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Gespräch Solidarität mit Italien? Corona-Bonds zur Finanzierung der hohen Neuverschuldung

Zur Bekämpfung der Coronakrise nehmen viele Länder hohe Schulden auf. Der italienische Ministerpräsident Conte wirbt angesichts der Coronakrise erneut für Euro-Bonds. "Solidarität ist jetzt gefordert. Wenn die europäische Idee eine Zukunft haben soll, dann muss sie sich in der Krise beweisen," sagt Thomas Hartmann-Wendels, Professor für Betriebswirtschaft und Bankenlehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln in SWR2 am Morgen. Und in der jetzigen Krise wachse der Druck, dieser alten Forderung nach Eurobonds doch zu entsprechen. Im Gegensatz zu den Eurobonds sei aber der Vorteil z.B. vom ESM " dass hier die Kreditvergabe mit Auflagen verbunden ist, und das ist der entscheidende Punkt. Wohingegen bei Eurobonds das Geld zur Verfügung steht und was jeder Staat damit macht, bleibt ihm überlassen, da gibt es keinerlei Beschränkungen. Insofern wäre es schon sinnvoller den ESM zu nutzen. Das Volumen kann ma ja erhöhen und man kann das mit Auflagen verknüpfen," so Hartmann-Wendels. Auch alle anderen Instrumente, um den gegenwärtigen Geldbedarf zu decken wie der EU-Haushalt oder die europäische Investitionsbank seien an bestimmte Bedingungen geknüpft und ermöglichten keine unbegrenzte Schuldenaufnahme, um dann Altlasten abzutragen, die mit der Coronakrise nichts zu tun hätten, so Hartmann-Wendels.

SWR2 fragt in einer Gesprächsreihe, ob die Coronakrise gesellschaftliche Entwicklungen beschleunigen könnte, sei es im Klimawandel, im Gesundheitswesen oder bei der Digitalisierung.  mehr...

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