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Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Freitag, 13. November 2020

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Das war der Freitag in Baden-Württemberg

Zwischenbilanz: Was nützen die Kontaktbeschränkungen in BW?

20:49 Uhr

Mit erneuten Kontaktbeschränkungen wollen Bund und Länder die Corona-Pandemie wieder in den Griff bekommen. Die Auflagen gelten erst einmal nur für diesen Monat. Am Montag schalten sich die Ministerpräsidenten erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen, um zu überprüfen, inwieweit die Maßnahmen wirken. Zeit, für eine kurze Zwischenbilanz.

Robert-Bosch-Kliniken arbeiten an Belastungsgrenze

18:30 Uhr

Viele Mediziner befürchten, dass der Höhepunkt der zweiten Corona-Welle noch nicht erreicht ist. In den Kliniken des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart arbeitet das Personal bereits an der Belastungsgrenze.

Fast 3.000 neue Fälle - weiter Intensivbetten frei

17:53 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Neuinfektionen um fast 3.000 Fälle gestiegen (gesamt: 113.535). Laut Zahlen des Landesgesundheitsamts (Stand 16 Uhr) starben im Vergleich zum Vortag 17 weitere Personen in Zusammenhang mit Covid-19 (gesamt: 2.241). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 134,8 Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Der Stadtkreis Heilbronn hat mit 224,3 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz, auch wenn der Wert im Vergleich zu den Vortagen leicht abnimmt. Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind derzeit 375 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 57 Prozent invasiv beatmet. Von den vorhandenen Intensivbetten sind 77 Prozent belegt.

Uniklinik Ulm: So viele Corona-Patienten wie nie

15:39 Uhr

44 Corona-Patienten behandelt das Universitätsklinikum in Ulm derzeit stationär, 19 davon werden derzeit auf der Intensivstation behandelt. Viele müssen künstlich beatmet werden. Trotz der aktuellen Entwicklung gibt es aber noch freie Intensivbetten, auch für Patienten, die wegen anderer Erkrankungen als Corona behandelt werden müssen.

Bundesregierung will Einschränkungen nicht lockern

15:10 Uhr

Die Bundesregierung will bis auf weiteres an den corona-bedingten Einschränkungen festhalten. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, bei der von Bund und Ländern für kommenden Montag geplanten Videokonferenz seien keine Lockerungen zu erwarten. Der Anstieg der Infektionen habe sich zwar abgeflacht, insgesamt steige die Zahl aber weiter an, so Seibert. Die Einschränkungen gelten seit Anfang der vergangenen Woche.

17 Corona-Fälle in Alten- und Pflegeeinrichtung in Hockenheim

14:51 Uhr

In einer Alten- und Pflegeeinrichtung in Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) haben sich 17 Personen mit dem Coronavirus infiziert - zehn Bewohner und sieben Mitarbeiter. Das teilte das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises heute mit. Eine positiv getestete Person, die in dem Heim wohnte, sei mittlerweile verstorben. Für den betroffenen Wohnbereich der Einrichtung gilt ein Besuchsverbot.

Studie: Mehr Lehrer im Präsenzunterricht als im Sommer

13:55 Uhr

Im Vergleich zum Juli unterrichten deutlich mehr Lehrkräfte in Baden-Württemberg vor Ort in der Schule, nämlich insgesamt rund 97 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Kultusministerium vorgestellt hat. Eine weitere Erkenntnis: Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die am Fernunterricht teilnehmen, ist konstant niedrig geblieben. Ein Prozent der Schüler lernen von zu Hause aus. An der Studie haben sich fast alle öffentlichen Schulen beteiligt, so das Kultusministerium.

