Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Mittwoch, 4. August 2021

STAND

Das war der Mittwoch in Baden-Württemberg

Wie kommt Deutschland durch den Corona-Herbst?

22:05 Uhr

Die Infektionszahlen steigen, die Impfkampagne stockt: Bund und Länder wollen kommende Woche beraten, wie Deutschland durch den Corona-Herbst kommt. Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums sorgen jetzt schon für Diskussionen.

Kreiskliniken Reutlingen verschärfen Besucherregelung

21:23 Uhr

Der Kreis Reutlingen ist wieder in Inzidenzstufe 2, die Kreiskliniken passen deshalb ihre Besucherregelungen an. Seit Mittwoch gilt in den Krankenhäusern in Reutlingen, Bad Urach und Münsingen die 3G-Regel. Damit muss jeder Besucher nachweisen, dass er geimpft, negativ getestet oder genesen ist. Nach Angaben der Kreiskliniken sind Patientenbesuche zwischen 16 und 18 Uhr möglich. Die Besucher müssen eine FFP2-Maske tragen.

Tote nach Corona-Impfung: Wie hoch ist die Dunkelziffer?

20:18 Uhr

Wie hoch ist die Dunkelziffer von Toten, die an den Folgen einer Corona-Schutzimpfung gestorben sind? Der SWR-Gesundheitsexperte und Arzt Lothar Zimmermann zweifelt die Ergebnisse einer Studie eines Heidelberger Pathologen an.

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Heidelberger Studie: Tote durch Corona-Impfung?

20:09 Uhr

Viele, die sich nicht impfen lassen wollen, haben Angst vor Spätfolgen und Nebenwirkungen. Pathologen fordern jetzt, mehr Tote zu obduzieren, die vor ihrem Tod geimpft wurden. Damit soll herausgefunden werden, ob die Impfung zum Sterben beigetragen hat. Doch mit einer These sorgt ein Heidelberger Pathologe zur Zeit für Diskussionen.

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Führt das Thema Corona-Impfung zur Spaltung der Gesellschaft?

20:00 Uhr

Nur wenige Themen werden zur Zeit vermutlich so emotional diskutiert, wie die Corona-Impfungen. Selbst langjährige Freundschaften und Familienbeziehungen bekommen Risse, weil die Meinungen zur Impfung so weit auseinander liegen. Mehr als die Hälfte der Menschen in Baden-Württemberg ist vollständig geimpft. Aber die angestrebten Impfquote von 85 Prozent ist noch lange nicht in Sicht.

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WHO fordert Stopp von Drittimpfungen

19:09 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich für einen Stopp bei der Verabreichung dritter Impfdosen ausgesprochen. "Wir können nicht hinnehmen, dass Länder, die bereits den Großteil des weltweit verfügbaren Impfstoffs verwendet haben, jetzt noch mehr verwenden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der Fokus der globalen Impfkampagne müsse stattdessen darauf liegen, dass ärmere Länder mehr Impfstoff für Erst- und Zweitimpfungen erhalten. In Israel werden über 60-Jährige bereits ein drittes Mal geimpft. In Deutschland sollen von September an Drittimpfungen mit den Mitteln von Biontech und Moderna angeboten werden.

GEW-Landesvorsitzende wütend über Corona-Politik der Landesregierung

18:56 Uhr

Wie geht's in Schulen nach den Ferien weiter? Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Monika Stein, sagte im SWR, sie habe den Eindruck, "dass viele Verantwortliche sich wegducken und das Gefühl haben, jetzt warten wir erstmal ganz in Ruhe ab, wie die Inzidenzen sich entwickeln."

Freiburg

Gewerkschaftsvorsitzende im SWR-Interview GEW beklagt die schleppenden Corona-Pläne fürs neue Schuljahr

Wie geht's in Schulen nach den Ferien weiter? Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist beunruhigt, ihre Landesvorsitzende Monika Stein wütend.  mehr...

