Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Dienstag, 8. Dezember 2020

Stand

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Spahn: Harter Lockdown nach Weihnachten sinnvoll

22:04 Uhr

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland auf einen möglichen Komplett-Lockdown nach Weihnachten eingestimmt. Ihm falle keine bessere Zeit im Jahr ein, in der Gesellschaft weiter runterzukommen und Kontakte zu reduzieren, sagte er "Bild live". Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen sei es sinnvoll erneut "umfassender, dafür kürzer" Kontakte zu reduzieren und damit Infektionszahlen zu senken. Spahn wiederholte zudem seine Erwartung, dass zum Jahreswechsel, spätestens aber im Januar, mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden könnte. Der Virologe Christian Drosten tritt hingegen für einen harten Lockdown ab dem 24. Dezember ein. Zudem sollten die Schulen im neuen Jahr auf geteilte Klassen umstellen. "Wir müssen in Deutschland jetzt unbedingt etwas tun", sagt Drosten in der neuen Folge des NDR-Podcasts "Coronavirus-Update".

So geht es am Staatstheater Stuttgart weiter

21:30 Uhr

Die Corona-Pandemie trifft auch das Staatstheater Stuttgart. In der Spielzeit fehlen 12 Millionen Euro aufgrund fehlender Einnahmen. Nun bereitet man sich auf die nächste Saison vor.

Lage im Extrem-Hotspot Pforzheim

20:26 Uhr

Ab kommenden Montag soll der momentane Teil-Lockdown in Regionen mit einer extremen Sieben-Tage-Inzidenz von über 300 verschärft werden. Aktuell ist das nur in Pforzheim der Fall. Die Stadt probiert bereits, die Corona-Infektionen in den Griff zu bekommen.

571 Infektionen mehr als vergangenen Dienstag

19:51 Uhr

Dem baden-württembergischen Landesgesundheitsamt wurden heute (Stand: 16 Uhr) 2.639 bestätigte neue Infektionen mit dem Coronavirus (gesamt: 170.904) gemeldet. Heute vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei 2.068 Personen. Derzeit befinden sich 482 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 282 invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit rund 80 Prozent der betreibbaren 2.926 Betten belegt. 72 weitere Personen sind laut Behörde in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (gesamt: 3.169). Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen und liegt bei 153,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Gestern lag sie bei 152,1. Insgesamt sieben Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg überschreiten derzeit die Grenze von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche. Dieser Wert ist ausschlaggebend für strengere Corona-Regeln, die die Landesregierung in der Hotspot-Strategie festgelegt hat. Spitzenreiter im Land ist der Stadtkreis Pforzheim, der weiterhin als einziger Kreis über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 300 liegt (357,3). Für ihn könnten künftig noch strengere Maßnahmen gelten als bisher.

Solidaritätsaktion "Stuttgart goes live" unterstützt Künstler

19:50 Uhr

In Stuttgart will eine private Intiative solo-selbständigen Künstlern mit einer Soforthilfe in der Corona-Pandemie helfen. Um dafür Geld zu sammeln, veranstaltete sie am Montagabend ein Spendenkonzert im Internet.

So wird in Stuttgart ein Impfzentrum aufgebaut

19:36 Uhr

Impfen gegen Corona ist für viele die große Hoffnung - und sie scheint näher zu rücken. Nach und nach entstehen in den Regierungsbezirken in Baden-Württemberg bereits zentrale Impfzentren, wie im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart:

Das sollte man über die Corona-Impfung wissen

18:18 Uhr

Kann ich trotz Corona-Impfung andere infizieren? Was bedeutet es, wenn ein Impfstoff "zu 95 Prozent wirksam" ist? Wie lange wirkt der Impfstoff? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Eisenmann kritisiert Vorschlag der Leopoldina

18:09 Uhr

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sieht den Vorschlag der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina für eine zeitweise Aufhebung der Schulpflicht schon ab der nächsten Woche äußerst kritisch. "Denn das bedeutet nichts anderes als landesweite Schulschließungen - und noch nicht mal Fernunterricht", teilte die CDU-Politikerin mit. "Diesen drastischen Schritt der flächendeckenden Schulschließungen wollen wir weiterhin zwingend vermeiden, weil wir aus der Zeit im Frühjahr gelernt haben." Stattdessen ermögliche man in Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einen Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Fernunterricht.

