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Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 2. September 2021

STAND

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Immer häufiger schwere Verläufe - vor allem bei Ungeimpften

19:46 Uhr

Auf Intensivstationen in Baden-Württemberg gibt es laut Landesgesundheitsministerium immer häufiger schwere Verläufe von Covid-19-Erkrankungen. Bei einem Großteil der Fälle sind die Menschen demnach nicht gegen Corona geimpft. Insgesamt seien 95 Prozent der Corona-Intensivpatienten in Baden-Württemberg nicht geimpft.

Baden-Württemberg

95 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind nicht geimpft Kretschmann: Einschränkungen für Ungeimpfte unausweichlich

Deutlich häufiger gebe es schwere Verläufe bei Ungeimpften in Baden-Württemberg, verkündete das Landessozialministerium. Ministerpräsident Kretschmann fordert mehr Einschränkungen.  mehr...

BW-Inzidenzen steigen - mehr Intensivbetten belegt

18:33 Uhr

In Baden-Württemberg steigen relevante Werte zum Coronavirus-Infektionsgeschehen weiter an. So registrieren die Behörden aktuell (Stand: 16 Uhr) 131 Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen, 15 mehr als noch am Vortag. 12 weitere Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben (gesamt: 10.493). Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 2,43 (Vortag: 2,41). Auch die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter und beträgt laut Landesgesundheitsamt aktuell 83,7 (Vortag: 81,8). Insbesondere Menschen ohne vollständigen oder unbekannten Impfschutz infizieren sich - der Sieben-Tage-Inzidenzwert für die Personengruppe wird mit 185,9 (Vortag: 180,8) angegeben. Bei Personen mit einer abgeschlossenen Impfserie beträgt der Wert laut Behörde 15,1 (Vortag: 15,0). Der Anteil der Infizierten unter 20 Jahren steigt dabei weiter an.

BW-Ministerium: Sind mitten in der vierten Welle

16:45 Uhr

Baden-Württemberg befindet sich nach Einschätzung des Landesgesundheitsministeriums mitten in der vierten Corona-Welle. "Die Lage ist ernst. Wir müssen jetzt alles daransetzen, dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten", sagte Staatssekretärin Dr. Ute Leidig (Grüne) in Stuttgart. Sie verwies auf die deutliche Zunahme von schweren Corona-Verläufen auf den Intensivstationen im Land. Insgesamt sind den Angaben zufolge 537 Covid-19-Patientinnen und -patienten stationär in den Krankenhäusern. Vergangene Woche waren es noch 321. 116 Menschen davon liegen laut Ministerium derzeit auf den Intensivstationen - auch das ist ein Anstieg. 106 Patientinnen und Patienten müssen beatmet werden, 43 mehr als vor einer Woche. 95 Prozent der Erkrankten auf den Intensivstationen seien nicht geimpft, so Leidig.

Stuttgarter Gesundheitsamt unzufrieden mit Impfrate

15:15 Uhr

Der Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts ist mit dem aktuellen Stand der Corona-Impfungen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt nicht zufrieden. Die Impfrate sei deutlich zu niedrig, sagte Amtsleiter Stefan Ehehalt dem SWR. Demnach sind 56 Prozent der Menschen in Stuttgart vollständig geimpft und 59 Prozent haben eine erste Impfdosis bekommen. Das ist jeweils etwas weniger als im Landesdurchschnitt. Hier liegt nach Zahlen des Landesgesundheitsamtes (Stand Mittwoch) die Quote der vollständig Geimpften bei 59,7 Prozent. 62,7 Prozent haben demnach eine erste Corona-Impfung bekommen. Ziel sei es, eine Impfquote von 80 Prozent zu erreichen, so Ehehalt.

Stuttgart

Gespräch mit dem Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts Stefan Ehehalt: "Wir sind noch weit entfernt von unseren Impfzielen"

Am Mittwoch hat die dritte Impfung gegen Corona begonnen. Wie wichtig ist diese Impfung, wer sollte sie bekommen und wie zufrieden ist das Stuttgarter Gesundheitsamt mit der Impfrate?  mehr...

