03 Uhr

Das Landesgesundheitsamt meldet heute 24 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg (Stand 16 Uhr). Vor einer Woche waren es 32 Fälle. Die Inzidenz im Land liegt bei 5,6 und bleibt damit auf dem Wert von gestern (vor einer Woche lag die Inzidenz bei 7,2). Eine weitere Person ist an oder im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Der Landkreis Lörrach hat derzeit die niedrigste Inzidenz mit 1,3. Der Stadtkreis Baden-Baden meldet mit 19,9 weiterhin die höchste Inzidenz im Land. In Baden-Württemberg sind bislang rund 52,4 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, 37,7 Prozent gelten als vollständig geimpft. Beide Impfquoten liegen leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Steinmeier appelliert an die Deutschen

17:42 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Deutschen aufgerufen, sich von den Diskussionen um die Corona-Politik nicht spalten zu lassen. "Es gab Zeiten, in denen waren wir nicht nur durch Hygieneregeln zu Abstand gezwungen, sondern es gab auch Zeiten, in denen wir uns auf Grund dieser Debatten etwas voneinander entfernt haben", sagte er. Schritt für Schritt werde Deutschland nun hoffentlich aus der Krise kommen und sich die Menschen wieder aufeinander zubewegen.

Umfrage: Corona verschlechtert Ausbildung von Geflüchteten

17:24 Uhr

Die Corona-Krise hat einen negativen Einfluss auf die Ausbildung von Geflüchteten - das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat in der Umfrage angegeben, dass sich Maßnahmen wie Online-Unterricht besonders auf geflüchtete Auszubildende ausgewirkt habe: Bei einem Viertel der Unternehmen hätten diese zum Beispiel keinen Laptop oder schlechtes Internet in den Unterkünften. Laut der Umfrage werden Geflüchtete vor allem in den Branchen ausgebildet, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, beispielsweise die Gastronomie.

Debatte um Impfungen für Jugendliche flammt wieder auf

15:34 Uhr

Angesichts der Ausbreitung der neuen Delta-Variante des Coronavirus flammt die Diskussion um Schutzimpfungen für Jugendliche in Deutschland wieder auf. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte die Ständige Impfkommission (Stiko) auf, sich für Immunisierungen von Jugendlichen auszusprechen. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bekräftigte erneut die Position, Jugendliche schnell zu impfen. Schülerimpfungen seien "das wirksamste Mittel" gegen die sich rasch ausbreitende Delta-Variante, sagte Söder der "Bild am Sonntag". In jüngeren Altersgruppen seien die Inzidenzzahlen am höchsten. Die Stiko solle daher dringend überlegen, wann sie Schutzimpfungen für Jugendliche empfehle. Dann könne schnell gezielt an Schulen geimpft werden.

"Cave-Syndrom": Wenn die Normalität Angst macht

15:11 Uhr

Biergarten, Kino, Schwimmbad - der Sommer ist da mit vielen zurückgewonnenen Freiheiten. Bei manchen Menschen sorgt aber genau das für Beklemmung und Angstzustände. Das "Cave-Syndrom" ist aber kein Massenphänomen:

Gottesdienst in Ulm zum Landesposaunentag

13:45 Uhr

Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, hat heute bei einem TV-Gottesdienst zum "Posaunentag im Land" dazu aufgerufen, trotz Angst und Zweifeln neue Hoffnung auf Gott zu setzen und eine Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen zu wagen. "Aus der Angst kann uns Gott ins Vertrauen ziehen. Aus Vertrauen aber wächst Hoffnung, Verbindung und Zukunft", sagte July im Ulmer Münster. Ursprünglich war an diesem Wochenende der traditionelle Landesposaunentag des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) mit über 6.000 Bläserinnen und Bläsern und 5.000 Gästen geplant. Wegen der Corona-Pandemie hatte das EJW die rund 680 Posaunenchöre in Württemberg eingeladen, in ihren jeweiligen Gemeinden zu feiern. 

Ulm

Bischof ermutigt zu Gott-Vertrauen Fernsehgottesdienst aus Ulm zum Posaunentag in BW

Der diesjährige Landesposaunentag musste in relativ kleinem Rahmen stattfinden. Statt tausender Bläserinnen und Bläser gab es viele kleine Konzerte in den Gemeinden und aufmunternde Worte des Landesbischofs.  mehr...

