Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Freitag, 2. September 2022

STAND

Das war der Freitag in Baden-Württemberg

Was man zu den neuen Omikron-Impfstoffen wissen muss

20:08 Uhr

Nach langem Warten werden in Kürze auch in Baden-Württemberg erste Corona-Impfstoffe verfügbar, die an die Omikron-Varianten BA.1 und BA.5 angepasst wurden. David Beck aus der SWR Wissenschaftsredaktion ordnet die neuen Impfstoffe und ihre Wirkung ein.

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Verwirrung um Aufhebung von Corona-Warnung

19:27 Uhr

Die bundesweite Corona-Warnung in der Warnapp "Nina" ist am Freitag aufgehoben worden. In der App war auch von einer "Entwarnung" die Rede. Das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wies aber darauf hin, das diese Formulierung technisch bedingt sei. "Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Die Corona-Pandemie besteht fort. Für Corona gibt es keine Entwarnung!" Das Amt erläuterte, es gebe in der App nur die drei Zustände "Warnung", "Aktualisierung" und "Entwarnung". Eine bestehende Warnung einfach "still" herauszunehmen, ist demnach bisher nicht möglich. Das System soll jetzt aber weiterentwickelt werden, so dass künftig Meldungen auch "still" wieder herausgenommen werden können.


Sieben-Tage-Inzidenz geht weiter zurück

18:03 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet, lag sie am Freitag (Stand: 16 Uhr) bei 163,3 - am Vortag hatte sie noch 165,4 betragen, in der Vorwoche 175,9. Bei den Covid-19-Fällen, die auf den Intensivstationen im Land behandelt werden, gab es keine Veränderung: Wie auch am Vortag liegt ihre Zahl bei 79. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus stieg in Baden-Württemberg um zehn. Insgesamt wurden dem LGA 2.498 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet, am Vortag waren es noch 3.175.


Freiburg untersagt "Galerie des Grauens"

17:34 Uhr

Die Stadt Freiburg hat die geplante Veranstaltung "Galerie des Grauens - den Opfern eine Stimme geben" am Platz der Alten Synagoge verboten. Die Teilnehmer wollten heute Dokumente über angebliche Opfer der Corona-Impfung zeigen. Dabei sei eine Verbindung zwischen den Verbrechen des Holocausts und Impfschäden hergestellt worden, hieß es zur Begründung der Absage. Die Wahl des Platzes der Alten Synagoge für die Kundgebung stelle deswegen eine Provokation und eine nicht hinnehmbare Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar. Der Initiator wurde bereits wegen Volksverhetzung verurteilt, so die Stadt.


EU-Kommission ruft zu raschen Corona-Impfungen auf

16:46 Uhr

Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten zum raschen Einsatz der neuen Omikron-Impfstoffe aufgerufen. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle Mitgliedstaaten über solide Impfstrategien verfügen, um sich auf den Herbst und den Winter vorzubereiten", erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in Brüssel. Dies gelte insbesondere für die neu zugelassenen Booster-Vakzine. Die an die erste Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffe wirken wohl auch gegen andere Subvarianten des Virus. Die neuen Präparate seien nach vorläufigen Studiendaten unter anderem gegen die Mutationen BA.2, BA.2.75 und BA.5 wirksam, teilte die europäische Arzneimittelbehörde EMA mit. Die Behörde prüfe auch einen angepassten Comirnaty-Impfstoff von BioNTech/Pfizer gegen die BA.4- und BA.5-Varianten und erwarte ein Ergebnis bis Mitte September.


Weiter gesenkte Mehrwertsteuer in Gastronomie gefordert

13:54 Uhr

In der Debatte um die gesenkte Mehrwertsteuer in der Gastronomie hat sich das baden-württembergische Wirtschaftsministerium für eine Fortsetzung ausgesprochen. Staatssekretär Patrick Rapp (CDU) sagte, die Absenkung auf sieben Prozent habe während der Corona-Pandemie viel zur Stabilisierung der Betriebe beigetragen. Viele Gastronomie- und Tourismusbetriebe spürten Nachwirkungen der Corona-Pandemie aber noch immer. Eine Anhebung auf den regulären Steuersatz von 19 Prozent zum Januar 2023 würde außerdem zu einer noch höheren Preissteigerungsrate in Deutschland führen. Rapp betonte, er wolle Bundeskanzler Scholz beim Wort nehmen. Dieser hatte jüngst angedeutet, die Absenkung könnte beibehalten werden. Die Grünen hatten dagegen Bedenken geäußert.


Gut 1,8 Millionen Dosen neuer Corona-Impfstoffe in BW erwartet

13:29 Uhr

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet in den nächsten beiden Wochen mit rund 14 Millionen Dosen der neuen Corona-Impfstoffe. Auf Baden-Württemberg entfallen nach aktuellen Angaben des Landesgesundheitsministeriums anteilig rund 1,3 Millionen Dosen des angepassten Impfstoffes von BioNTech/Pfizer sowie 523.900 Dosen des Herstellers Moderna. Die EU-Kommission hat die beiden an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffe auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde hin zugelassen. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) steht noch aus. Praxisärztinnen und -ärzte bereiten sich auf Impfungen vor, wollen aber auch eine entsprechende STIKO-Empfehlung. Baden-Württemberg hat sein Impfangebot wegen fehlender Nachfrage bereits vor Monaten stark heruntergefahren. Im vergangenen Jahr hatte das Impfen und Testen das Land mehrere Hundert Millionen Euro gekostet.