VGH lehnt weitere Eilanträge gegen Corona-Verordnung ab

13:22 Uhr

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat über 20 weitere Eilanträge gegen die seit 2. November geltende Corona-Verordnung abgelehnt. Geklagt hatten erneut Fitness- und Kosmetikstudios, Restaurants und Hotels. Außerdem Betreiber einer Spielhalle, eines Prostitutionsbetriebs, einer Tanzschule und eines Tattoostudios. Auch Eilanträge gegen Beschränkungen für Ansammlungen und private Veranstaltungen, gegen Abstandsregeln und Maskenpflicht blieben erfolglos. Bereits vergangene Woche hatte der VGH sieben Eilanträge gegen Betriebsschließungen abgelehnt. Geklagt hatten ein Hotelgast, ein Restaurant, ein Bistro, ein Fitness-, ein Kosmetik- und ein Nagelstudio. Außerdem ein Berufsmusiker und ein Konzertveranstalter. Der VGH begründet seine Entscheidungen, dass die Einschränkungen verhältnismäßig seien, weil die Bundesregierung beschlossen hat, die Betriebe zu entschädigen.

Freiburger Forscher: Gedächtnis-Zellen können erneute Corona-Infektion verhindern

13:13 Uhr

Forscher der Uniklinik Freiburg haben entdeckt, dass eine Corona-Infektion eine Immunantwort auslöst. Der Körper bildet dann sogenannte Gedächtniszellen, die im Körper bleiben und vor einer Neuinfektion schützen.

Freiburger Erzbischof fordert Menschen zu Hilfe für Arme auf

10:44 Uhr

Durch Corona droht nach den Worten der katholischen Bischöfe in Deutschland ein Anstieg der Armut. Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger rief zu sozialem Engagement im persönlichen Umfeld und zu Hilfen für Arme und Kranke auf. Denn: Armut könne jeden Treffen, das lehre die Krise, heißt es in der Mitteilung der Bischöfe. Es brauche nun Solidarität, auch international.

Landesweiter Studieninformationstag ins Internet verlegt

10:37 Uhr

Den Studieninformationstag wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie in virtueller Form geben. Das hat das Wissenschaftsministerium mitgeteilt. Interessierte können so am kommenden Mittwoch, 18. November, rund 70 Hochschulen in Baden-Württemberg digital kennen lernen. Einen Überblick zu den verschiedenen Programmen gibt es auf einer Webseite des Landes.

Söder will Verfassungsschutz auf "Querdenker" ansetzen

12:29 Uhr

Nach den jüngsten Ausschreitungen bei einer Querdenker-Demonstration in Leipzig fordert der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dass der Verfassungsschutz sich einschaltet. Nach Meinung Söders entwickelt sich die sogenannte Querdenker-Bewegung "zunehmend sektenartig". Die Initiative Querdenken wurde in Baden-Württemberg gegründet, hat aber mittlerweile deutschlandweit Anhänger.

Corona-Lage in Schweiz und Frankreich weiterhin angespannt

11:53 Uhr

Die Schweiz und Frankreich kämpfen weiter mit der Corona-Pandemie. Die Krankenhäuser im Kanton Basel-Stadt müssen demnächst in den Notfallbetrieb schalten. Das geht aus der Bilanz des Basler Gesundheitsdepartements hervor. Im Elsass wie im restlichen Frankreich werden die strikten Corona-Beschränkungen noch weiter beibehalten.

Tourismus bricht im dritten Quartal weiter ein

11:21 Uhr

Der Tourismus in Baden-Württemberg ist angesichts der Corona-Pandemie im Sommer weiter stark eingebrochen. Die Zahl der ankommenden Gäste schrumpfte im dritten Quartal im Vorjahresvergleich um 36,7 Prozent auf 5,3 Millionen, wie sich aus am Freitag vorgestellten Zahlen des Statistischen Landesamts in Stuttgart errechnen lässt. Die Zahl der Übernachtungen fiel in diesem Zeitraum ebenfalls deutlich um 18,8 Prozent auf 15 Millionen. Damit setzte sich der Trend aus den Vormonaten fort. Den Tiefpunkt erlebte die Branche im coronabedingten Lockdown-Monat April, als die Zahl der Gäste (minus 94 Prozent) und der Übernachtungen (minus 88,3 Prozent) besonders stark einbrachen. Für das Gesamtjahr steht bei den Gästeankünften bisher ein Minus von 43,1 Prozent, bei den Übernachtungen eines von 36,0 Prozent.