Was Urlauber 2021 erwarten können

17:50 Uhr

Viele Baden-Württemberger mussten in diesem Jahr coronabedingt ihren Urlaub absagen. Das setzte wiederum der Tourismusbranche stark zu. Nun hoffen viele auf eine besser Urlaubssaison im kommenden Jahr. Reisende müssen sich dann zwar auf neue Preise einstellen, doch nicht alles wird teurer.

250 Euro Corona-Bonus für "Diakoneo"-Mitarbeiter

17:24 Uhr

Die mehr als 10.000 Beschäftigten des Diakonie-Unternehmens "Diakoneo" erhalten einen Corona-Bonus. Das habe der Vorstand beschlossen, teilte Diakoneo am Dienstag mit. Man wolle damit die außerordentlichen Leistungen der Mitarbeitenden während der Corona-Pandemie würdigen, hieß es. Die Mitarbeiter des gemeinnützigen Unternehmens begleiten Menschen unter anderem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Pflege. Der Bonus beträgt den Angaben zufolge 250 Euro für Vollzeitbeschäftigte, Auszubildende erhalten eine Zahlung in Höhe von 225 Euro. Insgesamt gebe "Diakoneo" hierfür knapp zwei Millionen Euro aus. Der Unternehmensverbund "Diakoneo" ist das größte Diakonieunternehmen in Süddeutschland.

Pforzheims Oberbürgermeister fordert harten Lockdown

16:26 Uhr

Der Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) fordert einen harten Lockdown, um die Corona-Infektionen in den Griff zu bekommen. Im Gespräch mit dem SWR sagte er, wenn man die aktuelle Situation ehrlich betrachte, müsse es bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen Lockdown geben. Boch forderte außerdem eine bessere Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und den Kommunen. Eine abgestimmte Vorgehensweise innerhalb des Landes Baden-Württemberg sei zwischenzeitlich unabdingbar geworden. Nirgendwo in Baden-Württemberg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen aktuell so hoch wie in Pforzheim. Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz liegt bei knapp 328.

Kreis Calw verhängt nächtliche Ausgangssperre

16:20 Uhr

Der Kreis Calw verschärft ab morgen seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Unter anderem verhängt die Kreisverwaltung eine nächtliche Ausgangssperre. Von 21 bis 5 Uhr dürfen Bürger nur noch aus triftigen Gründen ihre Wohnung verlassen.

Adler Mannheim erhalten staatliche Corona-Hilfen

15:22 Uhr

Der achtmalige deutsche Eishockey-Meister Adler Mannheim darf sich in der Corona-Krise über eine staatliche Finanzspritze freuen. Zur teilweisen Kompensation der ausbleibenden Zuschauereinnahmen erhalten die Mannheimer nach eigenen Angaben 800.000 Euro aus dem staatlichen Hilfsfonds.

US-Arzneimittelbehörde hält Biontech-Impfstoff für sicher

15:04 Uhr

Die Mainzer Biotechfirma Biontech und ihr US-Partner Pfizer haben eine wichtige Hürde bei der Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffes in den USA genommen. Die Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) äußerte in einem heute veröffentlichten Dokument keine Bedenken gegen den Einsatz des Impfstoffes. Bei Untersuchungen hätten sich keine neuen Probleme hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit ergeben. Eine Impfung mit zwei Impfdosen habe sich als hochwirksam erwiesen, um bestätigte Fälle von Covid-19 mindestens sieben Tage nach der letzten Dosis zu verhindern, erklärten die Mitarbeiter der Behörde. Es gebe allerdings noch nicht genug Daten, um Rückschlüsse auf die Sicherheit des Impfstoffs bei Personen unter 16 Jahren, Schwangeren und Personen mit einem geschwächtem Immunsystem zu ziehen. Es wird erwartet, dass die FDA innerhalb der nächsten Tage oder Wochen über die Notfallzulassung des Biontech-Impfstoffes entscheidet.