BW-Hausärzte fordern mehr Aufklärung über neue Impfstoffe

12:37 Uhr

Der Hausärzteverband in Baden-Württemberg fordert von der Bundesregierung eine bessere Aufklärung über die neuen Corona-Impfstoffe. Die Vorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth aus Pforzheim sagte im SWR, es gebe noch immer keine Informationskampagne. Diese sei aber wichtig für die Akzeptanz in der Bevölkerung. Für die Hausärzte werde es in diesem Herbst deutlich schwieriger, Menschen von einer weiteren Impfung zu überzeugen, so Buhlinger-Göpfarth. Die EU-Komission hat die beiden an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer heute zugelassen. In Deutschland sollen die neuen Impfstoffe ab der kommenden Woche ausgeliefert werden.

Baden-Württemberg

Neue Omikron-Impfstoffe Hausärzte in BW kritisieren Bundesregierung

Kommt die Info-Kampagne des Bundes über die neuen Corona-Impfstoffe zu spät? Das jedenfalls kritisiert der Hausärzteverband in Baden-Württemberg im SWR-Interview.  mehr...

SWR Aktuell am Morgen SWR Aktuell

Fragen und Antworten: Wer braucht den neuen Booster?

12:04

Nach der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA hat die EU-Kommission die beiden an die Omikron-Variante BA.1 angepasste Impfstoffe zugelassen. Ab kommender Woche soll man sich in Baden-Württemberg damit impfen lassen können. Nur: Für wen empfiehlt sich der Booster überhaupt? Die Kolleginnen und Kollegen von der Tagesschau geben Antworten:

Auch Lucha sieht BW gut für Omikron-Auffrischimpfungen gerüstet

11:23 Uhr

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sieht das Land gut aufgestellt für die nächste Impfkampagne mit den neuen, fortentwickelten Corona-Impfstoffen. "Einen vergleichbaren Massenansturm auf die Impfungen wie zu Beginn der Impfkampagne Anfang 2021, als nahezu ganz Baden-Württemberg gleichzeitig geimpft werden wollte, erwarten wir nach derzeitigem Stand nicht", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die vergangenen Jahre hätten aber auch gezeigt, dass die Lage sich schnell ändern könne. "Sollte dies der Fall sein, werden weitere Kapazitäten hochgefahren", hieß es.

Ärztepräsident: Praxen auf Nachfrage nach Impfungen vorbereitet

10:32 Uhr

Ärztepräsident Klaus Reinhardt sieht die Praxen auf die Nachfrage nach dem angepassten Corona-Impfstoff vorbereitet. Zudem rechne er damit, dass anders als zu Beginn der ersten Impfkampagne voraussichtlich ausreichend Impfstoff vorhanden sein werde, sagte der Präsident der Bundesärztekammer im Deutschlandfunk. Entscheidend sei nun, die Menschen über die Impfungen zu informieren. "Es wird uns einfacher gemacht in den Praxen, wenn die Menschen seitens der öffentlichen Einrichtungen entsprechend aufgeklärt werden." Reinhardt machte deutlich, dass er von der Ständigen Impfkommission erwarte, dass sie "möglich bald" Empfehlungen ausspricht, wer sich mit dem an die Omikron-Variante BA.1 angepassten Impfstoff impfen lassen sollte.

RKI: Inzidenz in Deutschland fällt

6:57 Uhr

In Deutschland sinkt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 33.930 Fälle. Das sind 3.413 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 37.343 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 234,4 - vor einer Woche lag sie noch bei 236,6. Das RKI meldet 148 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Allerdings liefern diese Angaben nur ein unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus.

Amtsärzte raten zu BA.1-Impfstoff - Warten auf an BA.4 und BA.5 angepasste Vakzine nicht nötig

2:10 Uhr

Die deutschen Amtsärzte haben sich ausdrücklich für eine breite Nutzung der neuen, an die Omikron-Subvariante BA.1 angepassten Corona-Impfstoffe ausgesprochen. "Mit der Zulassung des neuen Omikron-BA.1-Impfstoffes stellen sich viele die Frage, ob sie dieses Vakzin für eine Booster-Impfung nehmen sollen oder ob sie besser auf den Impfstoff warten, der an BA.4 und BA.5 angepasst ist", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienste (BVÖGD), Johannes Nießen, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Wer sich jetzt eine vierte Impfung holen wolle, solle "nicht zögern und auf weitere Impfstoffe warten", sagte Nießen. "Er macht nichts falsch, wenn er den BA.1-Impfstoff nutzt." Zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht einmal gesagt werden, welcher der beiden Impfstofftypen im Herbst und Winter besser schütze, sagte Nießen weiter. "Bislang fehlen dazu die nötigen Daten. Wir wissen nicht einmal, welche Variante im Herbst und Winter dominant sein wird. Es kann durchaus sein, dass es wieder der BA.1-Subtyp ist." Klar sei aber: "Impfen hilft immer."

Omikron-Booster in den USA empfohlen

1:10 Uhr

Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC hat die an die Omikron-Varianten angepassten Corona-Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna empfohlen. Wenn sich genügend Menschen in Amerika die Booster verabreichen ließen, könnte dies die erwartete Winterwelle abflachen helfen, hieß es in einer Erklärung der Experten. Die Vakzine bestehen aus dem ursprünglichen Impfstoff und den auf die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 zugeschnitten Präparaten. Auf diese Varianten werden inzwischen fast alle Covid-Infektionen zurückgeführt. Es wird erwartet, dass die Gesundheitsbehörde die Empfehlung der Fachleute bald aufgreift. Dies ist der letzte Schritt, ehe es mit den Impfungen in den USA losgehen kann.

Freitag, 2. September 2022

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