Inzidenz soll laut Lucha bald keine Rolle mehr spielen

17:46 Uhr

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium plant eine Abkehr von der Zahl der Neuinfektionen als Grenzwert im Kampf gegen die Pandemie. "Als Richtwert für die Auslösung von Beschränkungen wird die Inzidenz nach unserer Ansicht ab Mitte September in den Corona-Verordnungen nicht mehr auftauchen", sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Es brauche einen Paradigmenwechsel, wenn vom 15. September an alle im Land ein Impfangebot erhalten hätten. Dann könne es keine Beschränkung der Freiheitsrechte von Doppeltgeimpften mehr geben. Ungeimpfte müssten sich hingegen auf Beschränkungen - etwa die Verpflichtung zum Schnelltest bei Restaurantbesuchen - einstellen. Für Beschränkungen solle dann die Inzidenz keine Rolle mehr spielen, stattdessen etwa die Hospitalisierung. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass der Inzidenzwert im Kampf gegen die Pandemie eine zentrale Größe bleiben werde, auch wenn man sich nun auch auf andere Kriterien stützen werde.

Landesweite Inzidenz leicht gestiegen

17:20 Uhr

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist im Vergleich zum Vortag wieder leicht gestiegen. Sie liegt laut Landesgesundheitsamt heute (Stand: 16 Uhr) bei 14,8. Am Dienstag lag sie noch bei 14,1. Am Mittwoch vor einer Woche war der Wert noch niedriger und lag bei 13,5. Im Vergleich zum Vortag wurden 425 Neuinfektionen im Land gemeldet (gesamt: 506.874). Elf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19 (gesamt: 10.422). Die höchste Inzidenz hat der Stadtkreis Mannheim (33,8). Den niedrigsten Wert verzeichnet aktuell der Landkreis Sigmaringen (3,8).

SWR-Recherchen: Neuer Indikator noch mangelhaft

16:24 Uhr

Die neue Inzidenz der Krankenhausaufnahmen von Covid-19-Patienten ist noch mangelhaft: Der vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte Wert unterschätzt nach SWR-Recherchen die Klinikaufnahmen.

Studie: Kinder haben meist milde Krankheitsverläufe

16:11 Uhr

Ein britisches Forschungsteam hat untersucht, wie eine Corona-Infektion bei Kindern verläuft. Die meisten Kinder und Jugendlichen entwickeln nur schwache Symptome und sind höchstens eine Woche krank.

Neue Studie aus Großbritannien Covid-19 – Kinder haben meist milde Krankheitsverläufe

Die meisten Kinder und Jugendliche entwickeln nach einer Corona-Infektion nur schwache Symptome und sind höchstens eine Woche krank. Das zeigt eine aktuelle britische Studie.  mehr...

Tübinger Intendant fordert Impfpflicht für Theater

16:01 Uhr

Mit einer Impfpflicht könnten die Theater und Veranstalter nach Ansicht des Tübinger Intendanten Thorsten Weckherlin auf die sinkende Zahl von Impfungen reagieren. "Eine Impfpflicht für Theaterbesuche ist ein Anreiz, sich impfen zu lassen", sagte der Theaterregisseur und Intendant am Landestheater Tübingen. "Würden bundesweit alle Bühnen und Veranstalter eine Impfpflicht für Theater und Festival-Besuche einführen, wäre das ein klares Zeichen." Damit würden sich die Bühnen hinter die Wissenschaft stellen und einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität gehen. "Auf der Bühne, im Probenraum und im Parkett muss es die Impfpflicht geben!", forderte der 58-Jährige. Die Bundesregierung ist gegen eine Impfpflicht in Deutschland.

GEW fordert Präsenzpflicht nur mit Luftfiltergeräten

15:53 Uhr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine Ausrüstung aller Klassenräume an den 4.500 Schulen im Land mit Luftreinigungsgeräten als Vorbedingung einer Präsenzpflicht. "Die Kommunen müssen erst ihrer Verantwortung nachkommen und die Technik für alle Unterrichtsräume bereitstellen", sagte GEW-Landeschefin Monika Stein. Auch mit Blick auf eine mögliche vierte Infektionswelle sei diese Sicherheitsmaßnahme immens wichtig. "Die meisten Kommunen schnarchen leise vor sich hin, obwohl es schon vor über einem Jahr klar war, dass wir solche Geräte brauchen." Auch ohne Kenntnis der noch ausstehenden Förderrichtlinie hätten Gemeinderäte bereits vorbeugende Beschlüsse fassen können. Der Gesamtelternbeirat Mannheim beispielsweise hat eine Petition für die Installation von Luftfiltern in allen Unterrichtsräumen der Mannheimer Schulen gestartet.