Warum Kinder zunächst nicht geimpft werden

15:00 Uhr

Laut einer Erhebung der Barmer Krankenkasse wollen 42 Prozent der Befragten ihre Kinder gegen das neue Coronavirus impfen lassen. Kinder zu impfen ist allerdings erstmal nicht geplant. Einer von mehreren Gründen: An Kindern ist der Corona-Impfstoff bisher kaum getestet worden.

GEW begrüßt Möglichkeit zum Wechselunterricht

14:45 Uhr

An Schulen in baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen kann es von heute an auch Wechsel- und Fernunterricht in älteren Jahrgangsstufen geben. Das hat das Kultusministerium gestern bekannt gegeben und die Corona-Verordnung dahingehend aktualisiert. Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt diese Entscheidung, merkt aber gleichzeitig an: "Wieder einmal kommt Mehrarbeit auf die Schulleitungen zu anstatt eine klare landesweite Regelung zu treffen. Die Schulen haben zunehmend den Eindruck, dass immer dann, wenn schwierige Entscheidungen zu treffen sind, diese an die Schulen delegiert werden", sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der GEW.

Novemberhilfen: Abschlagszahlungen werden wohl erhöht

14:42 Uhr

Die Bundesregierung will die Abschlagszahlungen bei den Novemberhilfen erhöhen. Unternehmen sollen statt bisher maximal 10.000 Euro künftig maximal 50.000 Euro bekommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Einigung zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium heute aus Regierungskreisen.

Lauterbach: Shutdown-Beschluss noch diese Woche

14:38 Uhr

Dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach dauert die Diskussion über schärfere Corona-Maßnahmen zu lange. Im SWR forderte er, noch in dieser Woche über einen Total-Lockdown zu entscheiden: "Wir haben sonst keine Perspektive, die Sterbezahlen zu reduzieren. Wir müssten dann damit rechnen, dass, von jetzt an gerechnet bis Ende Januar, bis zu 25.000 weitere Menschen an Covid in Deutschland gestorben sind. Das können wir nicht vertreten und daher muss jetzt gehandelt werden, aus meiner Sicht noch in dieser Woche." Lauterbach schlug vor, die Schulen schon ab Montag zu schließen und die Weihnachtsferien zusätzlich eine Woche zu verlängern. Dieser Schulausfall könne durch einen zwei Wochen späteren Beginn der Sommerferien kompensiert werden. Die Geschäfte könnten bis Weihnachten geöffnet bleiben, müssten dann aber unmittelbar schließen: "Man muss dann wirklich für 14 Tage das Land herunterfahren." Lauterbach appellierte zudem an die Menschen, auch in der Vorweihnachtszeit möglichst nicht in Geschäften einzukaufen. "Ich persönlich appelliere, dass man Geld oder Gutscheine verschenkt. Das läuft uns nicht weg. Wir können viele Dinge nachholen. Auch der eine oder andere Weihnachtsbesuch kann später nachgeholt werden."

BW verbietet Alkoholausschank im Freien

13:21 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Die Kommunen sollten das schon zum dritten Advent umsetzen.

Polizei soll Quarantäne-Verweigerer ins Krankenhaus bringen

13:03 Uhr

Hartnäckige Verweigerer der Quarantäne und uneinsichtige Quarantäne-Brecher seien "abzusondern", sagte der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Mittag. Deshalb werde die Polizei solche Einzelfälle in Krankenhäuser bringen, darauf hätten sich der Innenminister und der Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) geeinigt. Diese Maßnahme beziehe sich auf Menschen, die auf andere Sanktionen, beispielsweise Bußgeld, nicht anspringen. Strobl höre mehrfach in der Woche von den Kommunen, dass diese Einzelfälle ein Problem darstellen. Lucha sprach von einer Unterstützung der Kommunen, die aber dafür zuständig seien.

