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Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Britischer Gesundheitsminister hat Corona

22:21 Uhr

Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Nach eigener Aussage ist er zweimal geimpft und hat milde Symptome. Er hat sich zusammen mit seiner Familie isoliert. In England steigt die Zahl der Infektionen aktuell rasant an - gestern lag sie bei mehr als 50.000. Trotzdem sollen ab Montag die meisten Beschränkungen wegfallen. Daran gab es schon viel Kritik - auch aus dem Ausland.

Landesweite Inzidenz kratzt an der 10er-Marke

17:15 Uhr

In Baden-Württemberg steigt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz weiter an. Laut Landesgesundheitsamt liegt der Wert aktuell (Stand: Samstag, 16 Uhr) bei 9,7 (Vortag: 8,9, vergangenen Samstag 6,3). Auch in vielen Regionen steigt der Wert an. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 26,0 weist der Stadtkreis Ulm den höchsten Wert in Baden-Württemberg auf. Der geschätzte Sieben-Tage-R-Wert, der angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, liegt aktuell bei 1,34 (Vortag 1,33). 201 weitere Fälle mit dem Coronavirus wurden den Behörden heute gemeldet (gesamt: 502.863), eine weitere Person ist in Zusammenhang mit Covid-19 in Baden-Württemberg gestorben (gesamt: 10.339).

Weitere Drive-In-Impfaktion ohne Termin in Heilbronn

15:56 Uhr

Auf der Heilbronner Theresienwiese findet am Sonntag erneut eine Drive-In-Impfaktion für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger ohne Anmeldung statt. Geimpft wird von 8 bis 16 Uhr mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Ab Montag bietet außerdem das Kreisimpfzentrum Heilbronn in Horkheim täglich von 10 bis 20 Uhr Impfungen ohne Termin an, je nach Verfügbarkeit mit dem Impfstoff von Biontech, Moderna oder Astrazeneca.

Kabinett will neue Strategie für Bevölkerungsschutz beschließen

14:33 Uhr

Als Lehre aus der Corona-Pandemie und zur Vorsorge gegen künftige Krisen will das Bundeskabinett am Mittwoch den ersten Teil einer neuen Strategie für den Bevölkerungsschutz beschließen. Ein Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sieht als ersten Schritt den Aufbau einer "Nationalen Reserve Gesundheitsschutz" vor. Mittelfristig soll aber auch die bundesweite Vorsorge für andere Krisen - wie etwa gravierende Hochwasserlagen und größere Brände - verbessert werden. Dafür tragen bisher die Länder die Verantwortung. Sie können in kritischen Situationen Unterstützung von Bund anfordern. Die "Nationale Reserve Gesundheitsschutz" soll dem Papier zufolge den Bedarf des Gesundheitssektors und des Bundes für bis zu sechs Monate decken sowie "humanitäre Hilfe durch die Lieferung von Schutzausstattung an die Weltgesundheitsorganisation und Drittstaaten ermöglichen".

Biberacher Schützenfest in abgespeckter Form

13:01 Uhr

Mit dem Fassanstich beginnt am Samstagnachmittag das Biberacher Schützenfest. Das Programm wurde aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie deutlich abgespeckt. Abgesagt sind die großen Veranstaltungen wie Umzüge, das Schützentheater, der Tanz auf dem Marktplatz und die Heimatstunde.

Mehr als 50 Prozent vollständig Geimpfte in ersten Bundesländern

11:38 Uhr

In Bremen und dem Saarland ist jeweils mehr die Hälfte der Einwohner nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die beiden Bundesländer überschritten als erste die Marke von 50 Prozent, wie aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.05 Uhr) hervorgeht. In Baden-Württemberg beträgt der Wert derzeit 45,7 Prozent, insgesamt sechs Bundesländer weisen eine höhere Quote auf. Bei der Zahl der Erstgeimpften ist darüber hinaus zunehmend ein Gefälle zu erkennen: Schlusslicht ist Sachsen mit 50,7 Prozent, gefolgt von Thüringen (54,2), Brandenburg (54,7), Sachsen-Anhalt (55,6) und Bayern (57,6 Prozent). In Bremen sind dagegen mittlerweile mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) aller Einwohner mindestens einmal immunisiert. In Baden-Württemberg beträgt der Wert aktuell 58,1 Prozent, damit befindet sich das Land unter dem Bundesschnitt.

Experte: Autobauer haben Gewinne Sparmaßnahmen zu verdanken

10:43 Uhr

Die deutschen Autobauer haben ihre jüngst vermeldeten Milliarden-Gewinne nach Expertensicht zentral auch den in der Corona-Krise aufgelegten Sparmaßnahmen beim Personal zu verdanken. Im Vorjahr hätten die meisten Unternehmen mit einem Personalabbau oder strikten Einstellungsstopps auf den zeitweisen Nachfrageeinbruch im Autosektor reagiert, sagte Branchenexperte Stefan Reindl der Deutschen Presse-Agentur. "Fast alle Konzerne haben damals Sparmodelle umgesetzt, die auch relativ schnell wirksam geworden sind", sagte Reindl, der das Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen (Kreis Göppingen) leitet. Die Effektivität dieser Maßnahmen sehe man jetzt in einer Phase, in der der Markt wieder deutlich anziehe: Obwohl die Branche zurzeit mit einem Halbleiterengpass zu kämpfen habe, seien die Gewinne etwa von VW und Daimler überraschend hoch ausgefallen.

Datenschützer geht gegen Überwachungssoftware an Hochschulen vor

10:15 Uhr

Im Corona-Lockdown nutzten Universitäten in Baden-Württemberg technische Möglichkeiten, um Prüflinge bei Onlineklausuren zu kontrollieren. Teilweise zu Unrecht, so der Landesdatenschutzbeauftragte.