Bund spendet Astrazeneca-Dosen an Entwicklungsländer

14:24 Uhr

Deutschland spendet ab sofort alle noch ausstehenden Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca direkt an die internationale Initiative Covax, die Entwicklungsländer mit Vakzinen versorgt. In einem ersten Schritt würden nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 1,3 Millionen Dosen ohne Umweg über Deutschland an Covax geliefert, sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Es ist in unserem ureigenen nationalen Interesse, die Welt zu impfen. Denn diese Pandemie ist erst wirklich vorbei, wenn das Virus weltweit unter Kontrolle ist", sagte Spahn. Auch verzichte Deutschland im August zugunsten von EU-Staaten mit höherem Bedarf auf die Impfstoffdosen des Herstellers Johnson & Johnson.

Polizei warnt vor Trickbetrügern mit Corona-Masche

13:37 Uhr

Das Polizeipräsidium Heilbronn warnt vor Corona-Trickbetrügern. Sie geben sich demnach als an Covid erkrankte Verwandte aus, die finanzielle Unterstützung brauchen. Ziel der Trickbetrüger sei es, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Meist versuchten sie, in deren Wohnungen zu gelangen und dort Schmuck, Geld und Wertsachen zu stehlen.

Heilbronn

Kriminelle profitieren von Pandemie Trickbetrüger mit Corona-Masche - Polizeipräsidium Heilbronn warnt

Das Polizeipräsidium Heilbronn warnt vor Corona-Trickbetrügern. Sie geben sich als an Covid erkrankte Verwandte aus, die finanzielle Unterstützung brauchen.  mehr...

WFV und Fußballvereine wollen kicken

13:23 Uhr

Die Fußballverbände in Baden-Württemberg wollen auch im Herbst bei steigenden Corona-Inzidenzwerten den Spielbetrieb aufrechterhalten. Solange es die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlaubten, solle gespielt werden, heißt es in einer Mitteilung des Württembergischen Fußballverbandes (WFV). Gleichzeitig appelliert der WFV an seine Mitgliedsvereine, die aktuellen Vorgaben einzuhalten. Dazu gehöre, bei Inzidenzen von über 35 Zuschauer ohne den 3G-Nachweis, also geimpft-genesen-getestet, nicht aufs Sportgelände zu lassen. Weiterhin müssten Daten, wie Anschrift der Besucher, erfasst werden. Das allerdings haben Vereine im Raum Bodensee-Oberschwaben bei Testspielen in der laufenden Vorbereitung nach SWR-Informationen oft nicht mehr gemacht.

Ulmer Weinfest beginnt - mit Voranmeldung und Zeitfenstern

13:21 Uhr

In Ulm beginnt am Nachmittag auf dem südlichen Münsterplatz das 14. Weinfest. Nach coronabedingter Pause im vergangenen Jahr müssen sich die Gäste allerdings auf einige Einschränkungen einstellen. So müssen sie sich für eines von zwei Zeitfenstern entscheiden: Von 16:30 bis 19:15 Uhr oder von 19:30 bis 23:00 Uhr. Pro Zeitfenster sind 750 Personen zugelassen. Zwischen den Schichten werden die Tische gereinigt und desinfiziert, teilte der Veranstalter, das Ulmer City Marketing, mit. Die Gäste müssen eine Reservierungsgebühr von zehn Euro pro Person zahlen und sich online anmelden. Bei freien Kapazitäten seien aber auch Spontanbesuche mit Registrierung vor Ort möglich.

Immer mehr kämpfen mit chronischer Müdigkeit

13:19 Uhr

In Heilbronn-Franken haben immer mehr Menschen mit dem chronischen Fatigue-Syndrom, also einer chronischen Müdigkeit, zu kämpfen. Aktuelle Studien belegen laut der Krankenkasse AOK jetzt erstmals, wie häufig das Problem bei Corona-Betroffenen auftritt: Jeder oder jede Zehnte hat demnach ein halbes Jahr später noch Symptome. Bereits vor der Pandemie stieg die Zahl laut AOK allein im Kreis Heilbronn von 2015 bis 2019 von rund 250 auf mehr als 380.