Atteste zur Befreiung von Maskenpflicht: Strafbefehl gegen Ärztin

12:58 Uhr

Ohne ihre Patienten vorher zu untersuchen, soll eine Ärztin aus Offenburg (Ortenaukreis) Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben. Nun liegt ein Strafbefehl gegen sie vor, wie die Staatsanwaltschaft Offenburg heute mitteilte. Der Medizinerin wird vorgeworfen im Juni und Juli dieses Jahres fünf der entsprechenden Bescheinigungen ausgestellt zu haben. Bei der Durchsuchung ihrer Praxis im September gab die Verdächtige zu, die Atteste ausgestellt und teils per Post verschickt zu haben. Die Patienten hätten ihr gegenüber glaubhafte Symptome geschildert. Die Ärztin legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Nun kommt es  voraussichtlich zu einem Prozess vor dem Amtsgericht. Bei einer Verurteilung erwarte die Frau eine Geldstrafe oder Haft von bis zu zwei Jahren, so die Staatsanwaltschaft.

Cross-Rennen in Kehl abgesagt

12:54 Uhr

Die deutsche Rad-Meisterschaft im Querfeldeinfahren kann coronabedingt nicht wie geplant am 9. und 10. Januar 2021 stattfinden. Dies teilte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zu den geplanten Cross-Rennen in Kehl-Auenheim (Ortenaukreis) heute mit. In Abstimmung mit der Stadt Kehl habe man sich stattdessen entschlossen, die Wettbewerbe um fast neun Monate in den Herbst zu verschieben und am 2. und 3. Oktober anzusetzen.

Kretschmann: Harter Lockdown nach Weihnachten rückt näher

12:39 Uhr

"Die Zahlen entwickeln sich nicht so, wie wir es erwartet haben", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Mittag. Der Inzidenzwert in Baden-Württemberg sei mit 152 der höchste seit Beginn der Pandemie. Kretschmann kündigte drastische Maßnahmen für Regionen mit mehr als 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen an. Sie sollen noch in dieser Woche beschlossen werden. Er hoffe, dass die Maßnahmen dann für die extremen Hotspots Anfang nächster Woche in Kraft treten können. Bislang sei nur Pforzheim davon betroffen. Man werde zudem debattieren müsse, ob man sich doch noch einmal mit der Kanzlerin vor Weihnachten trifft, um neue Entscheidungen zu treffen. Ein harter Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen rücke näher. Das sei gut denkbar, sagte Kretschmann.

Feldberg: Snowboardcross-Weltcup abgesagt

12:28 Uhr

Der für Anfang Februar geplante Heim-Weltcup der Snowboardcrosser am Feldberg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist wegen den Folgen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das gab der Verband Snowboard Germany am Dienstag bekannt. Für das Rennen im Hochschwarzwald vom 5. bis 7. Februar konnten auch wegen der Corona-Hygienevorgaben nicht genügend Helfer zusammengebracht werden. Anders als die Snowboarder sollen dagegen die Skicrosser am Feldberg vom 29. bis 31. Januar ihren Weltcup bestreiten. Laut Thorsten Rudolph vom Organisationskomitee sollen für dieses eine Event genügend Helfer zur Verfügung stehen.