Baden-Württemberg

Universitäten kontrollieren Online-Prüfungen "Nicht akzeptabel" - Datenschützer geht gegen Überwachungssoftware an Hochschulen vor

Im Corona-Lockdown nutzten Universitäten in Baden-Württemberg technische Möglichkeiten, um Prüflinge bei Onlineklausuren zu kontrollieren. Teilweise zu Unrecht, so der Landesdatenschutzbeauftragte.  mehr...

Arbeitgeberpräsident warnt vor nachlassendem Impftempo

9:57 Uhr

Arbeitgeber haben vor einem nachlassenden Impftempo in Deutschland gewarnt. "Wir müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen weiter impfen, impfen, impfen, damit sich die Lage weiter stabilisiert." Bei den Impfungen hatten erste Länder deutliche Einbrüche gemeldet, darunter auch Baden-Württemberg. Arbeitgeber und Gewerkschaften hätten an die Beschäftigten appelliert, die Impf- und Testangebote weiter anzunehmen und so zu einer hohen Durchimpfungsrate beizutragen, so Dulger. Er schlug vor, dass sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier oder Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor den 20-Uhr-Nachrichten an die Bürger wenden und sagen: "Liebe Leute, wir sind noch nicht übern Berg. Bitte lasst euch impfen. Es ist jetzt genügend Impfstoff da." Dies wäre "ein gutes Signal". Er sei kein Freund von Geboten und Verboten, so der Arbeitgeberpräsident. "Deshalb finde ich es gut und richtig, Anreize für das Impfen zu setzen." 

Polizei löst Rave-Party auf

8:30 Uhr

Die Polizei hat am Morgen in Freiburg-Tiengen eine Rave-Party aufgelöst. Unweit eines Pendler-Parkplatzes versammelten sich etwa 200 Menschen zu dieser Veranstaltung mit elektronischer Musik. Zwei Verantwortliche wurden festgestellt. Jetzt werde geprüft, ob möglicherweise gegen die Corona-Verordnung verstoßen wurde, so die Polizei.

Studie rät zu intelligenter Schüleraufteilung im Wechselunterricht

6:00 Uhr

Vor dem Beginn des neuen Schuljahres raten Soziologen von der Universität Mannheim bei Wechselunterricht Freundschaften unter den Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen. Wer bei steigenden Corona-Fallzahlen Infektionsausbrüche an Schulen vermeiden oder abmildern wolle, müsse die Schüler intelligent aufteilen. Das Forschungsteam fand heraus, dass die zufällige Verteilung der Schüler in zwei Gruppen am wenigsten gegen die Ausbreitung der Infektion wirkte. Eine Aufteilung nach Geschlecht sei deutlich effektiver, da sich Kinder und Jugendliche im Schulalter eher mit Angehörigen des eigenen Geschlechts träfen. Zusätzliche Kontakte und damit Ansteckungen zwischen den Geschlechtergruppen seien daher nicht so häufig. Als besonders wirksam erwies sich die Aufteilung, die die von den Schülern in Befragungen angegebenen Sozialkontakte berücksichtigte.

Mannheim

Mannheimer Forscher untersuchten Sozialkontakte Studie rät zu intelligenter Schüleraufteilung im Wechselunterricht

Präsenzunterricht soll im kommenden Schuljahr Vorrang haben. Sollte es coronabedingt anders kommen, könnten sich Bildungspolitiker an einer neuen Studie orientieren.  mehr...

Entwicklerin von Astrazeneca: Impfung von Kindern gut abwägen

4:45 Uhr

Die federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs, Sarah Gilbert, hat den Nutzen einer Corona-Impfung für alle Kinder in Frage gestellt. Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse machen, sagte Gilbert im Interview mit der "Welt" und anderen europäischen Medien. Die Delta-Variante sei zum Beispiel sehr ansteckend, so dass Leute trotz zwei Impfungen mit einem milden Verlauf krank würden. Schwere Fälle und Todesfälle seien aber selten. "Wenn also die Übertragung nicht zu verhindern ist, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stellt sich die Frage: Lohnt sich das Impfen?" Zugleich machte Gilbert deutlich, dass eine Impfung für manche Kinder sinnvoll sein könnte. "Für eine sehr kleine Zahl von Kindern ist das Virus gefährlich. Länder sollten erwägen, diese zu impfen", sagte Gilbert.

Inzidenz steigt bundesweit auf 9,4

4:11 Uhr

Zum zehnten Tag infolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen lag sie bei 9,4 - am Vortag betrug der Wert 8,6, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter haben dem RKI binnen eines Tages 1.608 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 952 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den aktuellen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Tote gewesen.

Wehrbeauftragte für Corona-Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten

0:55 Uhr

Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hat sich für eine Corona-Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten ausgesprochen. "Da uns Covid-19 noch auf absehbare Zeit beschäftigen wird, befürworte ich eine Aufnahme in den Katalog duldungspflichtiger Impfungen", sagte Högl den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgabe). Für Soldatinnen und Soldaten, die in den Einsatz gehen, sei die Impfung bereits verpflichtend. In der Bundeswehr wurde die Duldungspflicht für Impf- und Vorsorgemaßnahmen vor einigen Jahren eingeführt. Dazu zählen etwa Impfungen gegen bestimmte übertragbare Krankheiten. Im Verteidigungsministerium läuft eine Prüfung, ob die Corona-Impfung in die Liste mit aufgenommen werden soll. Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hält dies derzeit nicht für angebracht: "Es gibt in Deutschland keine Impfpflicht, das bedeutet, dass es auch für die Soldaten und Soldatinnen keine Impflicht geben kann", sagte sie den Zeitungen.

Samstag, 17. Juli 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Wie kann ich mich schützen? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

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