Verwaltungsgerichtshof lehnt dezentrales Lernen ab

12:33 Uhr

Die baden-württembergische Landesvereinigung dezentrales Lernen bekommt keine staatliche Genehmigung für ihre Reformschulen. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat die Zulassung einer Grundschule und einer Haupt- und Werkrealschule zurückgewiesen, teilte der Gerichtshof heute mit.

Laichingen

Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat entschieden Laichinger Konzept für dezentrales Lernen erneut abgelehnt

Nur ein Präsenztag pro Woche, der Rest online. Eine private Schule in Laichingen wollte dieses Konzept gerichtlich durchsetzen - ist jetzt aber zum zweiten Mal gescheitert.  mehr...

Verdi fordert systematische Lolli-Pool-Testungen nach Kita-Ferienende

12:29 Uhr

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert von der grün-schwarzen Landesregierung verbindliche Schutzregeln in Kindertagesstätten, um drohende Infektionen durch Reiserückkehrehrende zu vermeiden. Die Kitas seien wahrscheinlich der Ort mit den meisten ungeschützten Kontakten, weil Abstand und Maskenpflicht bei der Arbeit mit Kindern nicht funktionierten, sagte die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Hanna Binder. Umso größer müssten die zusätzlichen Schutzmaßnahmen für Kinder, Eltern und Beschäftigte sein. Auch, um erneute Schließungen zu vermeiden. Binder fügte hinzu: "Die Zeit drängt massiv, da die Kita-Ferien Mitte August fast überall vorbei sind." Die Landesfachgruppenvorsitzende Hansi Weber fordert außerdem systematische Lolli-Testungen. Diese seien im Vergleich zu den bisherigen Schnelltests deutlich einfacher durchzuführen und für alle Beteiligten weniger belastend. Der August müsse dazu genutzt werden, um die Impfquote in den Einrichtungen zu erhöhen.

Zahl der Erstimpfungen in Baden-Württemberg stagniert

11:21 Uhr

Die Zahl der Erstimpfungen in Baden-Württemberg stagniert. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind 60,1 Prozent der Bevölkerung im Land mindestens einmal geimpft. Gestern lag der Wert bei 60,0 Prozent. Auch die Zahl der vollständig Geimpften in Baden-Württemberg steigt nur minimal auf 54,0 Prozent. Somit steht Baden-Württemberg deutschlandweit auf Platz fünf, hinter Bremen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Dem Großteil der vollständig geimpften Bürger in Baden-Württemberg wurde das Präparat von BioNtech verabreicht.

Unternehmen rechnen nach Corona mit mehr Homeoffice

11:09 Uhr

Immer mehr Unternehmen in Deutschland rechnen mit deutlich mehr Homeoffice nach der Corona-Pandemie. Das hat eine Umfrage des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ergeben. Demnach gibt es nicht nur mehr Unternehmen, die langfristig Homeoffice anbieten wollen, sondern auch mehr Beschäftigte, die das in Anspruch nehmen wollen, hieß es vom ZEW. Demzufolge planten im Juni 74 Prozent der Betriebe in der Informationswirtschaft ihren Mitarbeitenden nach der Pandemie auch die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Im Verarbeitenden Gewerbe – weniger gut geeignet fürs Homeoffice als die Informationswirtschaft - rechnen laut Umfrage aktuell 46 Prozent der Unternehmen damit, dass ein Teil ihrer Mitarbeitenden künftig mindestens einmal die Woche im Homeoffice arbeiten wird. An der Umfrage nahmen laut ZEW rund 1.200 Unternehmen mit je mindestens fünf Beschäftigten teil.