Gericht: Maskenpflicht in Ludwigsburg rechtswidrig

12:19 Uhr

Die pauschale Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Ludwigsburger Innenstadt ist aus Sicht des Stuttgarter Verwaltungsgerichts wohl rechtswidrig. Die Allgemeinverfügung der Stadt sehe keine Ausnahmen für Situationen vor, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden könne. Darüber hinaus gebe es keine zeitlichen Einschränkungen, teilte das Gericht heute mit. Die Stadt kündigte eine Stellungnahme für den Nachmittag an. Zwei Bürger hatten somit erfolgreich beim Gericht Widerspruch eingelegt. Allerdings gilt die Entscheidung im Eilverfahren vom 4. Dezember erst einmal nur für die beiden, wie ein Gerichtssprecher betonte. Je nachdem, wie die Stadt reagiert, müsste in einem Hauptverfahren endgültig über die Rechtmäßigkeit der Verfügung entschieden werden. Außerdem betonte das Gericht, dass die Landes-Corona-Verordnung weiter gilt, wonach in Fußgängerbereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Wegen Impfzentrum: Tübinger Basketballer finden neue Halle

12:18 Uhr

Aufgrund der geplanten Umfunktionierung der eigenen Halle in ein Corona-Impfzentrum haben die Basketballer der Tigers Tübingen eine neue Arena für ihre Heimspiele gefunden. Ab Mitte Januar kann der Zweitligist seine Partien in der Rottenburger Volksbank-Arena ausrichten, wie der Club am Dienstag mitteilte. "Wenn wir hier nun den Tigers helfen können, möchten wir dies gerne tun, sprich eine Nachbarschaftshilfe von Stadt zu Stadt leisten", sagte Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher. Ab dem 14. Dezember wird den Tübingern die heimische Paul-Horn-Arena wegen der Einrichtung eines Impfzentrums vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen.

Landrat kritisiert Personal-Bereitstellung für Impfzentren

11:58 Uhr

Der Neckar-Odenwälder Landrat Achim Brötel (CDU) kritisiert die Landesregierung und die Planung der Impfzentren in Baden-Württemberg. Zwar gebe es inzwischen eine Vereinbarung zwischen Land und Landkreisen über die Zusammenarbeit bei den geplanten Impfzentren. Die sei aber äußerst einseitig zu Lasten der Landkreise ausgelegt, so Brötel. Die Kreise würde dabei im wichtigsten Punkt allein gelassen - sollen sie doch dafür sorgen, das nötige Personal bereitzustellen: Ärzte und medizinische Fachangestellte. Wo die im Neckar-Odenwald-Kreis in großer Zahl herkommen sollen, bleibe völlig ungeklärt. Wie die Vorgaben für das Kreis-Impfzentrum so umgesetzt werden sollen, sei ihm rätselhaft, so der Landrat.

Auch Leopoldina fordert strengere Schutzmaßnahmen

11:30 Uhr

Die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina unterstützt Forderungen, die Corona-Schutzmaßnahmen wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen zu verschärfen. Die Akademie berät die Bundesregierung in der Pandemie und hat schon mehrere Stellungnahmen veröffentlicht. In dem aktuellen Papier fordern die Wissenschaftler, die Schulen bereits ab kommender Woche zu schließen. Ab dem 24. Dezember solle dann in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen - und zwar bis mindestens zum 10. Januar.

Kretschmann für drastische Einschränkungen

11:10 Uhr

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) pocht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen auf drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So könne man nicht weitermachen, sagte Kretschmann heute bei einer Kabinettssitzung in Stuttgart, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. "Ein scharfer Lockdown nach den Weihnachtstagen rückt näher."

Trotz Corona: Weniger Firmenpleiten 2020

10:42 Uhr

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in Baden-Württemberg einer Studie zufolge im laufenden Jahr rückläufig. Baden-Württemberg kommt nach Berechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform gemessen an den Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen auf 38 Fälle. Im Vorjahr waren es noch 41. Im Vergleich der 16 Bundesländer hat Baden-Württemberg damit den drittniedrigsten Wert. Die meisten Firmenpleiten je 10.000 Unternehmen gibt es den heute veröffentlichten Daten zufolge in Bremen (98 Fälle), die niedrigste Insolvenzquote weist wie schon im Vorjahr Thüringen auf (30). Bundesweit werden nach einer Hochrechnung von Creditreform auf Basis der November-Daten im Gesamtjahr 2020 insgesamt 16.300 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Das wären 13,4 Prozent weniger als 2019 und es wäre der niedrigste Stand seit 1993 (15.150). Staatliche Hilfsgelder und Erleichterungen im Insolvenzrecht haben die Lage im laufenden Jahr vielerorts entspannt, Ökonomen gehen aber von deutlich steigenden Pleitezahlen 2021 aus.