EU gibt Corona-Impfstoff an Afrika zurück

14:45 Uhr

Die Europäische Union (EU) wird in Afrika produzierte und nach Europa verschiffte Corona-Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson zurückgeben. Eine entsprechende Verpflichtung habe EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) am Rande einer Konferenz in Berlin abgegeben, teilte die Afrikanischen Union mit. Von der Leyen habe die Lieferung von 200 Millionen zusätzlichen Impfdosen bis Jahresende zugesagt. Rund 70 Millionen davon kämen aus Deutschland. In Afrika sind bisher erst knapp drei Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Wieder mehr Intensivpatienten in Kliniken

14:25 Uhr

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Intensivpatientinnen und -patienten in Krankenhäusern nach Angaben des Divi-Intensivregisters auf 1.160 gestiegen (Vortag: 1128). Der Wert liegt deutlich unter dem Niveau der vorangegangenen Corona-Wellen, nimmt aber seit August täglich zu. Das Robert-Koch-Institut nennt zudem aktuell eine Hospitalisierungsquote von 1,74. Diese Zahl gibt an, wie viele Menschen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner mit einer Corona-Erkrankung in eine Klinik eingewiesen wurden. Die Zahl steigt zeitverzögert zu den wachsenden Infektionszahlen, weil schwerwiegende Verläufe der Krankheit zwei bis vier Wochen nach einer Infektion auftreten.

Künftig kein Verdienstausfall für Nichtgeimpfte bei Quarantäne

12:56 Uhr

Nichtgeimpfte Personen, die wegen der Corona-Pandemie in häusliche Quarantäne müssen, können künftig nicht mehr mit einer Entschädigung ihres Verdienstausfalls rechnen. Das teilte das baden-württembergische Gesundheitsamt in Stuttgart mit. Nach dem Infektionsschutzgesetz gebe es keine solche Entschädigung, wenn die häusliche Absonderung durch eine vorherige Schutzimpfung hätte vermieden werden können, hieß es. Ab dem 15. September müssten Nichtgeimpfte damit rechnen, dass entsprechende Anträge für eine Entschädigung abgelehnt würden. Dies gelte auch für nicht geimpfte Kontaktpersonen, die in Quarantäne müssen. Zur Begründung hieß es, dass bis zum 15. September alle Menschen in Baden-Württemberg bei Haus- oder Betriebsärzten und in Impfzentren die Möglichkeit für eine Corona-Impfung hätten.

Infektionsschutz in Baden-Württemberg Verdienstausfall durch Quarantäne: Ohne Corona-Impfung keine Entschädigung?

Wer wegen Corona in Quarantäne muss, bekommt für den dadurch entstandenen Verdienstausfall eine Entschädigung. Für Ungeimpfte könnte sich das ab dem 15. September ändern.  mehr...

DFB startet Impfkampagne in Stuttgart

12:14 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden eine Impfkampagne gegen das Coronavirus gestartet. Beim WM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft am Sonntag in Stuttgart gegen Armenien werden zwei Impfbusse am Stadion stehen. Verwendet werden die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson. "Nur im Team können wir die Corona-Pandemie überstehen - indem jeder für sich und seine Mitmenschen Verantwortung übernimmt", sagte Fußball-Bundestrainer Hansi Flick. "Impfen ist unser sicherster und schnellster Weg zurück zur Normalität. Lasst ihn uns alle gemeinsam gehen," so Flick weiter. Auch beim WM-Qualifikationsspiel der Frauen gegen Serbien am 21. September in Chemnitz soll demnach ein Impfbus vor Ort sein. Weitere Impfaktionen für die übrigen Heimländerspiele der Männer, Frauen und U21 würden geprüft.

Luca-App soll "umfassendes Update" erhalten

10:54 Uhr

Die umstrittene Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern zum Herbst hin ausgebaut und verbessert werden. Künftig sollen die Ärzte der Gesundheitsämter die Nutzer der Luca-App direkt kontaktieren und in unterschiedlichen Abstufungen warnen können, kündigte Patrick Hennig, Geschäftsführer des Entwicklerunternehmens Culture4Life, an. Bislang erhalten App-User nur einen allgemeinen Hinweis, wenn ein Gesundheitsamt auf die Luca-Daten einer Person zugreift. Das "umfassende Update" werde derzeit mit den Gesundheitsämtern in Stuttgart, Hamburg, München, Hannover, Düsseldorf, Nürnberg, Augsburg und Nordfriesland getestet und feinjustiert. Die Gesundheitsämter würden durch differenzierte Warnhinweise und eine höhere Datenqualität profitieren. Dazu werde Luca auch zusätzliche Informationen über den Veranstaltungsort zur Verfügung stellen.

Drosten drängt auf mehr Impfungen

10:26 Uhr

Bundesweit sind nach Angaben des Robert Koch-Institutes bislang fast 61 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Aus Sicht des Virologen Christian Drosten reicht das nicht aus. "Mit dieser Impfquote können wir nicht in den Herbst gehen", sagte er im Deutschlandfunk. Gerade angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante sei die nachlassende Impfbereitschaft ein Problem. Regelmäßige Corona-Tests seien für ihn keine Alternative zur Impfung. Sie seien nur ein Behelfsmittel gewesen, solange noch kein Impfstoff vorhanden gewesen sei.