Optimismus im Gastgewerbe wächst

9:57 Uhr

Die Unternehmen in Deutschland erholen sich offenbar mehr und mehr von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Der Anteil der Betriebe, die sich akut in ihrer Existenz bedroht sehen, halbierte sich von acht Prozent im Mai auf vier Prozent im Juli. Das ergab eine repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Weitere zehn Prozent schätzten ihre Lage als überwiegend positiv ein. Das seien deutlich mehr als in den letzten Monaten. Bemerkbar macht sich die Lage demnach vor allem im Gastgewerbe. Dort ging die Zahl der Betriebe, die von Existenzängsten berichteten, seit Mai um 30 Prozentpunkte auf nun sieben zurück. 19 Prozent der Betriebe hätten sogar mehr Personal eingestellt als sie entlassen hätten, so das IAB.

Schulleitungen rechnen mit Konflikten

7:37 Uhr

Die deutschen Schulleiterinnen und Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige. Die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, es werde Konflikte geben um die Frage, ob Impfungen notwendig sind und ob Elternrechte übergangen werden. Weiter sagte sie: "Wenn es künftig einen positiven Corona-Fall in der Klasse gibt, müssen diejenigen in Quarantäne, die nicht doppelt geimpft sind. Die anderen dürfen hingegen im Präsenzunterricht bleiben und können sich weiterhin an schulischen Aktivitäten beteiligen. Das wird zu Spannungen führen." Heikel sei auch die Klärung durch die Schule, welche Kinder und Jugendlichen schon geimpft seien. Sie gehe davon aus, dass die Schulen aus rechtlichen Gründen den Impfstatus einzelner Schüler nicht abfragen dürfen. Die Lehrkräfte müssten sich mit Ratschlägen zur Impfung zurückhalten, sagte Wolters-Vogeler. Das rät auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. "Das ist nicht ihr Zuständigkeitsbereich", sagte Meidinger den Funke-Zeitungen.

Keine kostenlosen Tests mehr für Ungeimpfte?

7:16 Uhr

Knapp eine Woche vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage schlägt das Bundesgesundheitsministerium ein Ende der kostenlosen Corona-Tests für ungeimpfte Personen vor. Laut einem Grundsatzpapier des Ministeriums soll es die kostenfreien Tests nur noch für Menschen geben, für die es keine Impfempfehlung gibt - etwa Unter-18-Jährige oder Schwangere. Außerdem spricht sich das Spahn-Ministerium dafür aus, die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und im Einzelhandel bis zum nächsten Frühjahr aufrechtzuerhalten. Und: Für Veranstaltungen soll künftig die 3-G-Regel gelten - also Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen. Dasselbe fordert das Papier auch für Hotels und Innengastronomie. Der FDP-Vize-Vorsitzende Wolfgang Kubicki warf der Bundesregierung deshalb einen "dreisten Wortbruch" vor: Wer Ungeimpfte aus der Gastronomie ausschließen wolle, der führe eine indirekte Impfpflicht ein, sagte Kubicki der "Bild".

Ansteckung trotz Corona-Impfung?

6:51 Uhr

Covid-19-Impfstoffe sollen die Pandemie eindämmen. Aber auch sie bieten keinen absoluten Schutz. Das zeigen auch neue Erkenntnisse der US-Gesundheitsbehörde CDC.

Impfdurchbrüche Können infizierte Geimpfte andere mit Covid-19 anstecken?

Wie kann es sein, dass auch Geimpfte noch an Corona erkranken? Und wenn sie infiziert sind... Können sie andere anstecken? Die Delta-Variante wirft alte Fragen wieder auf.  mehr...

Befreiung vom Präsenzunterricht in BW nur mit Attest

6:23 Uhr


Im kommenden Schuljahr können Eltern ihre Kinder nicht mehr formlos vom Präsenzunterricht befreien. Laut einer Anordnung des Kultusministeriums ist ein ärztliches Attest nötig, wenn sie ihre Kinder nicht in die Schule schicken wollen - etwa weil sie Sorge haben, dass sich der Nachwuchs mit dem Coronavirus ansteckt.

Geänderte Regelung zum neuen Schuljahr Befreiung vom Präsenzunterricht in Baden-Württemberg nur noch mit Attest

Im kommenden Schuljahr können Eltern ihre Kinder nicht mehr formlos vom Präsenzunterricht befreien. Ausnahmen gibt es nur noch mit ärztlicher Bestätigung.  mehr...