Weiteres Bund-Länder-Treffen noch diese Woche?

10:15 Uhr

Die Ministerpräsidenten der Länder werden sich wohl noch in dieser Woche gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verständigen. Das hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) im RBB-Inforadio angekündigt. Wahrscheinlich werde es am Donnerstag eine digitale Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Woidke. Darauf habe man sich bereits verständigt. Bereits am Dienstagabend werde er sich mit den SPD-Länderchefs über das weitere Vorgehen austauschen. "Das Ganze will gut vorbereitet sein", so der Brandenburger Ministerpräsident. Man könne nicht tolerieren, wie sich die Lage in Deutschland entwickele. Zwar sei das exponentielle Wachstum der Infektionen abgebremst worden, die Zahlen seien aber nach wie vor auf einem stabil hohen Wert.

Zwischenfälle zur Maskenpflicht: Zollernalb Klinikum droht mit Besucherstopp

10:05 Uhr

Im Zollernalb Klinikum in Balingen (Zollernalbkreis) gibt es wegen der Maskenpflicht immer wieder Zwischenfälle mit Besuchern. Die Klinikleitung fordert daher, die Corona-Regeln einzuhalten, damit Patienten auch weiterhin besucht werden dürfen. Am Wochenende sei es häufig vorgekommen, dass Besucher in den Patientenzimmern ihre Masken abgenommen hätten, so der Geschäftsführer des Balinger Zollernalb Klinikums, Gerhard Hinger. Das sei ein echtes Problem. In den Zimmern liegen nämlich oft mehrere Patienten. Ein weiteres Ärgernis: Spricht das Personal die Besucher auf die Maskenpflicht an, so reagieren manche aggressiv, teilt die Klinik mit. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sollten Besuche aber weiter möglich sein, so Hinger. Ändern die uneinsichtigen Besucher ihr Verhalten nicht, könnte es zu einem Besuchsstopp kommen, wie es bereits an anderen Kliniken im Land gilt.

91-Jährige erhält als erste Corona-Impfstoff von Biontech

9:52 Uhr

In Großbritannien haben die Massenimpfungen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech begonnen. Als erster Mensch der Welt wurde eine knapp 91-jährige Britin geimpft. Margaret Keenan erhielt die Spritze mit dem von Biontech und seinem amerikanischen Partner Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff am Dienstagmorgen in einem Krankenhaus in Coventry. Sie fühle sich sehr bevorzugt und betrachte die Impfung als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk, sagte die fast 91-Jährige.

Mannheim verschärft Corona-Regeln weiter

9:47 Uhr

Weil die Infektionszahlen nicht sinken, gelten in Mannheim jetzt noch schärfere Regeln. Zur nächtlichen Ausgangsbeschränkung kommt dazu, dass Friseure schließen müssen. Außerdem gibt es weitere Kontaktbeschränkungen.