Online-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg soll Standbesitzer unterstützen

11:08 Uhr

Als Ersatz für den ausgefallenen Weihnachtsmarkt bietet die Stadt Ludwigsburg in diesem Jahr einen Online-Weihnachtsmarkt an. So soll laut Stadt ein weihnachtliches Einkaufserlebnis geschaffen sowie die Budenbesitzer unterstützt werden. Über die städtische Internetseite geht es zum digitalen Weihnachtsmarkt, an dem sich mehr als 70 Anbieter beteiligen. Im Angebot sind Waren wie Kunsthandwerk, Schmuck sowie Haushaltswaren und Spielzeug. Eingekauft werden kann dann im jeweiligen Online-Shop oder Kunden können sich direkt beim Verkäufer melden.

Maskenverweigerer attackieren Mitarbeiter in Bibliothek

11:01 Uhr

Zwei junge Männer sind in einer Bibliothek in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) handgreiflich gegenüber einem Mitarbeiter geworden, weil sie keine Masken tragen wollten. Der Angestellte hatte die Männer zunächst dazu aufgefordert, so die Polizei. Weil ihn die Männer ignorierten, folgte der Mitarbeiter ihnen. Daraufhin wurde er niedergeschlagen. Die Männer flüchteten. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht.

Landratsamt Zollernalbkreis zieht Impfzentrum in Meßstetten in Betracht

10:50 Uhr

Das Landratsamt des Zollernalbkreises sucht und prüft derzeit verschiedene Gebäude, die als Impfzentrum in Frage kommen könnten. Auch die ehemalige Kaserne in Meßstetten ist im Gespräch. Insgesamt soll es zwei Impfzentren im Regierungsbezirk Tübingen geben.

Landesmusikrat: "Die schlimmen Zahlen werden noch kommen"

10:26 Uhr

Der Landesmusikrat Baden-Württemberg schaut wegen der Corona-Krise mit Sorge auf die Zukunft der Branche. "Manche Veranstalter werden dieses Jahr noch überleben, aber ein zweites Jahr werden selbst die finanziell gut situierten unter ihnen nicht stemmen können", sagte Präsident Hermann Wilske der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Freitagsausgabe). Die schlimmen Zahlen würden noch kommen, so Wilske.

Darf dm Corona-Tests verkaufen?

9:31 Uhr

Seit Oktober verkauft der dm-Drogeriemarkt online einen Coronavirus-Antikörpertest. Es ist allerdings nicht klar, ob dm überhaupt eine Erlaubnis dafür hat. Mediziner halten den Test aus mehreren Gründen für problematisch. Das Sozialministerium Baden-Württemberg prüft den Fall nun.

Tourismusbilanz: Deutliches Minus erwartet

7:37 Uhr

Das Statistische Landesamt will die baden-württembergische Tourismusbilanz für September und damit fürs gesamte dritte Quartal vorstellen. Im Vergleich zum Vorjahr wird ein deutliches Minus erwartet. Die Tourismusbranche ist besonders stark von den Corona-Maßnahmen betroffen. Der absolute Tiefpunkt der Gäste- und Übernachtungszahlen wurde im April erreicht - mit 94 Prozent weniger Gästen und über 88 Prozent weniger Übernachtungen.

Medien: Kretschmann verlangt schnelle Auszahlung der Novemberhilfen

7:16 Uhr

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Novemberhilfen für Unternehmer auszuzahlen. Der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagsausgabe) sagte er, dieses Geld müss jetzt endlich fließen. "Das haben wir den Betroffenen versprochen, wenn die Hilfe nicht kommt, sind die Menschen zurecht sauer." Die Novemberhilfen sind zum Beispiel für Unternehmen oder Solo-Selbstständige gedacht, die wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen im November kein oder nur ein geringes Einkommen haben, wie Menschen aus der Kultur- oder Gastronomiebranche. Die Bundesregierung hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Firmen im Teil-Lockdown erste Gelder ab Ende des Monats in Form von Abschlagszahlungen ausgezahlt bekommen sollen. Zu den geplanten zehn Milliarden Euro sollten auch noch einige Milliarden hinzukommen.

Freitag, 13. November 2020

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