Weitere Corona-Lockerungen im Landkreis Calw

11:58 Uhr

Im Landkreis Calw entfallen ab Sonntag die meisten Corona-Einschränkungen. Die Inzidenz lag am fünften Tag in Folge jeweils unter zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen oder Kulturbetriebe dürfen deshalb wieder uneingeschränkt öffnen - das Tragen einer Maske ist aber nach wie vor notwendig. Außerdem dürfen sich nun bis zu 25 Menschen aus beliebig vielen Haushalten im privaten Rahmen treffen. Private Veranstaltungen wie Hochzeiten sind mit bis zu 300 Personen erlaubt. Auch größere Sportveranstaltungen oder Stadtfeste sind unter bestimmten Auflagen wieder möglich. Landrat Helmut Riegger appelliert angesichts der steigenden Fälle mit der Delta-Variante, sich weiterhin an die Hygieneregeln zu halten.

Virologin fordert neues Testkonzept für Schulen

8:38 Uhr

Die Diskussion über Corona-Maßnahmen an Schulen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante geht weiter. Die Virologin Melanie Brinkmann vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung fordert für die Schulen ein neues Corona-Testkonzept. Sie spricht sich dafür aus, vermehrt sogenannte Lollitests oder Gurgeltests einzusetzen. Das spare Kosten und könne im Labor per PCR ausgewertet werden, sagte Brinkmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das sei sehr effektiv, wenn es regelmäßig erfolge. Lollitests und Gurgeltests könnten auch gruppenweise abgenommen und auf einmal ausgewertet werden, nur bei positivem Ergebnis müsse noch einmal individuell getestet werden. Antigen-Schnelltests seien weniger präzise. Brinkmann rät außerdem dazu, dass in den Schulen weiter Masken getragen werden. Auch Ventilatoren direkt in den Fensterscheiben seien eine gute Lösung.

Landesgesundheitsamt: Delta wird sich auch in BW durchsetzen

6:15 Uhr

Das Landesgesundheitsamt rechnet damit, dass sich die Delta-Variante des Coronavirus auch in Baden-Württemberg in den kommenden Wochen durchsetzen wird. Der Anteil dieser zuerst in Indien entdeckten Variante werde mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen und die noch vorherrschende Alpha-Variante verdrängen, wie eine Sprecherin der Behörde in Stuttgart mitteilte. Für den weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens im Land seien deshalb eine steigende Durchimpfungsrate und stringent von der Sieben-Tage-Inzidenz abhängige Öffnungsschritte entscheidend. Von der möglicherweise noch ansteckenderen Variante Delta Plus gibt es den Angaben zufolge in Baden-Württemberg derzeit keine Fälle.

Baden-Württemberg

Behörde rät zu erhöhter Aufmerksamkeit Landesgesundheitsamt: Delta wird sich auch in BW durchsetzen

Auch wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen derzeit überschaubar ist: Die Delta-Variante dürfte laut Landesgesundheitsamt schon bald dominieren. Was helfen könnte, ist für die Behörde klar.  mehr...

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 5,0

4:34 Uhr

Der seit Wochen anhaltende Rückgang der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat am Sonntag vorläufig ein Ende gefunden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, lag der Wert bei 5,0 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Samstag war er auf 4,9 gesunken, am Freitag hatte er 5,0 betragen und am Sonntag vergangener Woche 5,7. Wie das RKI weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 559 Corona-Neuinfektionen sowie sieben Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. In der Regel liegt die Zahl der Neuinfektionen am Wochenende und am Montag niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

Mehrheit der Deutschen rechnet mit steigenden Infektionszahlen

3:48 Uhr

Trotz fortschreitender Impfkampagne rechnet eine große Mehrheit der Deutschen im Herbst mit steigenden Corona-Infektionszahlen und neuen staatlichen Beschränkungen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 76 Prozent, dass sie einen Anstieg der Infektionszahlen erwarten. 74 Prozent gehen von einer Verschärfung der Maßnahmen gegen die Pandemie im Herbst aus. Nur 16 Prozent meinen, dass es keine neuen Einschränkungen geben wird. Zehn Prozent machten keine Angaben.

Koalitionspolitiker fordern Strafen für Impfschwänzer

1:24 Uhr

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert Strafen für Menschen, die ihren Corona-Impftermin nicht absagen. Der "Bild am Sonntag" sagte er, Strafen seien richtig, denn diese Terminausfälle führten dazu, dass langsamer geimpft werde und dass Impfstoff weggeworfen werden müsse. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Thorsten Frei, schloss sich Lauterbach an: Wer nur zu bequem sei, zum Hörer zu greifen oder mit wenigen Klicks einen Termin abzusagen, sollte für die angefallenen Ausfallkosten aufkommen müssen.

Sonntag, 4. Juli 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Wie kann ich mich schützen? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

STAND
AUTOR/IN