Karlsruher OB: Perspektiven für Familienbetriebe fehlen

9:35 Uhr

Karlsruhes wiedergewählter Oberbürgermeister, Frank Mentrup, fordert in der Corona-Krise konkrete Ideen für die besonders betroffenen Branchen. "Manche Familien, die Betriebe führen, sehen doch gar keine Perspektive mehr", sagte der SPD-Politiker den "Badischen Neuesten Nachrichten". Viele würden deshalb aufgeben, bevor sie den letzten Cent zusammenkratzen, um doch noch weiterzumachen. "Von denen, die die Maßnahmen setzen, kommen auch keine Visionen für die Betroffenen, wie es weitergehen könnte. Das kritisiere ich", sagte Mentrup. "Verschärfen oder nicht? Lockern oder nicht? Das Zaudern und Hadern - das macht eigentlich das schlechte Gefühl bei den Menschen." Der 56-Jährige war bei der OB-Wahl am Sonntag in Karlsruhe für acht weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Er hatte mehr als 52 Prozent der Stimmen geholt.

Rufe nach schärferen Maßnahmen werden lauter

9:22 Uhr

Auch die Kreise Lörrach, Tuttlingen, Heilbronn und der Enzkreis haben mittlerweile den Inzidenzwert von 200 überschritten. Währenddessen werden die Forderungen nach härteren Maßnahmen immer vehementer:

SPD für harten Lockdown nach Weihnachten

8:25 Uhr

Der baden-württembergische SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch spricht sich angesichts steigender Infektionszahlen für einen harten Lockdown unmittelbar zwischen Weihnachten und den Heiligen Drei Königen aus. "Lieber zwei Wochen vernünftig als noch eine unendliche Zeit einen halben Lockdown, der nicht wirklich wirkt", sagte Stoch. "Wir können nicht mit einem leichten Lockdown drei, vier Monate vor uns hinwurschteln." Im Zeitraum zwischen Weihnachten und dem 6. Januar seien sowieso Ferien, Schulen und Kitas hätten zu. Auch industriell geschehe in diesen Tagen wenig, sagte Stoch - der volkswirtschaftliche Schaden wäre begrenzt.

Spahn: Möglicherweise härtere Maßnahmen nötig

8:15 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält schärfere Kontaktbeschränkungen für notwendig, sollten die hohen Corona-Infektionszahlen nicht zeitnah zurückgehen. "Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren", sagte Spahn. Der Minister schloss nicht aus, dass es auch einen erneuten Lockdown im Einzelhandel geben könnte. "Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen." Auch künftig würden die Bundesländer individuelle Konzepte verfolgen, was er aufgrund unterschiedlicher Inzidenzzahlen auch für richtig halte. "Wir müssen in Sachsen andere Maßnahmen ergreifen als in Schleswig-Holstein, wenn das Ganze Akzeptanz behalten soll."

Sportmediziner: Zu wenig Sport bei Kindern

8:13 Uhr

Der Ulmer Sportmediziner Jürgen Steinacker hat vor zu wenig Bewegung während der Corona-Pandemie gewarnt. Zuvor waren mehrere Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass sich vor allem viele Kinder und Jugendliche zu wenig bewegten und sich schlechter ernährten. Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch klafften bei vielen Kindern deutlich auseinander, beobachtet der Ulmer Sportmediziner. Bei Erwachsenen habe sich die Zahl derer, die mehr als acht Stunden am Tag nur sitzen, verdoppelt.

Konstanz zahlt Schnelltests für Frauenhäuser

7:58 Uhr

Der Konstanzer Kreistag hat gestern mit nur einer Gegenstimme beschlossen, Corona-Schnelltests für die Frauenhäuser im Landkreis Konstanz zu finanzieren. Den Antrag hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gestellt. Die Schnelltests seien nötig, damit Frauen und Kinder, die unter häuslicher Gewalt litten, zeitnah in den Frauenhäusern aufgenommen werden könnten. Über die Weihnachtszeit sei erfahrungsgemäß mit mehr schutzbedürftigen Frauen und Kindern zu rechnen.

Menschen zu Regelbruch an Weihnachten bereit

7:55 Uhr

Viele Menschen in Deutschland sind offenbar bereit, an Weihnachten die Corona-Regeln zu brechen. Das hat die Universität der Bundeswehr in München in einer Studie herausgefunden. 42 Prozent der Befragten halten einen Regelbruch für möglich. Mehr als dreiviertel der Befragten finden die Beschränkungen aber sinnvoll.