Auffrischungsimpfungen in BW ab September

6:06 Uhr

In Baden-Württemberg sollen ab September die Corona-Auffrischungsimpfungen starten. Das plant das Gesundheitsministerium, nachdem sich die Gesundheitsministerkonferenz am Montagabend für eine solche Drittimpfung ausgesprochen hatte. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte dem SWR, die Auffrischungsimpfung solle sechs Monate nach der zweiten Impfung erfolgen - und zwar mit einem mRNA-Impfstoff.

Nach Entscheidung der Gesundheitsminister Dritte Impfung soll in Baden-Württemberg ab September angeboten werden

Im Herbst sind erst einmal wieder Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen dran: Ab September will das Land Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus anbieten. Doch es gibt Zweifel an der Umsetzung.  mehr...

Bundesregierung gibt Impfdosen an Entwicklungsländer ab

5.55 Uhr

Die Bundesregierung will noch in diesem Monat die erste Lieferung der versprochenen 30 Millionen Corona-Impfstoffdosen an ärmere Länder abgeben. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte der "Augsburger Allgemeinen": "Wir sollten die Menge an Impfstoffspenden schrittweise erhöhen, damit dort medizinisches Personal und andere besonders gefährdete Gruppen viel schneller erreicht werden können." Müller verwies auf das Ziel, bis Anfang kommenden Jahres rund ein Drittel aller Menschen in Entwicklungsländern zu impfen. Er forderte die anderen europäischen Staaten auf, dem deutschen Vorbild zu folgen und ihrerseits Geld sowie Impfstoff zu geben. Neben der gerechten Verteilung von Impfstoffen auch an die ärmsten Länder müsse der nächste Schritt sein, dass Entwicklungsländer selbst Vakzine produzieren.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt

4:48 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit nunmehr rund vier Wochen an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen lag sie bei 18,5 - am Vortag hatte der Wert 17,9 betragen, am Mittwoch der Vorwoche 15,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.571 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2.768 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gelegen.

Lehrerverband gegen Ungleichbehandlung

4:00 Uhr

Der deutsche Lehrerverband hat vor einer unterschiedlichen Behandlung von geimpften und nicht geimpften Kindern an Schulen gewarnt. "Grundsätzlich sind wir gegen eine Ungleichbehandlung von geimpften und ungeimpften Kindern im Schulalltag, zumindest solange nicht alle Kinder ein Impfangebot erhalten haben", sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Unterschiedliche Quarantäneregelungen innerhalb einer Klasse halte er jedoch für denkbar: "Was möglich wäre, ist, dass Gesundheitsämter im Falle von Infektionen bei geimpften Klassenkameraden andere, kürzere oder keine Quarantänemaßnahmen anordnen", sagte Meidinger.

Kinder-Impfungen: Schulleiter rechnen mit Ärger

2:33 Uhr

Die deutschen Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige. "Natürlich wird es im Alltag heftige Diskussionen geben. Darauf müssen sich die Lehrkräfte einstellen", sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So werde es "erwartbare Konflikte geben um die Frage, ob Impfungen notwendig sind und ob Elternrechte übergangen werden". Zudem werde es "Debatten mit Kindern geben, die Impfungen vielleicht ablehnen oder unbedingt haben wollen".

Ärzteverbände beklagen "Demontage" der Stiko

0:01 Uhr

Die Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz, Jugendlichen ab zwölf Jahren verstärkt Corona-Impfungen anzubieten, sorgt weiter für Wirbel. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisierten der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der Virchowbund, in dem niedergelassene Ärzte und Ärztinnen organisiert sind, eine "Demontage" der Ständigen Impfkommission (Stiko) durch die Politik. "Bei aller berechtigten Kritik an der Transparenz der Entscheidungen, der Kommunikation und Geschwindigkeit der Stiko lehnen wir den gestrigen faktischen Eingriff in die wissenschaftliche Unabhängigkeit ab und weisen ihn zurück", erklärten die beiden Verbände. Die Stiko sei eine "bewährte Institution" und werde durch dieses Vorgehen geschwächt.

Mittwoch, 4. August 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Wie kann ich mich schützen? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

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