Soldaten mit improvisierten Musikinstrumenten, um 1915 (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg/Inv.-Nr. 2012/0576)

1914 - 1918 Der Erste Weltkrieg

Reden, Lieder, Kabarettstücke und Hörbilder: Aus der Zeit des Ersten Weltkriegs sind zahlreiche Tondokumente erhalten:

Aufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg

Hintergründe über die wichtigsten Tondokumente und ihre Entstehung:

Dauer

1914

Mit Kriegserklärungen und Mobilmachung in Juli und August 1914 läuft auch die Propagandamaschinerie an. In schmissigen Liedchen werden alte Heldentaten instrumentalisiert, wie der Krieg gegen Frankreich 1870, und in sogenannten Hörbildern neue Heldentaten inszeniert, wie die Eroberung des belgischen Lüttich.

Soldaten in einem offenen Eisenbahnwaggon, winken in die Kamera, Aufschriften auf dem Waggon. (Foto: SZ Photo - Scherl)
Deutsche Soldaten fahren an die Westfront, 1914 SZ Photo - Scherl

1915

In Ost und West entwickelt sich der Krieg mehr und mehr zum Grabenkampf. Doch die Propagandamaschinerie läuft weiter: Von höchster Stelle ergehen Lobeshymnen auf die Leistungen der Truppen.

Die Einrichtung eines Witwen- und Waisenfonds und die wachsende Bedeutung des Roten Kreuzes deuten auf die mörderische Seite des Krieges.

Soldaten sitzen um ein Lagerfeuer herum und wärmen sich auf, Schneelandschaft im Hintergrund. (Foto: SZ Photo - Scherl)
Österreichische Soldaten in einem Biwak in den Karpaten, 1915 SZ Photo - Scherl

1916

Der Krieg geht ins dritte Jahr. Großoffensiven wie die Brussilow-Offensive der Russen fordern ca. 2 Millionen Tote.

Die Moral der Deutschen sinkt merklich, und soll durch Aufrufe wie dem Lujo Brentanos zur "Einigkeit des Deutschen Volkes" gestärkt werden. Noch handelt man mit den USA per U-Boot.

Das deutsche Handels-U-Boot 'Deutschland' wurde im Ersten Weltkrieg eingesetzt; hier im Hafen von BaltimoreUSA (Foto: SZ Photo - Scherl)
Deutsches Handels-U-Boot 'Deutschland' im Hafen von Baltimore, 1916 SZ Photo - Scherl

1917

Philipp Scheidemann ruft im Reichstag angesichts der nicht eintretenden Kriegsentscheidung zum Friedensschluss auf.

Deutsche Forscher finden im Krieg ein Experimentierfeld für neue Technologien, darunter auch chemische Waffen. Tirpitz kommentiert den U-Boot Krieg gegen Großbritannien.

Tote liegen auf einem Schlachtfeld, Verdun 1916, neben den Toten Waffen, eine Trommel (Foto: SWR, (c)SWR - (c)SWR)
Tote auf dem Schlachtfeld von Verdun. (c)SWR - (c)SWR

1918/1919

Friedensvertrag mit Russland bekräftigt. Die alliierte Großoffensive im Westen kommt ins Rollen und führt schlussendlich zur Deutschen Kapitulation.

Philipp Scheidemann ruft am 9.11.1918 die Republik aus. Bei den Friedensverhandlungen in Versailles wird das Deutsche Reich für kriegsschuldig befunden.

Soldaten bringen 1918 auf dem Schlachtfeld Essen in die vorderen Gräben an der Westfront (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo - Knorr + Hirth)
Deutsche Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg, 1918 Süddeutsche Zeitung Photo - Knorr + Hirth

1954

Im Interview mit dem Südwestfunk vom 25.11.1954 erzählt Hans Bredow von den Anfängen des Radios und wie sich die technischen Möglichkeiten entwickelten.

Er experimentierte während des Ersten Weltkrieges mit ersten Rundfunksendern. Er wollte einen "Rundfunk für alle" und die Einsamkeit aus dem Leben der Menschen verbannen

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SWR-Dokumentar Andreas Vetter über die Aufnahmen

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