Virologe Streeck zweifelt an 2G-Regel

10:23 Uhr

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" Skepsis gegenüber der 2G-Regelung geäußert. Negativ Getesteten den Zugang zu Veranstaltungen oder anderen Angeboten zu verwehren sei "weder sozial noch medizinisch sinnvoll". Streeck äußerte die Befürchtung, dass es dadurch zu mehr Ausbrüchen im privaten Bereich kommen könnte, die dann schwerer nachzuvollziehen und zu kontrollieren seien. "Es ist doch nicht so, dass Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, nur noch frustriert alleine zu Hause sitzen und kein soziales Leben mehr haben", sagte der Virologe.

GEW: "Landesregierung lässt Kinder völlig im Stich"

7:44 Uhr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnet zum neuen Schuljahr erneut mit geschlossenen Schulen und Kitas im Land. Natürlich hofften alle auf ein möglichst normales Schuljahr, sagte GEW-Landeschefin Monika Stein der "Heilbronner Stimme" und dem "Südkurier" (Donnerstag). Sie gehe aber leider davon aus, dass Schulen und Kitas im Herbst oder Winter wieder geschlossen werden müssten und für die Schüler wieder Fernunterricht komme. "Hier nimmt die Politik das nötige Geld momentan nicht in die Hand, was sich rächen wird", so Stein. Die Landesregierung lasse die Kinder völlig im Stich. Es werde noch immer das Märchen verbreitet, Corona sei generell für Kinder ungefährlich.

IHK-Chefin: Kenntnis vom Impfstatus erleichtert die Arbeit

7:06 Uhr

Die Hauptgeschäftsführerin der IHK-Heilbronn-Franken, Elke Döring, geht davon aus, dass es Betriebe leichter haben, wenn sie den Impfstatus ihrer Mitarbeiter kennen. Mit einer solchen Abfrage könnten das Infektionsrisiko besser abgeschätzt und die Hygienevorschriften entsprechend angepasst werden, so Döring in einer Stellungnahme. Es sei eine Möglichkeit, die Organisation im Betrieb zu erleichtern.

Crailsheim startet Voranmeldung für "Horaffenland"

6:50 Uhr

In Crailsheim kann man sich ab heute für die Kontaktverfolgung im Horaffenland anmelden. Unter diesem Namen öffnet auf dem Volksfestplatz in knapp zwei Wochen ein temporärer Vergnügungspark. Mit einer Registrierung müssen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht auf einen Besuchszeitpunkt festlegen. Solange die zulässige Personenzahl von maximal 5.000 Menschen nicht erreicht sei, sei ein spontaner Besuch jederzeit möglich, heißt es aus der Stadtverwaltung. Die Voranmeldung bietet den Vorteil, dass man vor Ort zur Registrierung nicht Schlange stehen muss. Es gilt die 3G-Regel, eine Teststation wird am Eingang des Horaffenlandes eingerichtet.

13.715 Corona-Neuinfektionen vermeldet

6:27 Uhr

Das Robert Koch-Institut vermeldet am Donnerstagmorgen deutschlandweit 13.715 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.626 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht angestiegen: Sie liegt nun bei 76,9 - am Vortag lag der Wert bei 75,7. Innerhalb von 24 Stunden wurden 33 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle gewesen.

Kassenärzte-Chef: Im Frühjahr 2022 "Schluss mit Corona"

2:45 Uhr

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr. Er gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein werde mit Corona, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "Rheinischen Post". Bis dahin werde die Impfquote noch einmal etwas höher liegen, vor allem nehme aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen würden nach seiner Einschätzung dann gänzlich unnötig werden. Im Herbst werden die Infektionszahlen laut Gassen zwar noch einmal ansteigen. Dennoch sehe er "in der Ärzteschaft keine großen Sorgen", dass das Gesundheitssystem noch kollabieren könnte.

Ärztepräsident kritisiert Booster-Impfungen ohne Stiko-Empfehlung

2:04 Uhr

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat kritisiert, dass viele Bundesländer (darunter Baden-Württemberg) auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mit Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen haben. Sie werden zunächst Senioren und Immungeschwächten angeboten. Zwar spreche theoretisch einiges dafür, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nach bisherigem Kenntnisstand und Auffassung namhafter Experten sei sie aber für die meisten Geimpften nicht sofort nötig. Insgesamt fehlten noch aussagekräftige Studien, ob, wann und für wen eine sogenannte Boosterimpfung nötig sei, so Reinhardt.

Donnerstag, 2. September 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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