"Covid19" auf Twitter 2020 häufigstes Wort

7:53 Uhr

"Covid19" ist das Wort, das in diesem Jahr am häufigsten auf Twitter geschrieben worden ist. Der Begriff und seine Varianten wurden knapp 400 Millionen mal getwittert, das hat das Unternehmen jetzt bekanntgegeben. Auf Platz 2 liegt "Blacklivesmatter".

Polizei will Ausgangssperre intensiv überwachen

7:49 Uhr

In Heilbronn gelten seit Mitternacht verschärfte Corona-Beschränkungen. Die Allgemeinverfügung ist in Kraft getreten. Unter anderem gilt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Friseurläden, Barbershops und Sonnenstudios müssen schließen. Der Inzidenzwert liegt laut Landesgesundheitsamt derzeit bei 286. Die Polizei hat angekündigt, die Ausgangssperre zu überwachen. Der Heilbronner Polizeipräsident Hans Becker sagte dem SWR: "Das werden wir nicht nur mit zusätzlichen Kräften aus den Außenbereichen tun, wir werden darüber hinaus auch Unterstützung von der Bereitschaftspolizei bekommen. Sodass wir für jeden Bürger sichtbar deutlich mehr unterwegs sein werden wie die ganze Zeit. Das Ganze werden wir so durchführen, dass wir an zentralen Einfahrtstraßen zentrale Kontrollstellen einrichten und im Stadtgebiet werden wir mit zahlreichen weiteren mobilen Streifen unterwegs sein."

Großbritannien startet Impfungen

7:27 Uhr

In Großbritannien werden ab heute die ersten Menschen gegen Corona geimpft. Der Impfstoff stammt vom Mainzer Hersteller Biontech und dessen US-Partner-Firma Pfizer. 800.000 Dosen stehen zur Verfügung - das reicht für 400.000 Menschen. Der Impfstoff muss zwei Mal verabreicht werden. Transport und Lagerung sind kompliziert, weil das Mittel bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss.

Ab heute Wechsel- und Fernunterricht möglich

7:13 Uhr

In sogenannten Corona-Hotspots in Baden-Württemberg dürfen Schulen ab heute auf Wechsel- und Fernunterricht in älteren Jahrgangsstufen umschwenken. Voraussetzung dafür ist, dass es in dem Kreis mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gab. Das trifft aktuell auf acht Landkreise in Baden-Württemberg zu.

Weitere Landkreise überschreiten 200er-Inzidenz

6:56 Uhr

Neben dem Landkreis Heilbronn haben nun auch die Kreise Lörrach, Tuttlingen und der Enzkreis die Marke von 200 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Damit gibt es nun insgesamt acht sogenannte "Corona-Hotspots" in Baden-Württemberg, die über der 200er-Marke liegen. Auch der Kreis Calw und die Städte Heilbronn, Mannheim und Pforzheim überschreiten weiterhin den Grenzwert. Liegt die Inzidenz an mindestens drei Tagen in Folge über 200, muss die Stadt oder der Landkreis strengere Corona-Maßnahmen verhängen. In Mannheim, Pforzheim und der Stadt Heilbronn wurden bereits nächtliche Ausgangssperren verhängt. In Pforzheim ist die Inzidenz mit 327,9 landesweit am höchsten.

Auch Landkreis Heilbronn überschreitet 200er-Inzidenz

6:45 Uhr

Nach der Stadt Heilbronn hat jetzt auch der Landkreis Heilbronn die Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Laut Landesgesundheitsamt liegt der Wert aktuell bei 200,6. Überschreitet ein Stadt- oder Landkreis die kritische Marke an mindestens drei Tagen in Folge, muss er strengere Corona-Maßnahmen verhängen. In der Stadt Heilbronn gilt ab heute bereits eine nächtliche Ausgangssperre.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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