Der Schriftzug "Agentur für Arbeit“ steht am frühen Morgen auf einem Schild am Eingang der Agentur für Arbeit geschrieben. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)

Arbeitsagenturen ziehen positive Bilanz 2022

Arbeitsmarkt in BW behauptet sich in der Energiekrise

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Die Energiekrise hatte auch im Dezember kaum Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitslosen in BW. Inzwischen ist wieder das "Vor-Corona-Niveau" erreicht.

Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg im Dezember 2022 ist nach Einschätzung von Experten im Vergleich zum Vormonat in etwa gleich geblieben. In diesem Monat waren 250 Menschen weniger arbeitslos gemeldet, als noch im November, in dem 227.800 Menschen in Baden-Württemberg ohne Arbeit waren. Damit bleibt die Arbeitslosenquote unverändert bei 3,6 Prozent.

Gesamtbilanz für 2022 fällt positiv aus

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2022 zieht der Chef der baden-württembergischen Arbeitsagenturen, Christian Rauch, eine positive Bilanz. Entgegen der aktuellen Krisenlage durch Lieferengpässe und dem Krieg in der Ukraine, zeige sich der Arbeitsmarkt im Land erstaunlich stabil. Die Arbeitslosigkeit habe wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht, wenn auch ohne die Zahl der arbeitslosen Schutzsuchenden aus der Ukraine in der Grundsicherung.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Baden-Württemberg sank im Vergleich zum Vorjahr um 10.000, die Kurzarbeit ging auf ein annährend normales Niveau zurück, so der Arbeitsagenturen-Chef. Erfreulich ist laut Rauch auch, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Baden-Württemberg weiter wachse. Weiterhin ein Problem: der zunehmende Fachkräftemangel. Um diesem entgegenzuwirken, hat die Agentur für Arbeit im Sommer 2022 Maßnahmen vorgelegt. Mit diesen sollen in Zukunft rund 438.000 Vollzeitstellen besetzt werden.

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SWR